Kategorie: Kinderbuch

MatildaEs gibt einige wenige Filme, die ich seit meiner Kindheit wirklich liebe und die mir auch heute noch wunderbar gefallen. Sie entführen mich immer wieder erneut in eine magische Welt, in der alles möglich zu sein scheint. Ein solcher Film war für mich von jeher „Matilda“. Er ist wirklich fantastisch! Doch nun fragte ich mich, wieso ich eigentlich bisher nur den Film kannte, wo ich doch so gern lese und der Film natürlich auf dem Buchstoff beruht. Daran musste ich schleunigst etwas ändern.

Ich habe mir also sofort die englische Ausgabe von „Matilda“ bestellt. Das nur zwischendurch: die Bücher von Roald Dahl eignen sich super, wenn man sich mit englischen Büchern etwas schwer tut. Beim Stöbern habe ich eine Ausgabe entdeckt, die mir aufgrund ihres Covers besonders gut gefiel. Die Bücher von Roald Dahl haben in der Regel sehr kindliche Cover, doch diese Ausgabe nicht. Es ist jene Ausgabe, die passend zum Broadway-Musical gestaltet wurde. Ein Musical von „Matilda“??? Wieso bitte ist Amerika nur so weit weg…?

So machte ich es mir dann also mit dem Buch, einem leckeren Tee und Kerzen gemütlich und durfte für einen Abend erneut in der wunderbaren bzw. manchmal auch nicht ganz so wunderbaren Welt des außergewöhnlichen, kleinen Mädchens Matilda versinken. In ihrer Familie hat sie es wirklich nicht leicht. Während Matilda hochbegabt ist und sich bereits mit 4 Jahren selbst das Lesen beigebracht hat, ist ihre Familie das komplette Gegenteil. Die sitzt nämlich am liebsten mit Lieferessen vor dem Fernseher und ist froh, wenn Matilda einfach ruhig ist.

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

Nicht drücken!Siri, ihre Freundin Ivana und ihr Klassenkamerad Ole erleben hier ein wirklich unglaubliches Abenteuer. In ihrem Ort taucht eine Frau im Kimono auf und bringt zwei merkwürdige Kästchen mit Knöpfen mit, auf denen die Warnung „Nicht drücken!“ steht. Natürlich drücken die Kinder auf die Knöpfe und schon ist absolut alles anders: Die Hunde schnurren, auf Kühen wird geritten, alle Mädchen sind begeisterte Fußballerinnen, die Jungs dagegen Cheerleader, Bauarbeiter achten auf ihre schlanke Linie und die schicke Tante Petra vom Nagelstudio hat plötzlich einen Tattooladen. Das ist erstmal sehr lustig, aber irgendwann wollen Siri, Ivana und Ole alles wieder wie vorher haben.

Die Kimonofrau und ihre 2 Schwestern, die alle genau gleich aussehen, könnten alles wieder normal zaubern. Aber das wollen sie nur machen, wenn die Jungs gegen die Mädchen Fußball spielen – und gewinnen! Das ist aber gar nicht so einfach, denn die Mädchen sind verdammt gut, die Jungs spielen nicht gerne Fußball und die Kimonodrillinge trainieren die Mädchen wie die Profis. Dass die 3 Frauen auch noch Schiedsrichterinnen beim Spiel sind, ist auch nicht sooo gut. Ob die drei Freunde es schaffen, alles wieder normal zu kriegen? Ist es überhaupt toll, wenn alles wieder wie immer ist?

Aktuell Jungsecke Kinderbuch Rezensionen

Hier geht es um den Jungen Jonathan Vogel, der schon als Baby immer ganz laut furzt. Der Arzt Dr. Bum, zu dem Jo mit seiner Mutter geht, erklärt, Jo muss immer pupsen, wenn er soviel Klugscheiße hört.

