Buchbegegnungen Beiträgen

Heute ist Welttag des Buches und zur Feier des Tages habe ich mir hierfür das diesjährige Buchcoverraten aufgehoben. Ich bin ganz verliebt in all die schönen Cover und Geschichten! Natürlich bin ich bei der Planung der Aktion mehrfach schwach geworden und habe mir selbst einige der Bücher gekauft. Es sind wieder wahnsinnig viele tolle Bücher dabei – 96 an der Zahl – und ihr dürft nun stöbern, rätseln und mit etwas Glück neuen Lesestoff gewinnen. Alle Infos, wie ihr mitmachen könnt, findet ihr weiter unten. Los geht’s! (Achtung, das Bild ist sehr groß und muss eventuell etwas laden.)

So könnt ihr mitmachen!

Ihr seht hier Ausschnitte der Cover von insgesamt 96 verschiedenen Büchern. Wenn ihr die 4 Titel (bitte die vollständigen Titel nennen!) der Bücher einer kompletten Zeile richtig erratet, könnt ihr euch für jedes der 4 Bücher einen Platz im Lostopf sichern. Gern dürft ihr bei mehreren oder allen Zeilen teilnehmen und kommt – wenn ihr die richtigen Titel herausfindet – bei allen Büchern in den Lostopf. Man kann also mit etwas Glück sogar mehrere Bücher gewinnen. Schreibt am besten dazu, welche Bücher ihr gern gewinnen oder bei welchen ihr nicht berücksichtigt werden möchtet. Es werden jeweils 2 Exemplare pro Buch verlost, insgesamt warten also 192 Bücher auf begeisterte Leser! Bitte schickt mir nur komplett gelöste Zeilen, eure Antworten könnt ihr nachträglich nicht mehr ändern. Falls ihr für mehrere Zeilen mitmachen möchtet, schickt mir eure erratenen Zeilen möglichst gesammelt und nicht in einzelnen Mails.

Bitte verratet hier keine Lösungen in einem Kommentar! Schickt eure gefundenen Titel – sortiert nach der Zeile – bis spätestens 15. Mai 2018 per Mail an: Daniela.Moehrke@buchbegegnungen.de . Bitte schickt eure Postadresse möglichst schon mit, damit ich im Gewinnfall die Bücher schneller verschicken kann.

Tipps!

Hinter den Coverausschnitten verstecken sich Bücher ganz unterschiedlicher Genres. Es sind Romane für Erwachsene und Jugendliche, Unterhaltsames und Anspruchsvolles, Kinderbücher, Bilderbücher, Sachbücher, SciFi und noch mehr vertreten. Zudem erscheinen alle Bücher im Zeitraum von Januar bis Mai 2018.

Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Knobeln, Stöbern & Finden der Bücher!

Hinweise zum Gewinnspiel:

Eine Teilnahme an der Verlosung beim Buchcoverraten ist nur für Teilnehmer aus Deutschland und dem europäischen Ausland möglich. Ich versende die Buchgewinne persönlich, sollte etwas auf dem Postweg verloren gehen, gibt es keinen Anspruch auf Ersatz. Die Gewinner werden per E-Mail über ihren Gewinn informiert. Erhalte ich innerhalb von 7 Tagen nach der Gewinninformation keine Adresse für den Versand, wird der Gewinn neu vergeben.

Aktuell Gewinnspiele

Kriege, Säuberungen und Auslöschungen

Selten hat mich ein Buch so herausgefordert wie der Roman „Belladonna“ der kroatischen Schriftstellerin Daša Drndić.

In diesem Buch erzählt sie über den 65-jährigen Andreas Ban, der eine große Angst vor der Pensionierung hat. Er weiß, dass ein Rentner in seiner Heimat Kroatien keine Perspektiven hat, er weiß, dass seine Rente nicht reichen wird und er möchte sich nicht nur von Dosensardinen ernähren. Aber am meisten hat er vor den Erinnerungen Angst. Seitdem er nicht mehr arbeiten muss, kommen die Erinnerungen hoch, an seine Kindheit, an die Zeit im Exil, nachdem er Belgrad vor dem Bürgerkrieg verlassen musste, und immer wieder muss er an den Nationalsozialismus denken, und an die Rolle, die sein eigenes Land dabei spielte.

