Auf Heineken könn wir uns eineken von Kerstin Schweighöfer

Die Kalvinisten rocken!

Kerstin Schweighöfer träumt von einem Leben in Frankreich neben ihrem Traum-Franzosen.
Daraus ist aber keine Realität geworden. Das Schicksal hat es anders gewollt: ein Leben in den Niederlanden neben einem (Traum?-)Niederländer namens Jan Kees.

Kerstin ist nicht nur eine Deutsche, sie kommt sogar aus Bayern! Bekanntlich haben es die Deutschen in den Niederlanden nicht einfach, und eine Bayerin wirkt im Reich der Windmühlen nicht nur exotisch, für sie muss ein Leben in einem flachen Land am Meer fast einer überirdischen Erfahrung gleichen. Diese Bayerin lernt aber im Land der von ihr liebevoll genannten Kalvinisten zu leben und vor allem zu genießen. Ihre persönlichen Erfahrungen teilt sie mit uns, an den Niederlanden interessierten Lesern, in ihrem Buch mit dem originellen (und versöhnlichen) Titel „Auf Heineken könn wir uns eineken“.

Kerstin Schwighöfers Leben bei den Kalvinisten fing 1990 an, als sie sich entschied, zu Jan Kees zu übersiedeln. Ein ständiges Lernen war angesagt. Nicht nur die Sprache war neu, auch Land und Leute, Gewohnheiten und Sitten, mussten erforscht werden. Die unmittelbare Nähe zu Deutschland war für Kerstin absolut keine Garantie für Gemeinsamkeiten, denn sogar im kulinarischen Bereich musste sie von vorne anfangen.

„Auf Heineken könn wir uns eineken“ ist eine Liebeserklärung an die Niederlande und gleichzeitig eine kleine Geschichte dieses Landes in den neunziger Jahren. Alles aus dem besonderen Blickwinkel einer deutschen Frau, deren einziger Grund, die Niederlande als neuen Wohnsitz zu wählen, die Liebe war.

Während Kerstin uns an ihre neuen Erfahrungen, ihre Errungenschaften, Höhen und Tiefen, teilhaben lässt, schildert sie in amüsanter und lockerer Art die Eigenschaften von einem Volk, das viel mehr drauf hat, als man hierzulande vermutet. Auch erzählt sie uns über wichtige Ereignisse, die nicht nur das Leben der Niederländer bestimmt haben, sondern auch ihr eigenes Empfinden für das Volk, mit dem sie ihren Alltag teilt.

Ich habe die Lektüre dieses Buches genossen. Vor allem weil ich die Niederlande gut kenne und vieles, was für die Autorin am Anfang befremdlich wirkte, für mich selbstverständlich war… und, ich muss zugeben, auch, weil ich Neues erfahren habe, und auch weil ich die Liebe empfunden habe, die Kerstin Schweighöfer für die Kalvinisten und ihr Land im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Insgesamt sind die Niederlande ein cooles Land, voll mit coolen Kalvinisten, die ganz gut abschneiden im Ansehen der sympathischen Kerstin Schweighöfer.

Ein schönes Buch, ehrlich, offen und mit Liebe geschrieben.
Oder wie meine Tante es so treffend ausdrücken würde: leuk!

Piper
Taschenbuch
352 Seiten
Erscheinungsdatum: März 2012
Preis: EUR 9,99
ISBN: 978-3492272926

2 Comments

  1. Katrin said:

    Tolle Rezi! Macht wirklich Lust auf das Buch. LG

    14. Juli 2012
    Reply
  2. Aba said:

    Danke! Man merkt, es steckt viel Liebe drin (im Buch… aber auch in der Rezension… hehe).

    14. Juli 2012
    Reply

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