Irgendwann muss Jonathan in die Schule, obwohl er bisher gut von seiner Mutter unterrichtet wurde. Das hat der Stadtrat beschlossen. Aber in der Schule erwarten ihn viele fiese Lehrer: Frau Gift und Frau Galle, der Sportlehrer Herr Würgel und Schuldirektor Eisenbart. Alle Lehrer sind böse zu Jo. Die drei Kinder vom Stadtrat ärgern Jo auch noch, weil der Stadtrat die Familie von Jo nicht mag. In der Schule lernt Jo aber zum Glück auch Scha Scha Zinsel kennen. Sie kann mit ihren Blähungen z.B. Hubschrauber und alle andern möglichen Sachen nachmachen. So spielen sie den Lehrern und den fiesen Kindern heimlich Streiche….

Werden Jo und Scha Scha Zinsel damit irgendwann auffliegen? Wie können die beiden sich gegen die viele Klugscheißerei von den Lehrern wehren?

Aktuell Jungsecke Kinderbuch Rezensionen

Seit der Elfenkönig Auberon den Gebrauch von Magie verboten hat, herrscht Aufruhr im Land. Eine Gruppe von Aufständischen öffnet als Zeichen ihrer Rebellion überall im Reich Dämonentore, die eine große Gefahr darstellen.

Nachdem Alanas Tante und ihr Mann als Verräter verurteilt wurden, kommt ihr Cousin Ivaylo zu ihnen an den Hof. Zuerst findet sie ihn unausstehlich, doch als ihr Hauslehrer sich dazu entscheidet ihnen heimlich Unterricht in den verbotenen Künsten zu geben, schweißt sie das Geheimnis zusammen.

Aber dann fängt Ivaylo an, sich merkwürdig zu verhalten und Alana sieht in ihren Vision einen furchtbaren Anschlag auf dem kommenden Winterfest im Königspalast. Sie musst dieses Unheil unbedingt verhindern, aber gleichzeitig macht sie sich Sorgen um Ivaylo…

Aktuell Fantasy Jugendbuch Kinderbuch

Klappentext:

Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch im Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem verfallenen Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Und eines Tages als sein Vater längst mehr als nur einen Schritt zu weit gegangen ist, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und einsam, und schließlich fasst Lion einen Entschluss: Er macht sich auf in Richtung Berlin, getrieben von der Sehnsucht nach der weißen Königin, der alten Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt…

In Lions Leben gibt es zwei entscheidende Personen: Den schwarzen König, der vom Körper seines Vaters Besitz ergriffen hat und Lion quält, und die weiße Königin, die als einzige Lion verstehen kann. Mit Hilfe seines geliebten Seeadlers und seiner nicht-ganz-wahren Schwester Olin nimmt er den weiten Weg nach Berlin auf sich, um die Worte der Königin zu finden.

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

Es gibt sie, diese besonderen Bücher. Bücher, nach denen jeder Leser lechzt. Die einen bewegen, berühren und verändern. Bücher, die man nie wieder vergisst. Man rechnet gar nicht richtig mit ihnen, aber plötzlich sind sie – zum Glück – da. Und hinterher ist man ein Stück weit ein ‚besserer‘ Mensch. So fühlt man sich nach dem Lesen solcher Bücher, weil man etwas wichtiges fürs Leben dazu gelernt hat.

Am 29. August erscheint eines dieser seltenen Bücher. „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness, basierend auf einer Idee von Siobhan Dowd, wird in Deutschland zeitgleich im Goldmann Verlag und bei cbj veröffentlicht. Und diese Entscheidung finde ich genau richtig. Die beiden Ausgaben sind inhaltsgleich, haben aber unterschiedliche Cover. Mir persönlich gefällt das Cover der Goldmann Ausgabe eindeutig besser, es sieht elegant und edel aus. Vor weißem, schlichtem Hintergrund, sieht man den Ausschnitt einer Nachtszene. Dass es zwei unterschiedliche Covergestaltungen gibt, ist aber in der Hinsicht sinnvoll, dass dieses Buch sowohl für Kinder- und Jugendliche, als auch für Erwachsene geeignet ist. Es erzählt eine düstere, traurige Geschichte, die aber zugleich Mut macht und mitreißt. Für Kinder und Jugendliche finde ich das weniger dezente, dunkle Cover perfekt. Wenn ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr wissen, was ich meine. Es spiegelt genauso gut, wie das Goldmann Cover, das Gefühl wider, das die Geschichte vermittelt. Beide Bücher sind sehr hochwertig aufgemacht, vom Schutzumschlag über das Papier, die Illustrationen und das Format.