Aktuell Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman


Mit dem Roman „Das Lächeln der Frauen“ von Nicolas Barreau begann sie vor einigen Jahren, meine Begeisterung für den Thiele Verlag aus München. Das Buch traf damals genau die Stimmung, die ich mir gerade von einem Roman gewünscht hatte und auch heute denke ich noch gern an das Buch zurück. Zunächst kaufte ich dann weitere Bücher des Autors und mit wachsendem Verlagsprogramm wurde ich immer mehr auch auf all die tollen anderen Titel von Thiele aufmerksam. Die schön gestalteten Hardcover, die Geschichten, die zum Träumen einladen – an diesen Büchern kann ich in der Buchhandlung einfach nicht vorbei gehen.

So ist mittlerweile eine kleine Sammelleidenschaft entstanden, die ihr oben auf dem Foto sehen könnt. Dazu muss ich sagen, dass ich schon einige Bücher mehr aus dem Thiele Verlag gelesen habe und besitze, aber ich verleihe sie auch gern mal an Familie oder Freunde, weshalb sie aktuell nicht alle bei mir sind. Neben „Das Lächeln der Frauen“ gehören die Romane „Die wahren Märchen meines Lebens“ von Barbara Fiorio und „Ein ganz besonderes Jahr“ von Thomas Montasser zu meinen Lieblingen. Alle 3 Bücher haben mich berührt, mit liebenswerten Figuren begeistert und durch ihre wunderschöne Sprache überzeugt. Genau das macht für mich ein gutes Buch und vor allem auch sehr viele Bücher aus dem Thiele Verlag aus.

Auf die neuen Titel im Frühjahr 2018 bin ich sehr gespannt. Der Verlag hat nun neben Hardcover-Ausgaben auch ein eigenes Paperback-Programm. Wenn ihr neugierig seid, könnt ihr hier in den aktuellen Vorschauen stöbern.

Aktuell Rezensionen Roman


In letzter Zeit entdecke ich unter all den schönen Bilderbüchern, die wir kaufen, immer wieder ein ganz besonderes Buch. Deshalb möchte ich euch diese besonderen Bücher hier vorstellen. Los geht’s mit „Ein Löwe in der Bibliothek“ aus dem Orell Füssli Verlag. Ich denke, jeder Buchliebhaber kann meine Begeisterung allein schon beim Titel und bei diesem Cover für ein Bilderbuch nachvollziehen. Buchhandlungen und Bibliotheken sind für mich immer noch magische Orte! Und es ist wunderbar zu erleben, dass es meiner kleinen Tochter auch so geht.

Deshalb haben wir uns zusammen direkt über dieses bezaubernde Buch hergemacht und die Geschichte des Löwen, der sich so gern in der Bibliothek und zwischen Büchern, Lesern und anderen Kindern aufhält, verfolgt. Zuerst ist es gar nicht selbstverständlich, dass der Löwe in die Bibliothek kommen darf. Doch die Bibliothekare werden sich einig, dass er bleiben darf, so lange er sich an die Regeln hält. Der Löwe wird schnell zu einem gern gesehenen Gast in der Bibliothek und hilft sogar fleißig mit. Doch dann passiert etwas Unerwartetes …

Was genau passiert und wie es für den Löwen weitergeht, soll hier nicht verraten werden. Wir können euch dieses Buch aber definitiv ans Herz legen, denn es erzählt eine liebenswerte und wunderschön von Kevin Hawkes illustrierte Geschichte über die Liebe zu Büchern und darüber, dass es manchmal auch wichtig ist, im richtigen Moment die Regeln zu brechen.

Aktuell Kinderbuch Rezensionen


Insgesamt dreizehn neue Bücher durften sich im Januar und Februar 2018 ein gemütliches Plätzchen in unseren Bücherregalen sichern. Für mich ist das, wenn ich es mit früher vergleiche, gar nicht mal sehr viel. Denn ich möchte mich nur noch mit Büchern umgeben, die mich auch zu 100% interessieren. Früher durften deshalb oft weitaus mehr Bücher mit. Heute kaufe ich gezielter oder nehme nur die Bücher aus dem Büro mit, die perfekt passen.

