Dark Angels‘ Summer – Das Versprechen von Kristy Spencer und Tabita Lee Spencer

Für ganze 33 Tage im Jahr sind die Schwestern Indie und Dawna gleich alt. Und in diesen 33 Tagen gerät immer wieder aufs Neue die ganze Welt aus den Fugen. Es geschehen verrückte, äußerst merkwürdige und auch gefährliche Dinge. Wie zum Beispiel der tragische Tod von Granny vor einem Jahr.

Diesen Sommer, als beide Schwestern 17 sind, kehren sie mit ihrer Mutter zurück zur Farm ihrer Großmutter, das erste Mal seit deren Tod. Obwohl Indie und Dawna mit diesem Ort die schönste Zeit ihres Lebens verbinden, ist alles anders. Zum einen ist der neue Freund ihrer etwas verschrobenen Mutter mit dabei – dieser hält sich im Übrigen für einen Engel. Auch die Mutter der beiden ist auf diesem Engels-Trip und hat ein sogenanntes Seminar organisiert. Nun tauchen weitere verschrobene Menschen auf, die wohl gemeinsam Kontakt zu ihren Schutzengeln aufbauen wollen.

Während Dawna versucht verständnisvoll und tolerant zu sein, kann Indie kaum glauben wie verrückt diese Menschen sich verhalten. Doch gleichzeitig passieren merkwürdige Dinge in der gesamten Stadt und furchterregende Riesenraben greifen die Bewohner an. Als dann auch noch ein Teilnehmer des Seminars spurlos verschwindet, fangen die Schwestern an Nachforschungen anzustellen. Was geschah damals wirklich mit ihrer Großmutter? Und wer ist dieser unwiderstehliche Gabe, der Indie immer wieder aufsucht? Wie kann man diese Raben aufhalten?

Dawna und Indie sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während die gutmütige Dawna der Liebling der Mutter ist, ist Indie das zynische schwarze Schaf der kleinen Familie. Und ich muss sagen, dass ich mit Indie mehr sympathisierte, weil sie direkt aussprach was sie dachte. Das soll aber nicht heißen, dass Dawna absolut unausstehlich war! Im Gegenteil, sie ist ebenfalls sympathisch, doch für meinen Geschmack zu ernst. So oder so wird man die beiden Schwestern mögen, vor allem weil sie so gut zusammenhalten.

Als die beiden mit ihren Nachforschungen begannen stieg die Spannung merklich, da die Geschichte sich bis dahin etwas hingezogen hatte. Auch das Auftauchen von Gabe trug zum Spannungsaufbau bei. Da die Geschichte zudem abwechselnd aus der Sicht von den beiden Schwestern erzählt wurde, lernte man beide sehr gut kennen und hatte immer verschiedene Sichtweisen auf die Geschehnisse.

Ganz besonders die Familiengeschichte, die mehr und mehr aufgedeckt wurde, faszinierte mich. Bei Dark Angels‘ Summer handelt es sich um den Auftakt einer Saga, die insgesamt vier Bücher umfassen wird. Und leider hat man diesem Band auch angesehen, dass er eine Einleitung ist. Ich habe mich die meiste Zeit so gefühlt, als würde ich nur einen Bruchteil von allem mitgeteilt bekommen. Ich wusste, dass hinter den Geschehnissen mehr steckte und dass noch vieles unausgesprochen war. Es fehlte immer ein Tick, immer dieser kleine Fünkchen, um mich vollends mitzureißen.

So weiß ich nicht, ob ich die Fortsetzung lesen würde oder nicht, denn ich bin mir immer noch nicht sicher, was ich denn von dem ersten Teil halte. Einerseits war das Buch faszinierend, doch andererseits auch langatmig. Der Schreibstil war ebenfalls nicht ganz mein Fall, da ich ihn für zu abgehackt empfand. Doch könnte der nächste Band handlungsreicher sein und man könnte auch mehr über Gabe und die anderen Mysterien erfahren…

Ich bin also ziemlich unentschlossen, was dieses Buch anbelangt. Fans von Engelsgeschichten kann ich das Buch wirklich wärmstens weiterempfehlen und allen anderen kann ich raten, sich eine eigene Meinung zu bilden. Ich würde dem Buch gutgemeinte 3 von 5 Sternen geben.

Arena Verlag
Gebunden mit Schutzumschlag
475 Seiten
Preis: 18,99€ [D]
ISBN: 978-3-401-06784-1
Ab 12 Jahren

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