Starters von Lissa Price

Starters„Starters“ ist die wohl beste Dystopie für Jugendliche, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es hat keine 5 Seiten gedauert und das Buch hatte mich bereits richtig gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. Bei Lissa Price gibt es nach meinem Empfinden keinen gewöhnlichen Spannungsbogen, sondern die Spannung bleibt stetig auf dem Maximum. Hinzu kommt, dass ich die Buchidee total spannend und innovativ finde. Das Buch hat mich zudem an Filme wie „In Time“ und „Inception“ erinnert, bei denen man vor Aufregung und außergewöhnlichen Momenten ebenfalls kaum zu Atem kommt. Verfilmt könnte ich mir das Buch richtig toll vorstellen.

Die Welt, in die der Leser in „Starters“ versetzt wird, ist nicht so, wie wir sie heute kennen. Eine gefährliche Sporenart hat dafür gesorgt, dass alle Menschen mittleren Alters gestorben sind. Nur Jugendliche (Starters) und sehr alte Menschen (Enders) haben überlebt, weil sie zuerst mit einem Impfstoff versorgt wurden. Alle Jugendlichen, die nun teilweise sowohl Eltern als auch Großeltern verloren haben, werden in Heimen untergebracht oder schlagen sich allein durch die Straßen und leben dort mit geringsten Mitteln. So ergeht es auch der 16-jährigen Callie und ihrem kleinen Bruder. Da ihr Bruder krank ist und medizinische Versorgung benötigt, die sie sich nicht leisten können, bleibt Callie nur noch eine Möglichkeit: die Body Bank! Dort können Starters ihren Körper für bestimmte Zeiträume und gegen Geld an Enders verleihen. Hinter dieser Idee, die so unfassbar klingt, verbirgt sich jedoch noch viel mehr und für Callie wird es ziemlich gefährlich…

Diese Zukunftsvision von Lissa Price ist beeindruckend und führt dem Leser vor Augen, wie schnell sich unsere Leben und die gesellschaftlichen Strukturen darin ändern können. Verschiedenste Seuchen und Krankheiten gab es in den letzten Jahren zu genüge. Glücklicherweise ging alles noch mehr oder weniger glimpflich auf – es wurden nicht, wie im Buch, ganze Generationen ausgelöscht. Und doch erscheint „Starters“ keinesfalls unglaubwürdig, vielmehr ist es erschreckend realistisch – könnte so unsere Zukunft doch vielleicht auch aussehen.

Erstaunt und entsetzt hat mich zudem, dass die Enders in diesem Buch ihre Macht extrem ausnutzen und dabei oftmals den Blick für das wirklich Wichtige im Leben zu verlieren scheinen. Wenn Erwachsene plötzlich Jugendliche ausnutzen und in einer schlimmen Lage nicht mal für sie sorgen, dann muss eine Gesellschaft schon sehr kaputt sein.

Ich bin wirklich neugierig auf den 2. und damit abschließenden Band dieser Reihe. Er wird im März 2013 mit dem Titel „Enders“ erscheinen und das Ende von Band 1 hat bewirkt, dass ich es kaum erwarten kann. Schon jetzt ist eins ganz sicher: es wird rasant weitergehen… !

Die Wartezeit werde ich nun mit den 2 zusätzlichen Kurzgeschichten „Porträt eines Starters“ und „Enders – Porträt eines Marshals“ ein wenig überbrücken.

Piper ivi
Hardcover mit Schutzumschlag
Erscheinungsdatum: 12.03.2012
400 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 3492702638

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