Elixir von Hilary Duff

Clea ist die Tochter sehr berühmter Eltern und ist praktisch im Rampenlicht aufgewachsen. Außerdem hat sie ihr Talent fürs Fotografieren schon sehr früh zu ihrem Beruf gemacht und so bereist sie die ganze Welt, um ihrer Leidenschaft nachgehen zu können.

Seit dem mysteriösen Verschwinden ihres Vaters hat sich jedoch ein dunkler Schatten über ihr Leben gelegt. Außerdem bemerkt sie zum ersten Mal, dass sich auf all ihren Fotos ein mysteriöser Mann versteckt hält. Eben diesem jungen Mann begegnet Clea nun Nacht für Nacht in ihren Träumen – doch nicht als sie selbst, sondern als verschiedene Frauen, die alle in unterschiedlichen Epochen gelebt haben und einen frühzeitigen Tod fanden.

Was hat es damit auf sich? Und wie hängt das alles mit dem Verschwinden ihres Vaters zusammen? Wer ist dieser geheimnisvolle Mann, Sage, zu dem Clea eine eigenartige Verbundenheit entwickelt?

Wenig später befindet sie sich auf einer Jagd, zusammen mit diesem anziehenden Fremden, und ihr Ziel ist nichts geringeres als ein Elixir der ewigen Jugend, welches sie vermutlich zu ihrem Vater führen wird…

Ich muss gestehen, dass ich zunächst sehr viel Energie darauf verwendet habe um nicht ständig Hilary Duffs Gesicht vor Augen zu haben, wenn ich mir Clea vorstellte. Es war zwar schwierig, da ich wohl schon ein dutzend Filme mit Frau Duff in der Hauptrolle gesehen habe, doch letzten Endes schaffte ich es, das Buch abgesondert von der berühmten Autorin zu betrachten. Man merkt dem Buch nicht sofort an, dass es ein Erstlingswerk ist und es scheint so, dass Duff nun auch das Schreiben zu einem ihrer unzähligen Talente zählen kann (oder, dass sie viel Hilfe beim Schreiben hatte). Die Geschichte und der Plot gefielen mir ganz gut und auch Clea ist eine gute Protagonistin. Wenn man ein typisches It-Girl erwartet, liegt man schwer daneben, denn Clea ist ein bodenständiger und strebsamer Mensch. Sie liebt Freunde und Familie über alles und bis auf den Promifaktor ist sie ein ganz gewöhnliches Mädchen.

Hilary Duff hat mit Wiedergeburt und Seelenverwandtschaft ein Thema gefunden, das nicht ganz so typisch für den momentanen Hype ist. Die Handlung von Elixir ist größtenteils sehr originell und spannend und das Buch hätte mir noch besser gefallen, hätte es da nicht diese Liebesgeschichte zwischen Clea und Sage gegeben. Ich hätte gerne viel, viel mehr über Sage erfahren. Irgendwie blieb die Beziehung zwischen den beiden oberflächlich, denn immer ging es um ihre Ichs aus der Vergangenheit und nur ganz selten um das Hier und Jetzt! Und gerade als es tiefgründer wurde und ich mich so langsam in die Situation der Figuren hineinversetzen konnte, endete das Buch mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger.

Zusammengefasst ist Elixir ganz in Ordnung. Der Schreibstil ist zwar nicht wirklich ausgereift, aber ich hatte sehr angenehme und unterhaltsame Lesestunden. Vor allem die Aufmachung des Buches finde ich sehr gelungen und ich gebe dem Buch gutgemeinte drei von fünf Sternen.

cbt Verlag
Übersetzt von Eva Müller-Hierteis
Gebunden mit Schutzumschlag
320 Seiten
Originaltitel: Elixir
Originalverlag: Simon&Schuster
Preis: 14,99 € [D]
ISBN:978-3570161418
Ab 13 Jahren

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