Niemand weiß, wie spät es ist von René Freund

Charmante Verwechslungskomödie

Wer Überraschungen liebt, sollte „Niemand weiß, wie spät es ist“ von René Freund lesen.

Zwei sehr unterschiedliche Menschen, eine frustrierte Arbeitslose und ein steifer Jurist, bekommen einen ungewöhnlichen Auftrag: Sie müssen gemeinsam in den Alpen wandern, das Ziel kennen sie nicht, der Inhalt ihres Gepäcks ist alles andere als alltäglich.

Was als scheinbar voraussagbare Geschichte anfängt, entpuppt sich als charmante Verwechslungskomödie mit einer unerwarteten Wendung und äußerst liebenswerten und sympathischen Protagonisten. Die disziplin- und planlose Nora bildet zusammen mit dem durch und durch organisierten und zwanghaften Veganer Bernhard ein perfektes „Anti-Traumpaar“.
Ich habe mich beim Lesen sehr gut unterhalten gefühlt. Nora und Bernhard habe ich in mein Herz geschlossen. Besonders Bernhard mit seiner Hilfslosigkeit, seiner Steifheit und seinem Perfektionismus war der perfekte Kontrast zu der Kettenraucherin Nora, die schnell die Geduld verliert, sogar beim bloßen Anblick von Bernhards Person.
Auch wenn die Wanderung, die die beiden Figuren näher gebracht hat, der Kern dieser Geschichte ist, fand ich die Gründe, die Nora und Bernhard letztendlich dazu gebracht haben, nicht ganz überzeugend. Trotzdem war die ganze Geschichte zugegebenermaßen sehr originell und erheiternd.

„Liebe unter Fischen“, vom selben Autor, hat mir deutlich besser gefallen, aber auch diesmal habe ich es absolut nicht bereut, „Niemand weiß, wie spät es ist“ gelesen zu haben und ich werde sicherlich René Freunds nächsten Roman lesen. Denn für eine Überraschung ist er immer gut!

Deuticke Verlag
Gebundene Ausgabe
272 Seiten
Erscheinungsdatum: 25. Juli 2016
Preis: EUR 20,00
ISBN: 978-3552063266

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