Gelesen habe ich in den ersten beiden Monaten des Jahres bisher nur 3 Bücher, dafür haben mir alle 3 aber gut bis sehr gut gefallen. Und alle 3 hatte ich erst in diesem Jahr neu bekommen. „Ein Baum wächst in Brooklyn“ von Betty Smith, „Papa ruft an“ von Bastian Bielendorfer und „Stille“ von Erling Kagge sind dabei drei völlig unterschiedliche Bücher, doch sie passten zum jeweiligen Zeitpunkt wunderbar für mich und ich habe sie sehr gern gelesen.

„Ein Baum wächst in Brooklyn“ ist ein grandioser Roman, ein Klassiker, der besonders durch seine Figuren lebt. Es gibt nichts schlimmeres, als Bücher, deren Figuren langweilig oder unscheinbar sind. Bei Betty Smith darf man sich über das komplette Gegenteil freuen. Das Herzstück dieses Buches sind seine Figuren, deren Leben ich vor der Kulisse des Brooklyns zu Beginn des 20. Jahrhunderts begleiten durfte. Und Francie und ihre Familie haben mich nicht mehr losgelassen. Das Buch brauchte dabei nicht viel Handlung, um mich komplett für sich einzunehmen. Die Autorin beschreibt alles so wahrhaft und anschaulich, dass man sich fast schon als Teil der Familie Nolan fühlt. Unbedingt lesen!

Mit Bastian Bielendorfers Buch „Papa ruft an“ hatte ich mir das perfekte Buch für die U-Bahn und den täglichen Weg zur Arbeit rausgepickt. Bielendorfers Eltern sind immer wieder für eine Überraschung gut und als Lehrerkind – wobei meine Eltern definitiv nicht so verrückt sind wie Bastians – macht es einfach nur gute Laune und lädt zum Schmunzeln ein. Manche Situation ist auch so abstrus, dass man sich immer wieder fragt, ob das wohl wirklich so passiert sein kann. Egal, ob alles real oder teils doch nur erfunden – ich hatte meinen Spaß und die anderen Fahrgäste in der U-Bahn, dank plötzlicher Lacher meinerseits, auch.

Zum Ende des Monats Februar wurde es in Sachen Bücher dann wieder ruhiger und ich suchte mir „Stille“ von Erling Kagge aus. Das Buch hat total meinen Nerv getroffen, denn wann hat man als arbeitende Mama eines Kleinkindes, das zudem noch schlecht schläft, eigentlich mal wirklich „Stille“? Der norwegische Autor hat einen sehr persönlichen und hilfreichen Wegweiser in 33 Punkten geschrieben, auf welche Weise man Stille erfahren kann, warum diese eigentlich erstrebenswert ist und wie wir Stille auch in unseren häufig sehr lauten Alltag integrieren können. Mich hat allein dieses Buch zu lesen schon ein wenig ruhiger gestimmt und entspannt. Und ich denke, den ein oder anderen Tipp konnte ich für mich mitnehmen. Etwas Stille und manchmal auch etwas mehr tut sicher den meisten von uns sehr gut.

Ich finde, die nächsten Monate kann es so weitergehen. 3 Bücher in 2 Monaten sind zwar wenig, dafür haben sich alle 3 Bücher gelohnt und nicht meine kostbare Lesezeit verschwendet. Ich freue mich auf weitere Entdeckungen und hoffentlich das ein oder andere wahre Highlight in den kommenden Monaten.

Aktuell


Wie kürzlich versprochen, möchte ich euch hier ab sofort auch tolle Pappbilder- und Kinderbücher vorstellen. Bei uns in der Nähe gibt es einen ganz großartigen Laden. Er heißt Entdeckerwelt und dort gibt es schöne Spielzeuge und auch immer wieder besondere Bücher zu entdecken. Natürlich liebt es Elli dort und wir sind doch recht häufig in der Entdeckerwelt anzutreffen. Die wunderbare Inhaberin des Ladens zeigte uns vor bestimmt schon einem Jahr ein Buch, das sie uns unbedingt ans Herz legen wollte und damit war unsere Leidenschaft für die Sound-Bücher aus dem Usborne Verlag geweckt. Dieses Buch war „Was hörst du im Garten?“, das mit wunderbar angenehmen Geräuschen aus der Natur überzeugt und in dem es auf jeder Seite immer wieder unglaublich viel zu entdecken gibt.

