Kategorie: Gegenwartsliteratur

Frauen mit kurzen Haaren

Haben Sie Langeweile? Ist heute vielleicht Sonntag? Fühlen Sie sich einsam und vielleicht sogar ein bisschen deprimiert? Dann lesen Sie! Aber am Besten etwas, was die grauen Wolken im Kopf (und eventuell die im Herzen vorhandenen) weiter ziehen lässt. Zum Beispiel ein Märchen.

Heute hatte ich so einen Tag: einen grauen Sonntag, in jeder Hinsicht. Die aktuelle Lektüre wollte nicht das sein, was ich erwartet hatte. Mein Blick fiel zufällig auf das nächste Buch auf dem Stapel: klein, nicht so dick, sehr schönes einladendes Cover, das eine Handlung in Frankreich vermuten lässt. Patrice Leconte der Autor, und der Titel „Heute wegen Glück geschlossen“

200 Seiten waren schnell gelesen und meine Laune hat sich mit jeder gelesenen Seite um Thomas und seine Geschichte gebessert.

Bei Thomas, bald 30, meldet sich die „Bio-Uhr“. Er möchte endlich Fuß fassen, heiraten und seiner Mutter ein Enkelkind schenken.

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„Eine Woche vergeht schnell. Aber mehr ist auch nicht nötig, um ein Leben zu ändern“

Kennen Sie noch die kleinen Außerirdischen aus der kleinen US-Stadt Roswell? Nein? Aber an E.T. können Sie sich bestimmt erinnern…
Alex meint, Gérard sieht aus wie E.T., aber der Name „Roswell“ passt besser zu ihm, also nennt sie ihn einfach Roswell. Roswell ist erwachsen, aber hilflos wie ein Baby, denn er ist schwer behindert. Langsam erobert er das Herz der Einzelgängerin Alex: mit seiner kindlichen Naivität, seiner ehrlichen Begeisterung für die einfachsten Dinge im Leben und mit seinen Gedichten.

Und da sind auch Cédric und Olivier (der „Zackenbarsch“), die ganz unzufrieden mit ihren Leben sind. Zwei Freunde, die am Liebsten gemeinsam rumgammeln, um alle Verantwortungen aus dem Weg zu gehen.

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Happy End mit Hindernissen

Stines Leben ist alles andere als einfach. Ohne Mutter bei dem liebevollen aber proletenhaften Vater und bei der alkoholischen Stiefmutter aufgewachsen, versucht sie, ihren eigenen Weg zu gehen. Leider hat sie wenig Ahnung davon, was sie selbst im Leben möchte, und so wird diese Suche nach dem eigenen Weg eine Suche zu ihr selbst.

„Das Schwein unter den Fischen“ ist Jasmin Ramadans zweiter Roman. Wie in ihrem ersten Erfolgsroman „Soul Kitchen“ beschreibt sie den Werdegang eines jungen Menschen, der innerhalb seiner eigenen Familie wenig Halt findet, eines Menschen, der einsam ist und ein Außenseiter.

Stine möchte aber kein Außenseiter sein und sie sehnt sich nach Normalität. Da sie nicht weiß, was „Normalität“ ist, weil sie diese Erfahrung bei ihrer Familie nie gemacht hat, gerät sie immer wieder in skurrile Situationen und landet in der Gesellschaft kurioser Persönlichkeiten.

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Es gibt nur ganz wenige Bücher, die ich auch Jahre nach dem Lesen immer wieder und wieder empfehle. Ein solches Buch, mit dem es mir in Zukunft sicher so gehen wird, möchte ich euch heute vorstellen: „The Fault in our Stars“ von John Green.

John Green ist ein extrem beliebter US-amerikanischer Autor. Mit seinen Jugendromanen begeistert er weltweit jugendliche aber auch erwachsene Leser. Er hat eine Gabe, seine Leser zu berühren und förmlich in seine Bücher hinein zu ziehen. „The Fault in our Stars“ beispielsweise hat mich von der ersten Seite an komplett gepackt. Kein langwieriger Einsteig, keine Probleme sich mit den Figuren zu identifizieren, viele Emotionen, Spannung und Humor – all das bietet dieses Buch von der ersten Seite an. Es ist so bezaubernd und hat mich sowohl zum Lachen als auch zum Weinen gebracht. Solche Bücher gibt es selten, ihr solltet es euch auf keinen Fall entgehen lassen. Wirklich!

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In der Regel haben Buchtitel eher eine geringe bis gar keine Auswirkung darauf, ob ich ein Buch kaufe oder nicht. Der Inhalt muss gut klingen, der Schreibstil muss mir beim Anlesen gefallen und gegen ein hübsches Cover habe ich auch nichts einzuwenden. Nur Buchtitel sind mir bisher eher nicht und wenn doch, dann nach dem Lesen aufgefallen. Häufig stellt sich nach dem Lesen ja heraus, dass der Titel gar nicht zum Inhalt passt.

Ganz anders ist es bei „Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen“. Der wirklich großartige Buchtitel kam mir immer wieder in den Kopf und schnell war klar: dieses Buch musste ich lesen. Beim Lesen stellt man sehr schnell fest, dass er den Kern des Buches zu 100 Prozent trifft.

Dieser Roman über ein Mädchen, das im Essen schmeckt, was derjenige, der es zubereitet hat bei der Zubereitung gefühlt hat, ist wirklich zauberhaft. Schon allein die Idee zur Geschichte hat mich total begeistert. Man muss sich das nur mal vorstellen, wie interessant und zugleich unheimlich es wäre, zu wissen, was die Mutter, die Freundin oder der Koch im Restaurant beim Zubereiten des Essens gefühlt haben. Häufig kommen dabei nämlich Dinge zum Vorschein, die man lieber doch nicht gewusst hätte. So geht es auch Rose im Buch.

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Drei gegen die Welt

Was kann drei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, so vereinen, dass sie sogar bereit sind, vieles zu riskieren und sich möglichen Gefahren auszusetzen? Was könnte so wichtig sein, das von diesen drei Frauen geheim gehalten werden muss?

Für Skeeter, Aibileen und Minny heißt die Antwort auf diese Frage: ein Buchprojekt.

Sie leben in Jackson, Mississippi, US-Südstaat, in den bewegten 60er Jahren. Charakteristisch für diese Zeit in Mississippi: die so genannte Rassentrennung.

Skeeter (bürgerlicher Name: Eugenia) ist eine „weiße“ junge Frau mit abgeschlossenem Universitätsstudium, die, wieder zurück in ihrem Elternhaus, einen Traum hat: Schriftstellerin werden.

Aibileen und Minny sind „farbige“ Dienstmädchen. Aibileen ganz brav und konsequent, Minny sehr temperamentvoll und ungezügelt, Charakterzüge, die der Grund dafür sind, dass sie immer wieder ihre Arbeit verliert.

Skeeter, Aibileen und Minny haben etwas gemeinsam: Sie sind unzufrieden mit ihrem Leben in dieser Art von Gesellschaft im Süden der USA.

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„Ein dritter Weg des Zusammenseins“

Giacomo und Michela spielen ein Spiel, dessen Zweck es ist, bessere Menschen zu werden.

Um dieses Spiel zu spielen ist Giacomo über dem Atlantik bis nach New York geflogen, zu Michela, einer Frau, die er nur vom Sehen bei seinen täglichen Fahrten mit der Straßenbahn kennt und mit der er bisher nur ein paar Worte gewechselt hat.

Was hat diese Frau, die ihn so anzieht, und was will sie von ihm? Was ist das für ein Spiel? Und warum spielen sie eigentlich?

Noch ein Tag und eine Nacht, so viel Zeit muss sein, um es herauszufinden.

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Eine Affäre… ist auch keine Lösung…

Kann man seine Gefühle zu einem Menschen und deren Wirkungen in der Seele besser verstehen, wenn man den Versuch unternimmt, diese rückblickend zu analysieren?
Und wenn zu dieser Analyse gewisse Fakten und Ereignisse gehören, die man nicht von Anfang an kannte, aber die einen beträchtlichen Einfluss auf diese Gefühle, auf die Beziehung insgesamt, ausüben?
Was passiert, wenn man sich gleichermaßen als Verursacher und Opfer des Elends in seinem eigenen Leben wieder entdeckt?
Ist es zu spät, um alles zu ändern, ist es zu spät, um neu anzufangen? Will man, muss man Einsamkeit und Enttäuschung hinnehmen, ertragen, erdulden und einfach weiterleben und alle Entscheidungen vertagen und hoffen, dass aus Lügen Wahrheiten werden, dass Verzweiflung sich in Gewissheit verwandelt, dass Schmerz eine heilende Wirkung erzeugt?

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Bonnie & Clyde

Lucy Hull arbeitet in der Kinderabteilung einer Bibliothek einer kleinen US-amerikanischen Stadt Namens Hannibal.

Obwohl sie mehr oder weniger gut über die Runden kommt, und das, was sie hat, scheint, ihr zu genügen, sitzt in ihr eine unerklärliche Frustration.

Zuflucht findet sie in ihrer Arbeit mit Kindern und mit Büchern. Den jungen Besuchern der Bibliothek bietet sie ein abwechslungsreiches Programm.
Einer dieser Besucher ist Ian, ein 10-jähriger Junge, für den das Bücherlesen die einzig wichtige Beschäftigung zu sein scheint.
Ian ist anders als die meisten Kinder in seinem Alter und leider machen ihm seine Eltern, vor allem die extrem dominante Mutter, das Leben nicht gerade einfach, denn alles, was er liest, wird rigoros von der Mutter kontrolliert.

Eines Tages verschwindet Ian… und mit ihm Lucy.
Sie „flüchten“ in Lucys kleinem Auto…

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Ab und zu entdeckt man sie, diese Bücher, die einen beim Lesen verzaubern, die gar nicht mal großartig spannend und aufregend sein müssen, sondern durch eine wunderschöne Sprache und liebenswerte Hauptfiguren überzeugen. Das soll jetzt aber nicht heißen, das dieses Buch langweilig war, nein, das war es überhaupt nicht. Ein solches Buch ist für mich auf jeden Fall „Das als ist mein Leben“ von Stephen Chbosky, das eine Neuauflage des vor über 10 Jahren erschienenen Romans „Vielleicht wieder morgen“ ist. Ich bin sehr froh, dass dieses Buch – mit neuem Titel und in neuer Aufmachung – nun einmal mehr an die Leser gebracht wird, ich bin wirklich hin und weg davon und kann es nur jedem ans Herz legen, der sich gern von Büchern berühren lässt.

Charlie ist 16 Jahre alt und zu einer meiner liebsten Buchfiguren geworden. Man hat immer das Gefühl, dass er ein bisschen ehrlicher und höflicher als die meisten ist, ohne dabei aufgesetzt zu wirken oder künstlich. Nein, Charlie ist so wie er ist und ich finde ihn ganz fantastisch. Er liebt Bücher, seine besten Freunde, liebt es über die Geschehnisse in der Welt nachzudenken und liefert dem Leser genau dadurch einen ganz besonderen, für viele sicher neuen Blickwinkel aufs Leben. Trotz aller Niederlangen, Ängste und Sorgen sieht er doch das Gute und strahlt eine unbändige Hoffnung aus. Und egal, was auch geschehen mag, irgendwie wird doch wieder alles gut, wenn man es nur versucht und fest daran glaubt. Charlie ist stark!

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