Zum Inhalt selbst möchte ich gar nicht viel verraten, denn je weniger man vorher weiß, desto mehr wird man sich vom Buch überraschen und mitreißen lassen können. Was sich anfangs wie eine Gruselgeschichte liest und auch ein bisschen so aussieht, ist es nämlich gar nicht oder nur indirekt. Es soll keine Angst machen, sondern wichtige Botschaften fürs Leben vermitteln. Und obwohl das Buch mit 216 groß bedruckten Seiten, zu denen noch zahlreiche, wunderbare Illustrationen kommen, recht schmal ist, gelingt es ihm dem Leser etwas fürs Leben mitzugeben, denn es steckt darin richtig viel.

Der kleine Conor hat es in „Sieben Minuten nach Mitternacht“ nicht leicht, denn wie der Titel schon verrät, passiert zu genau dieser Uhrzeit und das konsequent, etwas für ihn Schreckliches. Nachdem Conor schon länger von Alpträumen verfolgt wird und sie einfach nicht loswerden kann, erscheint jede Nacht, genau sieben Minuten nach Mitternacht, eine Art Monster – ob es Traum oder Wirklichkeit ist, dessen ist sich Conor nicht sicher. Auch sein Alltag sieht nicht rosig aus, denn seine Mutter ist krank und Conor schottet sich immer mehr von allen anderen ab. Böse Träume, ein Monster vor dem Conor gar nicht wirklich Angst hat, sondern eher vor dessen angebotener Hilfe und eine Flucht in sich selbst: das sind die Grundthemen dieses Buches. Manchmal ist es das schlimmste, sich selbst Dinge einzugestehen. Sie tun weh und schmerzen einen so lange, bis man es nicht mehr aushält und sie heraus lässt. Was das mit Conor, dem Monster, seinen Alpträumen und seiner Mutter zu tun hat, das solltet ihr dringend selbst herausfinden.

Dieses Buch hat mich wirklich bewegt, es rührt zu Tränen und man kann ihm nicht entfliehen. Es vermittelt eine ganz deutliche, wahre und doch nicht immer leicht zu ertragende Botschaft. Also: Lasst euch von „Sieben Minuten nach Mitternacht“ für ein paar Lesestunden gefangen nehmen und ihr werdet es nie wieder vergessen! Am besten gleich in eurer Buchhandlung des Vertrauens vorbestellen. Mein Buchhighlight dieses Jahres bisher!

Am Ende muss hier noch ein Dankeschön an zwei wunderbare Autoren her: Siobhan Dowd und Patrick Ness, der in ihrem Angedenken etwas Wunderbares und Eigenes geschaffen hat, und dabei der leider verstorbenen Autorin mit jeder Zeile gerecht wird. Sie wird durch ihre Bücher und dieses wunderbare Stück Literatur von Patrick Ness, das er aus ihren Ideen komponiert hat, immer leben.

Patrick Ness ist übrigens dieses Jahr auch auf Lesereise in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Leider kommt er nicht nach München, aber vielleicht schaffe ich es ja nach Wien. Die detaillierter Lesungstermine findet ihr hier: Lesungsübersicht

Die Termine im Kurzüberblick:
12.09.2011, Wien
13.09.2011, Zürich
14.09.2011, Berlin
15.09.2011, Hamburg

Jetzt bin ich ganz gespannt, noch mehr Bücher von Patrick Ness und Siobhan Dowd lesen zu dürfen, denn noch kenne ich glücklicherweise nicht alle. Als nächstes werde ich dann vermutlich „Auf der anderen Seite des Meeres“ lesen.

