Kategorie: Liebesroman

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Ein deutsches Herz, ein türkisches Herz

Wer nicht an die Liebe glaubt, wird es spätestens nach dem Lesen von „Die Farben im Spiegel“ tun. Dieses Buch ist der zweite Erwachsenenroman von der deutsch-türkischen Autorin Deniz Selek.

Mit ihrem Roman „Die Frauen vom Meer“ hat mich Deniz Selek sehr berührt. Diese Geschichte, von den Frauen in ihrer Familie inspiriert, zeigt, wie unmissverständlich sie ihren Ursprung als Deutsche und Türkin lebt.
Jetzt mit „Die Farben im Spiegel“ stellt sie uns ein ganz anderes Thema vor. Die Handlungsorte, hauptsächlich Hannover und Istanbul, wie in allen ihren Büchern, zeigen, wie verbunden Deniz Selek sich ihren Heimatorten fühlt.
Mit „Die Farben im Spiegel“ hat sie einen Liebesroman geschrieben. Keinen gewöhnlichen oder durchschnittlichen Liebesroman, sondern einen, der gleichzeitig zeigt, was es bedeutet, zu zwei so unterschiedlichen Kulturen zu gehören. Denn dies gehört zu dieser Liebesgeschichte zwischen Alev und Koray dazu. Sie findet nämlich in zwei Städten, zwei Ländern, zwei Kontinenten statt. Und unglaublicherweise sind diese räumliche Distanz und auch die langen Zeitspannen die, die diese zwei Menschen trennen, aber auch genau das, was sie immer wieder zusammen bringt.

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Kaffee trinken mitten in Rom

Ich bin Teetrinkerin, aber ich bin auch immer ganz offen für einen guten Kaffee, egal, ob echt italienisch oder modern mit allerlei Geschmacksrichtungen. Und so war ich ja auch sehr offen für eine Geschichte mit dem Titel „Der erste Kaffee am Morgen“ von einem italienischen Autor namens Diego Galdino.

Massimo ist ein Barista. Das zu sein ist nicht nur sein Beruf sondern auch seine Leidenschaft. Von morgens bis abends, von Montag bis Montag steht er hinter der Tresse und macht die Bewohner des schnuckeligen Römer Stadtteils Trastevere glücklich. Jeder von ihnen hat seine Macken und Massimo bereitet ihnen ihren ganz persönlichen Kaffee, der perfekt zu ihnen passt.
Bis eines Tages Geneviève auftaucht. Oh oh, eine Pariserin in Rom. Wunderschön, anmutig und mit elektrisierenden grünen Augen. Ab diesem Moment ändert sich vieles in Massimos Leben. Er verliebt sich Hals über Kopf in Geneviève. Und für sie macht er sogar unmögliche Dinge, wie zum Beispiel Tee zuzubereiten, denn die Französin trinkt (terribile!) keinen Kaffee.

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Der Retter in der Not

Geld musste man im viktorianischen England haben. Lang schlafen, Zeit zum Lesen ohne Ende, Tee trinken am Nachmittag, jeden Tag eine neue Kuchensorte, sich für jede Mahlzeit neu ankleiden, aber vor allem nicht arbeiten müssen!
Emily Fox-Seton, die Heldin aus Frances Hodgson Burnetts Roman „Die Liebenden von Palstrey Manor“ hat so ein Glück im Leben nicht. Die verarmte und verwaiste Adelige muss ihren Lebensunterhalt selber bestreiten, bekommt keine Hilfe beim Anziehen, belegt ihre Sandwichs selber und trinkt ihren Tee allein. In einer Zeit und in einer Gesellschaftsschicht, in denen Mütter ihre Töchter verheirateten, um der Familie finanzielle Sicherheit zu garantieren, und junge und gesunde Männer niemals auf die Idee gekommen wären, dass Arbeit die beste Lösung gegen Armut ist, bildet Emily die absolute Ausnahme. Und genau das ist am Ende ihr Glück: Der reiche und steife Witwer Lord Walderhurst findet Gefallen an diese Kämpferin.

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Alles andere als Alltäglich!

Lucy Schröder hat viel zu lernen in Sachen „Umgang mit Menschen“. Sie selber glaubt nicht daran, wird aber von ihrem Therapeuten leider dazu gezwungen, sonst muss sie in die Psychiatrie. Selbstverständlich hat sie dazu keine Lust. Wer würde denn diese Alternative vorziehen? Also überlegt Lucy, wie sie sich am besten selber helfen kann, wenn möglich, mit dem geringsten Aufwand.
Lucy Schröder ist die neue, außergewöhnliche, sogar gewöhnungsbedürftige, aber durch und durch liebenswerte Heldin von Susann Rehleins Roman „Lucy Schröders gesammelte Wahrheiten“.