Selbst für noch sehr kleine Kinder ist es kinderleicht die Sound-Punkte zu drücken und weil die Sounds so schön klingen, sind die Kleinen glücklich und die Eltern ganz sicher nicht genervt. Mit vielen Elementen zum Durchgucken und Befühlen sowie kurzen Texten zum Vorlesen, laden die Bücher zum Staunen und Träumen ein. Immer, wenn wir ein neues dieser Bücher entdecken, muss es automatisch mit. Denn auch ein Jahr nachdem wir das erste Buch gekauft haben, reißt die Begeisterung nicht ab. Manche Elemente wie Vogelzwitschern und das Plätschern von Regen wiederholen sich in den unterschiedlichen Büchern, doch das hat uns bisher nicht gestört. Kinder in dem Alter mögen ja bekannterweise Wiederholungen sehr gerne.

„Was hörst du im Garten?“, „Was hörst du im Dschungel?“ und „Was hörst du in der Nacht?“ stellen dabei nacheinander verschiedene Tiere, Dinge aus der Natur und auch Gegenstände oder Fahrzeuge vor, deren Geräusche für das jeweilige Thema typisch sind. „Einschlafen mit dem Eulen-Orchester“ und „So klingt ein Orchester“ sind ein bisschen anders gemacht. Ersteres ist ein schönes Buch für den Abend, in dem die Eulen nacheinander unterschiedliche, stimmungsvolle Schlaflieder spielen. In „So klingt ein Orchester“ werden viele Instrumente eines Orchesters vorgestellt und zum Klingen gebracht. Zum Schluss hört man dann, wie alles zusammen klingt. Bei diesem Buch hatte ich zunächst meine Bedenken, ob Elli vielleicht noch zu klein ist, aber sie findet es total interessant und erkennt mittlerweile die verschiedenen Instrumente auch super am Klang und Aussehen und kann sie benennen.

Wir lieben diese Bücher also sehr und haben dann auch noch mehr aus dem Usborne Verlag entdeckt!


Anders als die Bücher, die wir oben vorgestellt haben, sind die „Hörst du, wer da musiziert?“-Bücher keine Pappbilderbücher, sondern sie haben normale Papierseiten und sind ab 3 Jahren empfohlen. Wir haben das erste der Bücher bekommen, als Elli 1,5 war und sie liebt die Bücher trotzdem schon sehr. Auch sind sie wunderschön und liebevoll illustriert und begeistern durch die wiederkehrenden Figuren. Denn wenn Eichhörnchen, Maulwurf, Wiesel, Fuchs und Dachs musizieren, dann gibt es viel zu lauschen und zu entdecken. Beide Bücher erzählen kleine Geschichten über die Tiere, die wunderbar mit der Musik verwoben werden. Neben den beiden Büchern „Geige, Flöte und Klavier – Hörst du, wer da musiziert?“ und „Hörst du, wer da musiziert? Im Winterwald“ gibt es auch noch „Hörst du, wer da musiziert? Zur Schlafenszeit“. Das wird ganz bestimmt ebenfalls bald hier ins Bücherregal einziehen, weil wir schon sehr neugierig sind, was die Tiere zum Einschlafen spielen werden.


Zum Schluss möchten wir euch noch ein Buch aus der „Hörst du das?“-Reihe zeigen. Elli findet Fahrzeuge jeder Art total spannend. Erst später wurde mir bewusst, dass wir mit „Auf der Baustelle“ erneut ein Sound-Buch von Usborne gekauft hatten. Hier geht es – typisch für eine Baustelle – von den Tönen her nicht ganz so lieblich zu, aber auch das sorgt für Begeisterung beim Kind. Die verschiedenen Baustellenfahrzeuge, die vorgestellt werden, machen ordentlich Krach und werden schön groß und farbenfroh dargestellt, sodass auch jüngere Kinder daran schnell Freude finden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die weiteren Bände „Der Traktor“, „Der Bauernhof“ und „Der Zug kommt“ bei uns im Regal nicht fehlen dürfen.