Goldmann Verlag / cbj Verlag
Originaltitel: A Monster Calls
Originalverlag: Walker US
Übersetzt von Bettina Abarbanell
Mit Illustrationen von Jim Kay
Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag
216 Seiten, 16,2 x 20,8 cm
Mit s/w Illustrationen
ISBN: 978-3-442-31280-1
€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 26,90

Aktuell Jugendbuch Kinderbuch Rezensionen Unterhaltungsliteratur

derFischdasKlavierundderWindWas soll man sich unter einem solchen Buchtitel vorstellen: „Der Fisch, das Klavier und der Wind“? Ich denke, dass dieser Titel darauf hinweisen soll, dass Bücher unglaublich vielseitig sind und von allen Themen handeln können, die es gibt. Selbst wenn Begriffe wie „Fisch“, „Klavier“ und „Wind“ auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, ermöglicht es die Fantasie in Büchern doch sie zu vereinen.

Und Fantasie ist es, auf der dieses wunderbare Buch beruht. Alles fing damit an, dass sich eine Frau namens Barbara Scharioth, die Herausgeberin, an ihre Lektüre von Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ erinnerte. Dort gelangt Alice nämlich durch einen Bücherschacht aus ihrer eigenen in eine ganz und gar abenteuerliche Welt. Doch wie kann man sich so einen Bücherschacht vorstellen, der den Übergang zwischen zwei so verschiedenen Welten darstellt? Welche Bücher befinden sich wohl darin?

Genau hier befindet sich der Ursprungspunkt für dieses Buch. Barbara Scharioth hatte einfach keine Vorstellung. Doch jeder Bücherwurm kann sicher nachvollziehen, dass man gern ein richtiges Bild von diesem Bücherschacht vor Augen hätte oder am liebsten sogar selbst einmal darin herumspazieren würde.

Aber selbst Besuche in den verschiedensten Bibliotheken, darunter die große Kinder- und Jugendbibliothek in München, brachten nicht den gewünschten Effekt. So entstand die Idee, dass nur imaginäre Bücher in diesem Schacht stehen könnten, Bücher, die bisher noch gar nicht existieren.

Schließlich fanden sich insgesamt 70 Illustratoren weltweit, die je ein Buchcover inklusive Buchtitel, Verlag und kurzer Inhaltsangabe für dieses Buchprojekt erfanden. Ganz verschiedene Covergestaltungen und Ideen, die der Fantasie keine Grenzen lassen, findet man nun in „Der Fisch, das Klavier und der Wind“ vereint – eine eigene kleine Bibliothek imaginärer Bücher versammelt in einem Buch. So etwas hat es wirklich noch nicht gegeben.

Tatsächlich hält man sich liebend gern in dieser Bibliothek in Buchform auf. Alle Bilder verzaubern auf ihre Weise und stellen dar, wie vielfältig die Welt der Bücher doch ist. Es ist ein Buch, das so deutlich die Liebe zu Büchern widerspiegelt, wie kaum ein anderes.

Hinzu kommt, dass alle Texte im Buch sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch vorhanden sind, sowie beim jeweiligen Bild in der Originalsprache des Illustrators. Bücher verbinden die Menschen weltweit – es wird überall gelesen, die Menschen versinken in Geschichten und lassen ihrer Fantasie freien Lauf. Dies ist zumindest eine Botschaft von „Der Fisch, das Klavier und der Wind“.

Wunderschön ist dieses großformatige Buch von innen und außen anzusehen. Natürlich fehlt auch ein Lesebändchen nicht. Bei mir befindet es sich jetzt auf der Seite mit meinem Lieblingsbuchcover und der für mich schönsten Buchidee: „Miss Beauty of World“. Vielleicht habe ich ja Glück und irgendwann wird dieses Buch tatsächlich veröffentlicht. Wer weiß?

Sicher ist, dass dieses Buch eine hervorragende Mischung aus Kunst und Ideen, Fantasie und Bücherliebe bietet. Jede Seite ist definitiv mehr als nur einen Blick wert.

