Neu & gelesen im Januar / Februar 2018


Insgesamt dreizehn neue Bücher durften sich im Januar und Februar 2018 ein gemütliches Plätzchen in unseren Bücherregalen sichern. Für mich ist das, wenn ich es mit früher vergleiche, gar nicht mal sehr viel. Denn ich möchte mich nur noch mit Büchern umgeben, die mich auch zu 100% interessieren. Früher durften deshalb oft weitaus mehr Bücher mit. Heute kaufe ich gezielter oder nehme nur die Bücher aus dem Büro mit, die perfekt passen.

Gelesen habe ich in den ersten beiden Monaten des Jahres bisher nur 3 Bücher, dafür haben mir alle 3 aber gut bis sehr gut gefallen. Und alle 3 hatte ich erst in diesem Jahr neu bekommen. „Ein Baum wächst in Brooklyn“ von Betty Smith, „Papa ruft an“ von Bastian Bielendorfer und „Stille“ von Erling Kagge sind dabei drei völlig unterschiedliche Bücher, doch sie passten zum jeweiligen Zeitpunkt wunderbar für mich und ich habe sie sehr gern gelesen.

„Ein Baum wächst in Brooklyn“ ist ein grandioser Roman, ein Klassiker, der besonders durch seine Figuren lebt. Es gibt nichts schlimmeres, als Bücher, deren Figuren langweilig oder unscheinbar sind. Bei Betty Smith darf man sich über das komplette Gegenteil freuen. Das Herzstück dieses Buches sind seine Figuren, deren Leben ich vor der Kulisse des Brooklyns zu Beginn des 20. Jahrhunderts begleiten durfte. Und Francie und ihre Familie haben mich nicht mehr losgelassen. Das Buch brauchte dabei nicht viel Handlung, um mich komplett für sich einzunehmen. Die Autorin beschreibt alles so wahrhaft und anschaulich, dass man sich fast schon als Teil der Familie Nolan fühlt. Unbedingt lesen!

Mit Bastian Bielendorfers Buch „Papa ruft an“ hatte ich mir das perfekte Buch für die U-Bahn und den täglichen Weg zur Arbeit rausgepickt. Bielendorfers Eltern sind immer wieder für eine Überraschung gut und als Lehrerkind – wobei meine Eltern definitiv nicht so verrückt sind wie Bastians – macht es einfach nur gute Laune und lädt zum Schmunzeln ein. Manche Situation ist auch so abstrus, dass man sich immer wieder fragt, ob das wohl wirklich so passiert sein kann. Egal, ob alles real oder teils doch nur erfunden – ich hatte meinen Spaß und die anderen Fahrgäste in der U-Bahn, dank plötzlicher Lacher meinerseits, auch.

Zum Ende des Monats Februar wurde es in Sachen Bücher dann wieder ruhiger und ich suchte mir „Stille“ von Erling Kagge aus. Das Buch hat total meinen Nerv getroffen, denn wann hat man als arbeitende Mama eines Kleinkindes, das zudem noch schlecht schläft, eigentlich mal wirklich „Stille“? Der norwegische Autor hat einen sehr persönlichen und hilfreichen Wegweiser in 33 Punkten geschrieben, auf welche Weise man Stille erfahren kann, warum diese eigentlich erstrebenswert ist und wie wir Stille auch in unseren häufig sehr lauten Alltag integrieren können. Mich hat allein dieses Buch zu lesen schon ein wenig ruhiger gestimmt und entspannt. Und ich denke, den ein oder anderen Tipp konnte ich für mich mitnehmen. Etwas Stille und manchmal auch etwas mehr tut sicher den meisten von uns sehr gut.

Ich finde, die nächsten Monate kann es so weitergehen. 3 Bücher in 2 Monaten sind zwar wenig, dafür haben sich alle 3 Bücher gelohnt und nicht meine kostbare Lesezeit verschwendet. Ich freue mich auf weitere Entdeckungen und hoffentlich das ein oder andere wahre Highlight in den kommenden Monaten.

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