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

„Was ist das eigentlich, was du da machst? Ist das Krimi, ist das Familiengeschichte, ist das Komödie, ist das Satire?“
„Genau, das alles“

Als Henning Bröhmann den Schriftsteller Dietrich Faber zu seinem neuen Buch interviewt hat, fragte er ihn, was eigentlich das wäre, was er da macht. Die Antwort auf diese Frage überraschte Herrn Bröhmann, der nicht viel damit anfangen konnte. Der verdutzte Herr Bröhmann schien das Gefühl zu haben, das Opfer eines bösen Scherzes zu sein.
Die Erklärung für diese Situation ist einfach: Henning Bröhmann ist die Hauptfigur der Kriminalromane, deren Autor Dietrich Faber ist.

„Hessen zuerst!“ ist die fünfte Folge der Reihe um den Kriminalhauptkommissar – inzwischen Ex-Kriminalhauptkommissar – Henning Bröhmann.

Aktuell Krimi und Thriller Rezensionen Unterhaltungsliteratur

©Aba

Chèvre à la japonaise

Nach seinem Erfolgsroman „Kirschblüten und rote Bohnen“ kommt Durian Sukegawa mit einer neuen Geschichte zurück, die die Leser wieder auf eine Reise in sein Heimatland Japan entführt.

Für seinen neuen Roman hat Sukegawa eine fiktive Insel im japanischen Archipel gewählt. Auf dieser Insel, die, auch wenn sehr klein, eine beeindruckende Natur aufweist, lebt eine überschaubare Anzahl von Menschen, die eine eingeschworene Gemeinschaft bilden und uralte Traditionen pflegen.
Ryosuke, der einsame und von Selbstmordgedanken geplagte Held von „Die Insel der Freundschaft“, landet in dieser für ihn kompletten neuen Welt. Dort sucht er nicht nur Seelenfrieden sondern auch Antworten auf viele Fragen, die seine Existenz quälen.
Wie in Sukegawas vorherigem Roman ist der Hauptcharakter von „Die Insel der Freundschaft“ ein mit seinem Leben unzufriedener Mann, der keinen rechten Zugang zu anderen Menschen finden kann, und der im Laufe der Geschichte eine lebensverändernde Erfahrung macht.

Aktuell Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman

In den letzten 2,5 Jahren ist es hier ziemlich ruhig um mich geworden. Zum Glück hat Aba mit Rezensionen die Stellung gehalten und auch das Buchcoverraten durfte natürlich weiterhin nicht fehlen. Manchmal kommt man in seinem Leben an einen Punkt, da ändert sich plötzlich vieles und auf einmal erscheinen die Dinge, die vorher noch wichtig waren, gar nicht mehr so bedeutsam.

Als ich 2015 zufrieden feststellte, dass ich doch ein tolles Leben habe, wurde mir bewusst, dass es da sicher noch mehr gibt. Wollte ich ursprünglich nie Kinder haben, verwarf ich diese Einstellung vom einen Tag auf den anderen und entschied mich um. Im April 2016 sollte dann auch schon unsere Elli das Licht der Welt erblicken und ich musste feststellen, dass so bedeutsame Veränderungen im Leben scheinbar auch Veränderungen im Leseverhalten und Geschmack mit sich bringen. Ich hatte schon in der Schwangerschaft ganz anderes im Kopf, als zu lesen. Ich merkte, die Bücher, die mich früher interessierten, sprachen mich nicht mehr an. Irgendwie entdeckte ich nichts Neues mehr und wusste nicht, wonach ich eigentlich suche. Die kleine „Auszeit“ in Sachen Lesen, Vorschauen wälzen, in Buchhandlungen stöbern und Co. hat mir echt gut getan. Natürlich habe ich auch in der Zeit noch gelesen, aber deutlich weniger als die durchschnittlich 80 Bücher im Jahr, die ich früher geschafft hatte. Ich war viel zu sehr beschäftigt mit meinen Gedanken, Plänen, Neuerungen. Und wenn ich ehrlich bin, hat mir auch gar nichts gefehlt. Denn im Nachhinein ging es früher wirklich mehr darum, möglichst viel zu lesen und dabei blieb der Genuss häufig auf der Strecke. Kein Wunder, dass richtige Lesehighlights ausblieben und ich immer mehr Bücher gelangweilt zur Seite legte.