Lucy würde am liebsten nur zu Hause bleiben und auf ihrem Futon liegend die Decke anstarren. Leider sitzt ihr der Psychologe mit seinem idiotischen Auftrag im Nacken, und so viel Zeit hat sie nicht mehr, um ihm vorzuweisen, dass mit ihr alles in Ordnung ist.
Als Erstes, bevor sie anfängt zu üben, Menschen kennen zu lernen, braucht sie eine neue Hose. Im Kaufhaus Schönstedt findet sie bestimmt eine. Mit dem ersten Schritt Richtung Kaufhaus fängt Lucys größtes Abenteuer an!

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„One Moment In Time“

Wunderbare, regelrecht märchenhafte vierundzwanzig Stunden hat Miss Pettigrew erlebt. Zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt sie am eigenen Leib, was es bedeutet, geschätzt und bewundert zu werden, und das alles in einer glamourösen und traumhaften Umgebung.
Aber jetzt von vorne. Miss Pettigrew ist eine steife, nicht mehr junge, arbeitslose Gouvernante, die durch ein Missverständnis bei der jungen, charmanten, wunderschönen und äußerst liebenswerten Miss LaFosse landet. Das ist der Beginn von Miss Pettigrews größtem Abenteuer!

Diese märchenhafte und leichte (auf keinen Fall seichte) Komödie hat die Engländerin Winifred Watson Ende der 30er Jahre geschrieben und damit einen Hit gelandet, der 80 Jahre später nicht an Aktualität verloren hat. Denn welche Frau möchte nicht, auch wenn nur für einen Tag, ein Star sein.
Meine Sympathien hatten Miss Pettigrew und Miss LaFosse. Miss Pettigrew, weil sie trotz Steifheit bereit war, ihren Tag zu genießen, ganz nach dem Motto „One Moment In Time“, etwas, was den meisten Menschen bestimmt nicht so leicht fallen würde. Meine Favoritin war aber die mondäne Miss LaFosse, die feenhafte und fast kindliche Sängerin mit viel Charisma, die mit ihrer Großzügigkeit und Offenheit punktet.

„Miss Pettigrews großer Tag“ wurde 2008 erfolgreich verfilmt. In den Hauptrollen die Oscar-Gewinnerin Frances McDormand als Miss Pettigrew und die anmutige Amy Adams als Miss LaFosse, die aus meiner Sicht die Rolle perfekt verkörpert.

Ab und zu muss man so eine Geschichte lesen, die Sorgen vergessen lässt und bei der man ein bisschen träumen kann…

Manhattan
Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2009
Preis: EUR 22,90
ISBN: 978-3442546619

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Kleine Pause vom Alltag

Wenn ich ein Buch lese, versuche ich immer, die Handlungen nachzuvollziehen, mir die Schauplätze vorzustellen, mich in die Lage der Romanfiguren zu versetzen und diese zu verstehen. Manchmal gelingt es mir schwer, aber oft kann ich mich sofort mit dem, was ich lese, identifizieren.
Diesmal war es Fiona Blum, die Figuren kreiert hat, bei denen ich manche Gemeinsamkeiten entdeckt habe. Das sind die liebenswerten Menschen, die in einem von Touristen wenig frequentierten Stadtteil Roms wohnen, und die in „Liebe auf drei Pfoten“ ein kleines aber herzliches Abenteuer erleben. Unter diesen Persönlichkeiten ist eine kleine vom Leben gepeinigte dreibeinige Straßenkatze. Indem sie ein paar Schicksale verbindet, spielt sie eine Schlüsselrolle in dieser Geschichte.

Bisher haben mich Romane, in denen Tiere vorkommen, wenig interessiert. Als ich aber erfahren habe, dass hinter Fiona Blum eine von mir bekannte Autorin, Franziska Weidinger, steckt, bin ich neugierig geworden. Franziska Weidingers Bücher sind humorvoll, klug und alles andere als seicht. Also, dachte ich mir, müsste Fiona Blum auch etwas Schönes zu bieten haben.

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Schöne heile Welt

Ah, die 30er Jahre! Wenn man die ganzen bösen Sachen ausblenden, die in dieser Zeit dem Weltfrieden drohten und man sich Partys, Gartenfesten, Cocktailkleidern und mondänen Nachmittagstees widmen konnte, war das Leben eine einzige Freude. Angela Thirkell war eine Meisterin darin, die unbekümmerte Gesellschaft dieser Zeit zu porträtieren. Ihre Bücher gelten in England als moderne Klassiker und werden noch so gerne gelesen wie vor 80 Jahren.
Mit „Der Duft von wilden Erdbeeren“ erscheint im Manhattan Verlag ihr zweites Buch in deutscher Sprache.

Wie in „Tea Time bei Mrs. Morland“ ist in diesem Roman Thirkells Hauptthema die richtige und erfolgreiche Verkuppelung ihrer Romanfiguren. Schöne, junge und gut erzogene Damen sind nur dafür da, um einen guten Ehemann zu ergattern, egal, ob sie es sich selber wünschen oder nicht. Auch genug Helfer sind da, die wissen, was zu tun ist, damit alles reibungslos verläuft.

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51w3LF7EpeLEin bisschen Magie hat noch niemandem geschadet

Warum immer nur über Glück reden, diskutieren oder philosophieren? Muss man immer das Glück suchen, es sich verdienen oder dafür kämpfen? Dorle würde einfach sagen, dass selbst zum Glück zu kommen, auch eine gute Portion Glück gehört.
Dorle ist die außergewöhnliche Heldin aus Susann Rehleins neuestem Roman „Die erstaunliche Wirkung von Glück“.

Was macht Dorle für mich so außergewöhnlich? Dass sie es ist und es nicht weiß. Zurückgezogen lebt sie in ihrem Souterrain und wird von ihren Nachbarn als Concierge ausgenutzt. Das Leben mit allen seinen guten und schlechten Seiten geht an ihr vorbei. Aber auf einmal wird ihre Existenz aufregend, glamourös, sogar ein bisschen mysteriös, und sie entdeckt die ungeahnten Fähigkeiten, die in ihr schlummern.

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91KDVzERpxLDas Katastrophengen

Pipeline Praetorius ist einer der zwei Menschen weltweit, die das Katastrophengen besitzen. Da Pipeline in Stuttgart lebt, wäre der Idealfall, wenn der andere vom Katastrophengen befallene Mensch ein Antipode wäre, das heißt, irgendwo im Südpazifik leben würde. Aber das wäre zu schön, um wahr zu sein. Stattdessen sitzt dieser Mensch Pipeline gegenüber täglich im selben Büro.
Aber zwei Katastrophengene im selben Raum ist nur eins der vielen Probleme, die Pipeline zurzeit beschäftigen…

Für mich war die Erscheinung von „Zur Sache, Schätzle“ eine echte Überraschung, denn Elisabeth Kabatek hatte eigentlich mit „Spätzleblues“ die Trilogie um Pipeline Praetorius abgeschlossen. Sie hatte in Leon die Liebe ihres Lebens gefunden und die beruflichen Perspektiven waren vielversprechend. Aber offensichtlich konnte das nicht alles gewesen sein. Wer ein Katastrophengen in sich trägt und gleichzeitig frisch verliebt ist, sorgt für viel Abenteuer und Erzählstoff, also war die Geschichte längst noch nicht zu Ende.

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91cRDtnXjILBurgi ist wieder da!

Wenn der Sommer kommt, spüre ich das Bedürfnis, etwas Schönes zu erleben und meine Sorgen zu vergessen. Natürlich wäre ein Urlaub das Beste, aber wenn es schnell, unkompliziert und günstig gehen soll, dann nehme ich mir ein Buch, am besten von einer Autorin, die ich schon kenne und von der ich weiß, dass sie schon mal dafür gesorgt hat, dass es mir gut ging: Franziska Weidinger.

Wie habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass Burgi wieder da ist! Burgi, die Metzgerin in einem kleinen Ort in den bayrischen Bergen. Burgi, die als Expertin in Sachen Fleisch Männer mit Leberkäse vergleicht, und die am Ende die große Liebe findet, und zwar als sie es am wenigsten erwartet und in einem Mann, von dem sie nie gedacht hätte, dass er das beste Stück Leberkäse in ganz Bayern ist. Nachdem mich Burgi in „Keine Sau hat mich lieb“, dem ersten Roman Franziska Weidingers, berührt hat, und nachdem ich auch zusammen mit ihr gelacht und von besseren Zeiten geträumt hatte, habe ich mich sehr auf eine neue Geschichte mit ihr gefreut. In „Auch Hühner träumen von der Liebe“ liefert Burgi wieder ein schönes bayrisches Abenteuer… auf einer Alm.

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