Die Worte der weißen Königin von Antonia Michaelis

Klappentext:

Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch im Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem verfallenen Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Und eines Tages als sein Vater längst mehr als nur einen Schritt zu weit gegangen ist, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und einsam, und schließlich fasst Lion einen Entschluss: Er macht sich auf in Richtung Berlin, getrieben von der Sehnsucht nach der weißen Königin, der alten Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt…

In Lions Leben gibt es zwei entscheidende Personen: Den schwarzen König, der vom Körper seines Vaters Besitz ergriffen hat und Lion quält, und die weiße Königin, die als einzige Lion verstehen kann. Mit Hilfe seines geliebten Seeadlers und seiner nicht-ganz-wahren Schwester Olin nimmt er den weiten Weg nach Berlin auf sich, um die Worte der Königin zu finden.

„Die Worte der weißen Königin“ ist sicherlich ein schönes Buch, über einen kleinen Jungen, der über sich selbst hinaus wächst und seinen Platz in der Welt findet. Doch ob dieses Buch eine Hommage an die Macht der Worte ist, da bin ich mir nicht ganz so sicher. Der Schreibstil war toll, keine Frage, aber dennoch finde ich, dass es um einiges besser gehen kann. Wenn der Schwerpunkt nicht auf den Worten gelegen hätte, dann wäre ich bestimmt zufrieden gewesen mit dem Buch, doch unter einer wahren Hommage verstehe ich Bücher wie die Tinten-Trilogie von Cornelia Funke und dergleichen. Da kann „Die Worte der weißen Königin“ einfach nicht mithalten in meinen Augen.

Ich habe das Gefühl, nicht wirklich in die Geschichte hinein gefunden zu haben. Deswegen konnte mich das Buch auch nicht so gänlich packen und mit sich reißen, was ich sehr schade fand.

An sich ist es eine wirklich schöne Geschichte, die glaubwürdig und nachvollziehbar beschrieben worden ist. Auch wenn man sich zuerst gar nicht vorstellen kann, wie ein zehnjähriger Junge allein in der Wildnis überleben soll, verschwinden die Zweifel, nachdem man Lion etwas näher kennengelernt hat.

Zusammenfassend ist „Die Worte der weißen Königin“ ein gutes Buch, das mich leider nicht ganz zufriedenstellen konnte. Dennoch will ich niemanden aufhalten, sich selbst eine Meinung über das Buch zu bilden.

Oetinger Verlag
Gebunden mit Schutzumschlag
272 Seiten
Preis: 14,95€ [D]
ISBN: 978-3-7891-4291-8
Erschienen im August 2011

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