Als im Oktober 2017 dann für mich die Rückkehr in meinen alten Job bei LovelyBooks.de anstand, kam auch so langsam die Leselust zurück. Doch da mich die Themen von früher nicht mehr wirklich interessierten, sortierte ich hunderte von ungelesenen Büchern aus meinen Regalen aus. Bis auf ein paar gute Sachbücher, die ich zwischen 2015 und 2017 entdecken durfte, hatte mich aus meiner „Lesekomfortzone“ schon lange nichts mehr begeistert. Also raus mit den ganzen (Jugend)Romanen, die die Regale verstopften und irgendwie nicht mehr zu mir passten.

Und wie geht es jetzt weiter?
Ich merke, dass ich mit schlecht schlafendem Kleinkind nur noch sehr begrenzte Lesezeit habe, die ich genießen und mit Büchern verbringen möchte, die mir wirklich etwas geben. Deshalb habe ich dieses Jahr bisher auch erst ein Buch komplett gelesen (Ein Baum wächst in Brooklyn von Betty Smith) und ein paar andere abgebrochen. Aber anders als früher stresst mich das nicht mehr. Denn dieses eine Buch habe ich dafür wirklich genossen und denke auch weiter gern daran zurück. Andererseits breche ich Bücher, die mich nicht überzeugen können, schneller ab, egal wie viele andere davon schwärmen. Ich merke trotzdem, dass es mir noch gar nicht so leicht fällt, die passenden Bücher für meinen scheinbar veränderten Lesegeschmack zu finden. Für sehr literarisches fehlt mir aktuell die Ruhe, bei reiner Unterhaltung jedoch fehlt mir wieder Tiefe und etwas, was ich für mich daraus mitnehmen kann. Wenn ihr Empfehlungen für mich habt, immer gern her damit!

So schaue ich mir mit meiner Tochter, die schon ein echter Bücherwurm ist, also jeden Tag begeistert Unmengen an Bilderbüchern an. Es ist wirklich ganz erstaunlich, was sich die Verlage hier Tolles einfallen lassen. Und wenn sich die Zeit ergibt, darf ich am Abend oder auf dem Weg zur Arbeit auch in einem meiner eigenen Bücher versinken. Da das Thema „Bilderbuch“, von dem ich vorher keine allzu große Ahnung hatte, nun ziemlich an Bedeutung in meinem Leben gewonnen hat, möchte ich zukünftig auch einige unserer Lieblinge hier vorstellen. Hier gibt es nämlich viele Buchfavoriten, wobei die immer mal wieder durchwechseln. Aber auch über das, was ich so lese und welche Bücher mich interessieren (könnten), möchte ich euch hier berichten. Mal sehen, wohin die Reise geht und ob ich bald doch wieder ein bisschen mehr Zeit zum Lesen finde.  Die nächsten Bücher, auf die ich neugierig bin, stehen schon in den Startlöchern bzw. im Bücherregal bereit.

Aktuell

Von Odessa bis Istanbul

Normalerweise entsteht meine Meinung zu einem Buch, während ich es lese. Oft erst, nachdem ich am Ende angelangt bin und es zugeklappt habe.
Selten geschieht es, dass ich eine Geschichte immer besser finde, je länger ich über sie nachdenke. Ich merke es daran, dass ich sie nicht mehr aus dem Kopf bekomme, und dass ich das Bedürfnis habe, darüber zu sprechen.
„Außer sich“ von Sasha Marianna Salzmann habe ich schon vor Tagen gelesen, und mit jedem Tag, der vergeht, wächst meine Begeisterung für diesen Roman und meine Bewunderung für die Autorin, die mit diesem ihrem Debüt ein großes erzählerisches Talent erweist.

Identitätskrise, Suche nach dem wahren Ich, auf den Spuren der eigenen Wurzeln, Suche nach dem Ort, in dem man wirklich zu Hause ist. Viele Bücher über diese Themen habe ich gelesen, darunter auch sehr gute, aber keins so rätselhaft wie dieses.

Aktuell Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman