Kategorie: Liebesroman

la-felicidad-es-un-te-contigo_9788467021240Ein Buch, das glücklich macht!

Um glücklich zu sein, braucht man wirklich nicht viel. Ein Stück Schokolade, der überraschende Anruf eines lieben Menschen, von dem man lange nichts gehört hat, einen Tag, der sonnig wird, obwohl der Wetterbericht es anders vorhergesagt hat, oder ein schönes Buch. Ich habe so ein Buch entdeckt, die spanische Autorin Mamen Sánchez hat es geschrieben und es heißt „La felicidad es un té contigo“, unter dem deutschen Titel „Die schönste Art, sein Herz zu verlieren“ erschienen.
Es ist klar, dass, wenn man das Glück in Buchform in den Händen hält, man möchte, dass einen dieses Gefühl nicht so schnell verlässt. Also muss man lesen und lesen, während man hofft, dass man am Ende des Buches nie ankommt.

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atb_Pitch_Picasso_Isa.inddFür Fans der Belle Époque

Pablo Picasso ist einer der größten und berühmtesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Wer zu seinem Freundeskreis gehörte, erhöhte dadurch automatisch seinen Bekanntheitsgrad, und seine Ehefrauen und Geliebten kennt jeder, der sich halbwegs für sein Leben interessiert. Aber offensichtlich gab es Kapitel in Picassos Leben, die, trotz großer Bedeutung für ihn, es nicht in jeder Einzelheit bis in die Öffentlichkeit geschafft haben.

1915, nach dem Tod seiner Geliebten Eva Gouel, einer Frau, von der man kaum etwas weiß, schrieb Picasso an Gertrude Stein, seine Freundin und Vertraute: „mein Leben ist die Hölle“. Wer war Eva Gouel, diese Frau, für die Picasso so tiefe Gefühle empfunden hat?

Anne Girard hat ein Buch über Eva Gouel geschrieben, eine Frau, die einen besonderen Stellenwert in Picassos Leben erreicht hat.

„Madame Picasso“ ist das Ergebnis ausführlicher Recherchen über Eva Gouel, ihre Beziehung zu Pablo Picasso und über die Epoche, in der sie ihre gemeinsame Zeit erlebt haben.

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Tea Time bei Mrs Morland von Angela ThirkellMrs. Morlands Gedanken

Mrs. Morland als Freundin müsste man haben. Sie ist kultiviert, emanzipiert, intelligent, ehrlich und hilfsbereit. Ein Teenachmittag bei ihr könnte damit enden, dass man weniger Probleme hat, mehr Freunde oder sogar einen neuen Job, und wenn es passt, könnte unter den Gästen die Liebe des Lebens sein, dafür würde Mrs. Morland sorgen.

Angela Thirkell hat ihren Roman „Tea Time bei Mrs. Morland“ im Jahr 1933 geschrieben. Er wurde 2012 in England wiederveröffentlicht und 2014 vom Manhattan Verlag ins Deutsche übersetzt. Dieses Buch ist der erste Teil einer Reihe von Romanen über Mrs. Morland, ihre Familie und Freunde, die sogar Bestseller wurden.

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433_75456_147513_xxlKein märchenhaftes Märchen

Für Bücherliebhaber sind gerade solche Romane, in denen Bücher eine wichtige Rolle spielen, besonders interessant. Man möchte immer gerne über andere Menschen lesen, die diese eigenwillige Liebe teilen, die Liebe zu Büchern.
In „Ein Buchladen zum Verlieben“ erzählt Katarina Bivald eine Geschichte, in der sich zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen, die auf zwei verschiedenen Kontinenten leben, eine außergewöhnliche Freundschaft entwickelt, die mit einem einfachen Büchertausch angefangen hat.

Die Schwedin Sara und die US-Amerikanerin Amy haben sich noch nie gesehen. Sie schreiben sich Briefe, keine E-Mails, und sie tauschen Bücher. Eines Tages lädt Amy Sara ein, Urlaub bei ihr zu machen. Sara nimmt die Einladung an, ohne zu ahnen, dass die Überraschungen und Abenteuer, die in Amys Heimat auf sie warten, viel größer sind, als sie gewollt hätte und nicht immer ihren Vorstellungen und Erwartungen entsprechen.

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Irgendwann für immer

Von „Irgendwann für immer“ hatte ich mir eine Liebesgeschichte für Jugendliche erwartet, die zu berühren weiß. Das habe ich auch bekommen, aber zugleich noch sehr viel mehr. Katja Millay erzählt in ihrem Roman die Geschichte von Nastya, die seit einem bestimmten Vorfall in ihrem Leben ganz bewusst nicht mehr spricht. Auf ihrer neuen Schule versucht sie sich abzusondern, indem sie sich extrem kleidet und schminkt. Ihre äußere Auffäligkeit soll dazu führen, dass sich niemand mit ihr persönlich auseinander setzen möchte. Doch natürlich kommt alles anders …

Nastya begegnet Josh und plötzlich ist ihr Beschluss zu schweigen gar nicht mehr so leicht aufrecht zu erhalten. Sowohl Josh als auch Nastya umgibt eine ganz besondere Aura. Beide haben in ihrem Leben schon viel mehr erlebt, als es für ihr junges Alter üblich ist. Die Autorin lässt ihre Leser Stück für Stück immer mehr in das Innenleben der beiden hineinblicken und erzeugt dadurch eine großartige Spannung. Auf diese Weise bringt sie einem die Figuren ganz nahe und man muss einfach mit ihnen mitfühlen. Sind Nastyas und Joshs Handlungen manchmal auch noch so unbegreiflich, entwickelt sich ein immer größeres Mitgefühl mit beiden.

