Across the Universe von Beth Revis

Eigentlich bin ich kein Fan von Science Fiction, weshalb ich mir „Across the Universe“ von Beth Revis fast nicht gekauft hätte. Und das wäre wirklich bedauerlich gewesen. Die vielen positiven Stimmen zum Buch haben mich dann neugierig gemacht und so war es doch gekauft, stand aber erstmal eine Weile ungelesen im Regal rum. An dieser Stelle möchte ich jedem empfehlen: macht es nicht so wie ich, sondern lest dieses Buch!

Erstmal angefangen, konnte ich diesen mit leichten Science Fiction Elementen angehauchten Jugendroman, der zugleich durch seine dystopischen Züge begeistert, nicht aus der Hand legen. Es war zu spannend, die Story zu mitreißend und für mich etwas vollkommen neues.

Es geht direkt aufregend los, als Amy miterlebt, wie ihre Eltern eingefroren werden, weil sie zu einer recht kleinen Gruppe von Menschen gehören, die eine 300 Jahre lange Reise zu einem neu entdeckten Planeten antreten wollen / sollen. Bis zur letzten Sekunde kann Amy sich nicht recht entscheiden, ob sie auch mitfliegen soll oder besser nicht. Auf der Erde hat sie einen Freund, ihre Familie – mit Ausnahme der Eltern – und all das, was sie kennt und liebt. Aber sie will nicht ohne ihre Eltern zurück bleiben und tut es ihnen gleich. Trotz der angsteinflößenden Vorstellung fortan für 300 Jahre eingefroren in einem Raumschiff zu liegen und nicht mitzubekommen, was um sie herum passiert.

Im Wechsel erzählt Beth Revis nun aus Amys Sicht und der Sicht von Elder, einem Jungen auf dem Raumschiff Godspeed, auf dem sich im Geheimen auch einige eingefrorene Menschen der Erde befinden, die nötig sein werden, um den neuen Planet besiedeln zu können und hierzu besondere Fähigkeiten mitbringen. Noch ca. 50 Jahre soll das Raumschiff unterwegs sein, einige der jetzigen Besatzung werden auf dem neuen Planet ankommen… und Elder, der in der deutschen Übersetzung „Godspeed – Die Reise beginnt“ Junior heißen soll, wird die Kontrolle über das Schiff und die Menschen darauf übernehmen. Momentan hat diese Position noch Eldest inne. Doch plötzlich passieren viele unerwartete Dinge auf einmal: Amy wird zu früh aufgetaut, andere Eingefrorene ebenfalls, wobei sie teils zum Tode kommen.

Was wird nun aus Amy auf diesem für sie vollkommen fremden Raumschiff, während ihre Eltern weiterhin eingefroren sind und sie noch 50 Jahre der Reise vor sich haben?

Dieses Buch ist einfach nur Spannung und Aufregung in gebündelter Form mit viel Gefühl und einigen Überraschungen. Trauen kann man auf Godspeed nämlich so gut wie niemandem, was diesen Jugendroman mitreißender macht, als die meisten Thriller. „Across the Universe“ hat alles, was ein gutes Jugendbuch braucht und davon richtig viel. Auch liest es sich im Original sehr leicht – wer also sein Englisch ein wenig auffrischen möchte und sich dabei nicht langweilen will, der sollte dieses Buch lesen. Ansonsten kann man aber auch auf die deutsche Ausgabe „Godspeed – Die Reise beginnt“ warten, denn sie erscheint schon im August! Toll finde ich auch, dass sich die Autorin endlich wieder ein neues Thema einfallen lassen hat – vor übersinnlichen Wesen – speziell Gestaltwandlern in jeder erdenklichen Form – kann man im Jugendbuchmarkt ja kaum noch etwas anderes finden. Danke Beth! Nun warte ich sehnlichst auf Band 2.

Ich wünsche allen, die es noch vor sich haben, eine atemberaubende Lesereise!

Ein Interview, das ich mit Beth Revis führen konnte, findet ihr hier: Interview mit Beth Revis bei LovelyBooks

3 Comments

  1. readeralex said:

    Hi Dani,
    mir hat dieses Buch auch sehr gut gefallen, wobei mich fast das in meinen Augen etwas kitschige Cover und der Klappentext vom Kauf abgehalten hätten. Glücklicherweise gibt es Bücherblogs, in denen man sich mehr Informationen holen kann :-).
    Der zweite Band (im Moment nur auf Englisch erhältlich) geht mindestens genauso spannend weiter, so dass ich jetzt gespannt auf den dritten und damit letzten Band der Serie warte.
    LG readeralex

    5. April 2012
    Reply
    • Dani said:

      Hi,
      ich muss dir da Recht geben. Das Cover spricht wohl wirklich eher ein weibliches Publikum an, obwohl das schade ist, denn es ist absolut kein typisches Frauen-/Mädchenbuch. Auf den 2. Band bin ich schon sehr gespannt. Er steht hier schon im Regal und wartet nur noch darauf gelesen zu werden.
      LG Dani

      10. April 2012
      Reply

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