Zirkel von Sara B. Elfgren und Mats Strandberg

Minoo, Anna-Karin, Linnéa, Rebecka, Vanessa und Ida. Sechs Mädchen wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können. Und zudem mehr verfeindet als befreundet! Wie sollte es also möglich sein, dass ausgerechnet sie dazu auserwählt sind, die Welt vor bösen Mächten zu retten? Denn so unglaublich es auch klingt, jede von ihnen hat eine magische Gabe. Doch nur zusammen sind sie stark genug, um ihre Feinde aufzuhalten, die nichts geringeres als den Tod der Mädchen sehen wollen.

Unglücklicherweise ist es eine richtige Herausforderung für die sechs Jugendlichen miteinander aus zu kommen, und die dunklen Mächte lassen natürlich keine Gelegenheit verstreichen, um eine weitere Auserwählte auszulöschen. Bald genug erfahren die sechs, dass es tatsächlich ein skrupelloser Kampf auf Leben und Tod ist!

Bei diesem Buch handelt es sich um den ersten Teil der Engelsfors-Trilogie und es ist wirklich ein sehr spannender Auftakt!

Zugegebenermaßen war es zu Beginn nicht leicht sich all die Namen und Persönlichkeiten zu merken, weshalb die ersten 100 Seiten sich etwas in die Länge gezogen haben. Doch je besser man die Mädchen kennen lernte, desto deutlicher wurde, dass es in dem Buch nicht nur um Magie und Hexerei geht, nein, sondern auch um Liebe, Probleme mit der Familie, Essstörungen, Mobbing, Freundschaft etc. Aufgrund der unterschiedlichen Hauptfiguren mit unterschiedlichen Problemen fällt es sicherlich nicht schwer, sich mit einer Person besonders gut zu identifizieren. Aus diesem Grund konnte ich recht schnell in die Geschichte abtauchen, da mir vor allem Minoo und Rebecka sehr sympathisch waren. Doch kaum war ich in Engelsfors wirklich angekommen und kaum hatte mich die düstere Atmosphäre dieser winzigen, perspektivlosen Stadt eingehüllt, schon kam es Schlag auf Schlag. Denn nun begriff auch ich wie ernst die Lage der Mädchen ist und die Spannungskurve stieg extrem.

Besonders gut gefiel mir ebenfalls der wirklich tolle Schreibstil, der dazu beitrug, dass die Jugendlichen noch authentischer wirkten. Außerdem konnte man das Buch sehr flüssig lesen, sodass die vielen Seiten gar nicht abschreckend wirkten.

Es war sehr spannend zu beobachten wie die Mädchen ihre Fähigkeiten entdeckten und versuchten mit diesen klarzukommen. Vor allem Anna-Karins Gabe hat mich sehr neugierig gemacht. Da stellt man sich nämlich automatisch die Frage: Was hätte ich wohl mit dieser Macht angestellt? Hätte ich vielleicht ebenfalls die Kontrolle über mich verloren?

Irgendwann waren dann plötzlich die 600 Seiten ausgelesen und widerwillig musste ich Engelsfors verlassen, obwohl ich viel viel lieber gewusst hätte wie es mit den Mädchen weitergeht! Der zweite Teil der Trilogie, „Feuer“, soll voraussichtlich im März des nächsten Jahres erscheinen – ich weiß jedoch nicht wie ich die Zeit bis dahin überstehen soll!

Vielen mag „Zirkel“ stellenweise etwas zu langatmig vorkommen, da die Autoren sich mehr auf die Personen und deren Probleme konzentriert haben, als auf die Magie. Doch ich fand das absolut nicht schlimm und denke, dass das normal für den ersten Teil einer Trilogie ist. Jedenfalls besteht sehr viel Potential für den nächsten Band und ich erhoffe mir, dass es dort sogar mehr Spannung und mehr Action geben wird.

Wer Lust auf eine nervenaufreibende Suche teilnehmen und authentische Figuren hat, der liegt mit „Zirkel“ genau richtig. Für Interessierte gibt es übrigens die Seite http://www.zirkel-trilogie.de/ mit einem wirklich tollen Gewinnspiel und vielem mehr!

Dressler Verlag
Gebunden mit Schutzumschlag
Übersetzt von Friederike Buchinger
608 Seiten
Originaltitel: Cirkeln
Originalverlag: Rabén & Sjögren, Stockholm
Preis: 19,95 € [D]
ISBN: 978-3-7915-2854-0
Ab 14 Jahren