„Irgendwann für immer“ ist von der ersten bis zur letzten Seite geladen von Emotionen, dabei aber niemals kitschig. Durch ihren ehrlichen Blick auf ihre zwei Hauptfiguren, aber auch durch liebenswerte Nebenfiguren mit Ecken und Kanten, muss man Katja Millays Geschichte einfach lieben. Ich jedenfalls konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Josh und Nastya weitergeht, welche Geheimnisse sie verbergen und wie sie sich weiterentwickeln.

Zwar ist die Geschichte der Figuren eine Kombination aus vielen Tiefen und wenigen Höhen, doch für ihre Leser bietet sie definitiv nur Höhen! Von mir gibt es eine klare Empfehlung für diesen Debütroman der US-amerikanischen Autorin. So wunderschön und berührend wie „Irgendwann für immer“ geschrieben ist, gehört es zu meinen absoluten Jahreshighlights.

Arena Verlag
Hardcover
496 Seiten
ab 14 Jahren
Preis: 17,99€
ISBN: 978-3-401-06997-5

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35946„… with a little help from my friends…“

… hat Ringo vor Jahrzehnten gesungen, und das könnte auch Luises Lebensmotto sein.
Luise, eine sehr sympathische und charmante Frau, die ein besonderes Talent fürs Kochen hat. Und davon profitieren ihre Freunde, weil Luise am liebsten für sie kocht. Ihre Küche ist ein beliebter Treffpunkt, gute und schlechte Nachrichten werden dort überbracht, Erfolge zelebriert und Lösungen für Probleme gefunden.
Als Luise eines Tages selber Hilfe braucht, sind diese Freunde alle für sie da. In ihrer Küche kündigt sie an, dass sie ihr Leben ändern wird.

„Essen mit Freunden“ von Ilke S. Prick ist ein schöner, leichter und romantischer Roman um eine Frau, die die Fähigkeit hat, Menschen zusammen zu bringen. Dazu braucht sie in der Regel, nur ein Menü zusammenzustellen.

Ich hatte Spaß beim Lesen über Luises Koch- und Liebesabenteuer. Nachdem lange wenig Aufregendes in ihrem Leben passiert war, erlebt Luises viel Neues, und vor allem macht sie die schöne Erfahrung, dass ihre Freunde wahre Helfer und nicht nur für sie da sind, wenn der Tisch mit Köstlichkeiten gedeckt ist.

Schon während der Steinzeit haben sich die Menschen um die Feuerstelle versammelt, haben gegessen und sich gegenseitig Geschichten erzählt. Wertvolle Momente des Alltags. Leider erlebt man heutzutage, dass immer mehr Menschen es verlernt haben, am Tisch mit Familie und Freunden zu sitzen, sich die Zeit dafür zu nehmen. Insofern macht Luise alles richtig, wenn sie ihre Küche und ihr mit Liebe zubereitetes Essen mit ihren Freunden teilt, denn sie teilt dadurch viel mehr als nur Nahrungsmittel. Sie gibt sich und den anderen eine Gelegenheit, das Leben in seinem Ursprünglichkeit zu genießen, zumindest so lange sie am selben Tisch sitzen, und manchmal ist sogar auch die Wirkung dieses Zusammenseins langfristig.

Luise hat sich im Laufe der Geschichte verändert. Auch wenn ich ein Fan von konsequenten Romanfiguren bin, hat mir Luises stetige Verwandlung gut gefallen. Die Luise am Ende des Buches kann ich mir viel besser als Freundin vorstellen, als die Luise von den ersten Seiten.

Ilke S. Prick weiß auch, wovon sie schreibt. In ihrer Webkolumne Nachrichten vom Küchentisch betreibt sie virtuell genau dasselbe, was Luise bei sich zu Hause: sich Zeit nehmen, für sich selber und für andere… am Küchentisch.

