Tödliche Oliven von Tom Hillenbrand

Tödliche OlivenEin guter alter Freund

Um die Olivenöle in meiner Küche „mit allen Sinnen“ zu verkosten, habe ich meine Lektüre von „Tödliche Oliven“, dem vierten Fall um den luxemburgischen Koch Xavier Kieffer, unterbrochen. So neugierig war ich zu erfahren, ob meine Öle so schmecken, wie sie schmecken müssen: pfeffrig, fruchtig, bitter.

Natürlich habe ich immer gewusst, dass Olivenöl nicht gleich Olivenöl ist, aber dass Xavier darüber so wenig wusste wie ich, hat mich begeistert!
Aber nicht nur das hat mich begeistert, auch der spannende Fall, in den Tom Hillenbrand Xavier noch einmal verwickelt hat. Diesmal muss der in Sachen Olivenöl unerfahrene Koch – er ist ja in erster Linie ein Experte in der regionalen Küche seines Landes – mehr in diesem Gebiet lernen, als es ihm lieb ist.

Xavier hat mich nicht enttäuscht. Ich gebe zu, dass es größtenteils daran liegt, dass ich ein Fan von ihm bin. Aber selbstverständlich trugen Hillenbrands Schreibstil, charakterstarke Nebenfiguren und die spannende Handlung auch dazu bei, dass ich dieses Buch mit Freude gelesen habe und mit dem Lesen kaum aufhören konnte, außer um meine Olivenöle zu testen.
Gut hat es mir gefallen, dass man in diesem neuen Buch alte Bekannte wieder trifft. Wer die vorherigen Fälle kennt, bekommt beim Lesen von „Tödliche Oliven“ das schöne Gefühl, Teil davon zu sein, vor allem wirkt Xavier wie ein guter Freund, von dem man schon fast alles weiß, man kennt seine Gewohnheiten und Routinen, man kann seine Reaktionen in bestimmten Situationen sehr gut einschätzen, und trotzdem kann man nicht vorhersehen, wohin die Handlung führt.

Lebensmittelskandale wünscht sich keiner… aber ganz ohne wäre es ganz schön langweilig, denn so würde sich Xavier als Ermittler zur Ruhe setzen müssen. Und das ist etwas, was ich mir auf gar keinen Fall wünsche!

KiWi-Taschenbuch
Taschenbuch
320 Seiten
Erscheinungsdatum: 6. November 2014
EUR: 9,99
ISBN: 978-3462046953

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