Barbara Scharioth: Der Fisch, gebundene Ausgabe, 176 Seiten, ISBN 978-3551517227, Oktober 2009, Carlsen Verlag

Jugendbuch Kinderbuch Rezensionen

geheimnisNach Missachtung aller Warnungen, auf beigelegten Lesezeichen und Vorsatzblättern, vor dieser Geschichte, bin ich in ein facettenreiches, spannendes, humorvolles und definitiv geheimnisvolles Buch eingetaucht. Hat man erstmal den nötigen Mut oder die nötige Grundneugier aufgebracht, fällt es leicht, sich diesen Warnungen zu widersetzen.

Die besonders hübsche Aufmachung macht es sogar noch einfacher. Mehrfarbige glänzende Prägungen und die Reliefstruktur auf dem Buchcover bezaubern von Anfang an. Wie schon der Titel und der mysteriöse Klappentext trägt die schöne Aufmachung zum geheimnisvollen Flair des Buches bei.

So geheimnisumwoben der erste Eindruck des Buches ist, ist auch dessen Inhalt. Ganz gezielt spielt es mit der Neugier des Lesers beziehungsweise mit dessen Gier nach der Aufdeckung von Geheimnissen. Ein wirklich schlauer Schachzug des Autors namens Pseudonymous Bosch – übrigens eine wahre Plaudertasche – und des Verlags. Von Beginn an wird der Leser direkt angesprochen. Diese konkrete Bezugnahme tritt im Buch wiederholt auf und bindet ihn noch mehr mit in den Handlungsverlauf ein. Es kommt ganz unweigerlich das Gefühl auf, als wäre das Buch wirklich nur für den jeweiligen Leser persönlich geschrieben worden.

Trotz der Möglichkeit, dass es Gefahren birgt und ich mächtig eins hinter die Löffel bekomme – einige streng vertrauliche Top-Secret-Informationen:

Max-Ernest und Kass sind Außenseiter in ihrer Schule. Während sie ständig den Weltuntergang voraussagt und überall nur Gefahren sieht, hat Max ein ordentliches Redeproblem. Er kann einfach nicht aufhören zu quasseln und ist dabei absolut nicht witzig. Die Familienverhältnisse der beiden sind sonderbar – aber was ist eigentlich nicht sonderbar an diesem Buch?

Durch Zufall wird Kass auf eine Hausstandsauflösung in der Nachbarschaft aufmerksam, nachdem der Besitzer des Hauses bei einem Brand verstarb. Verschiedene Hinweise und Vorkommnisse lassen Kass jedoch bezweifeln, dass das Feuer nur ein Unfall war und der alte Mann wirklich gestorben ist. Mit Max-Ernests Unterstützung macht sie sich an die Erforschung des Falls und dabei geraten die beiden in gefährliche Intrigen und Machenschaften.

Trotz der geheimnisvollen Stimmung ist Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis, in Anbetracht der Verhaltensweisen und Charakterbeschreibungen der Figuren, ein sehr realistisches Buch. Gerade wegen ihrer kleinen Verrücktheiten und Macken wachsen sie dem Leser schnell ans Herz. Sie sind frech, agil, eigensinnig und somit einfach wunderbar.

Die Geschichte beansprucht gezielt die eigene Vorstellungskraft und das macht Spaß! Wie verzaubert fliegen die Worte an einem vorbei und man fragt sich des öfteren, wie es ein Pseudonym schafft so wortgewandt zu sein. Doch das ist wohl nur eine der vielen Seltsamkeiten, die für immer ein Geheimnis bleiben werden.

Ohne extrem gefühlsduselig zu werden, überzeugt das Buch. Zudem ist das Ende wahrlich überraschend und stellt einen weiteren Appell an die Kreativität des Lesers dar.

Pseudonymous Bosch: Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis, 320 Seiten,  Gebunden, Juni 2009, Arena Verlag, ISBN 978-3-401-06256-5

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