Insel Verlag
Taschenbuch
253 Seiten
Erscheinungsdatum: 18. August 2013
Sprache: Deutsch
Preis: EUR 8,00
ISBN: 978-3458359463

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81vIu92sL0L._SL1500_Telenovela mit einem gewissen Niveau

Ein Kunstwerk wollte Brianda aus ihrem Leben machen. Ein Leben wollte sie haben, in dem sie die Hauptfigur ist. Aber sie ist schon fast 40 Jahre alt und es sieht für sie nicht so gut aus: Sie hat ihre Arbeit als Verlegerin verloren, nachdem ihr Arbeitgeber Sparmaßnahmen treffen musste. Für Brianda, eine selbstständige Frau, ohne Familie, ohne Freunde, ist das nicht nur eine berufliche Katastrophe, ihre Arbeit war alles, was sie hatte, der Sinn ihrer Existenz.
Aber Brianda verliert nicht die Hoffnung und kämpft um ihren Traum, aus ihrem Leben ein Kunstwerk zu machen. Vor allem muss sie als Erstes Abstand zu allem gewinnen, vielleicht wegfahren, sie muss sich vor allem von dem Schock erholen, arbeitslos geworden zu sein.
Aber ein Fehler im Navigationsgerät ihres Autos ändert alle ihre Pläne.

„Y entonces sucedió algo maravilloso“ (auf Deutsch: Und dann ist etwas Wunderbares passiert), der Debütroman der spanischen Schriftstellerin Sonia Laredo, erzählt die Geschichte, wie Brianda in einem Ort gelandet ist, von dessen Existenz sie nicht mal wusste, und wie sie ihr Leben komplett umkrempelt.

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©Aba
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Pfefferminze, Zimt, Granatapfel…

Ein Buch, dessen Äußeres an ferne Länder erinnert, das allein durch den Titel romantische Gefühle erweckt, und dessen Autorin Heike Abidi ist, musste ich lesen! „Marrakesh Nights“ heißt dieses Buch, und das Beste von allem ist: der Inhalt ist sogar noch schöner!

„Marrakesh Nights“ ist ein Jugendbuch von Heike Abidi und mein erstes von dieser Autorin, die ich seit ihrem Debütroman „Zimtzuckerherz“ sehr schätze, in dieser Kategorie.
Nachdem ich alle ihre Frauenromane gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses ihr Jugendbuch. Handlung und Schauplätze entsprechen genau meinem Geschmack: Ein deutsches Mädchen zu Besuch in Marokko bei seiner Familie väterlicherseits. Leonie, so heißt dieses Mädchen, ist 17 Jahre alt und ein ganz normales Mädchen in dem Alter, das sich schnell verliebt und die Eltern für die größten Spielverderber auf Erden hält. Letzteres wird dadurch bestätigt, indem sie Leonie in den Sommerferien nach Marokko zu ihren Verwandten schicken, statt zum spanischen Partyparadies Lloret de Mar, wo sie ununterbrochen mit Freunden Spaß haben könnte.
Was Leonie in Marokko erlebt, kann man natürlich in „Marrakesh Nights“ lesen.

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Der Sommernachtsball von Stella GibbonsSorgloses Leben

Meine neue Leidenschaft: Literatur für Frauen aus den 30er Jahren!
Eine der Neuentdeckungen des Manhattan Verlages ist „Der Sommernachtsball“ von Stella Gibbons, zuerst im Jahr 1938 in England veröffentlicht.

Ende der 30er Jahre, eine Zeit, in der sich viele schwerwiegende Veränderungen weltweit angekündigt hatten. Aber in dem idyllischen Essex feiert der ländliche Adel Englands luxuriöse Partys und erlebt sein eigenes Märchen.
Wie in jedem Märchen gibt es bei Stella Gibbons auch Gute und Böse, Arme und Reiche und jede Menge Intrigen. Aber vor allem gibt es ganz viele Träume und natürlich auch die wahre große Liebe.

„Der Sommernachtsball“ ist eine leichte Geschichte, die unterhält und für eine Weile Sorgen und Probleme vergessen lässt.

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©Aba
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„Rosamunde wer?“

Sonntag Nachmittag. Theoretisch Sommer, aber der Himmel ist grau und der Wind herbstlich kalt. Eigentlich gutes Lesewetter. Gerade habe ich „Ein Häusle in Cornwall“ von Elisabeth Kabatek zu Ende gelesen und wollte die gute Laune, die ich mit diesem Buch bekommen habe, noch eine Weile behalten und kein Risiko eingehen, indem ich ein neues Buch anfange. Also habe ich den Fernseher eingeschaltet. Und das war auch die richtige Entscheidung: Bei ZDF lief Rosamunde Pilcher. Super! So einen Film habe ich noch nie gesehen, und zufälligerweise spielen diese Filme in Cornwall, genau so wie Elisabeth Kabateks Buch. Leider konnte ich es nicht länger als fünf Minuten aushalten. Zu Recherchezwecken haben sie allerdings gereicht.

„Rosamunde wer?“ fragten die Einwohner des kleinen Ortes St. Agnes in Cornwall, jedes Mal wenn die schwäbische Emma die Filme von Rosamunde Pilcher erwähnt hat.
Emma, arbeitssüchtige Schwäbin, trifft eine für sie untypische Entscheidung: Sie fliegt spontan nach Cornwall, um sich bei einem verklemmten Engländer, den sie gerade kennengelernt hat, von einem Burn-Out zu erholen.

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