Schlagwort: Berlin

Dalmatia_HoffmannCampe_g„Ana sah es als ihre Aufgabe, die Erde zu sein, eine Großmutter war die Erde, der Boden, in den eine Familie ihre Wurzeln schlägt“

Mit welchen Konflikten müssen Einwanderer-Familien in Deutschland leben? Gegen wie viele Vorurteile müssen sie kämpfen?
Fühlen sich die Jugendlichen in diesen Familien den Deutschen dazugehörig, oder leben sie in einer Art Zwischenraum? Zwischen Traditionen und Erinnerungen ihrer Eltern und dem Wunsch, ganz normal, wie alle anderen, zu sein?

Mia, eine in Kanada lebende Künstlerin, kehrt nach langer Abwesenheit nach Berlin zurück, die Stadt, in der sie aufgewachsen ist.
Im Restaurant „Dalmatia“, das im Berliner Stadtteil Wedding liegt, hat sie die schönste Zeit ihrer Jugend verbracht. Zora, die Restaurantbesitzerin, ist Kroatin, genauso wie Mias Eltern.
Schon die erste Begegnung mit Zora in deren eigener Umgebung ruft in Mia Erinnerungen an ihre Kindheit hervor, die tief in ihrem Inneren verborgen waren. Die Vergangenheit wird zur Gegenwart.
Dies ist für Mia der Anfang von der Suche nach ihrer Identität, nach ihren Wurzeln.

Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman

Eva-Manesse-Quasikristalle„Ich bin für nichts verantwortlich und nie mehr allein“

Die Tatsache, dass ich prinzipiell jedes Buch, das ich anfange, zu Ende lesen muss, hat mir häufig qualvolle Stunden bereitet.
Aber nicht immer hat mich mein Prinzip, ein Buch bis zum Ende lesen zu müssen, im Stich gelassen. Oft hat es sich sogar gelohnt.
Bei „Quasikristalle“ von Eva Menasse war ich sogar sehr froh, prinzipientreu zu sein. Nach einem etwas schwierigen Einstieg durfte ich auf den Genuss eines sehr außergewöhnlichen Buches mit einem besonderen und originellen Schreibstil kommen.

Die Geschichte einer Frau wird erzählt, ohne dass diese den Mittelpunkt der Erzählung bildet. Indem Eva Menasse Geschichten über Lebensumstände verschiedener Menschen erzählt, erfahren wir in indirekter Form, wer diese Frau ist. Wir lesen nicht über sie, sondern über die Wirkung ihrer Person auf die Umwelt. Nach und nach entsteht ein vollständiges Bild, aus den vielen Begegnungen und Erfahrungen mit unterschiedlichen Menschen zusammengesetzt.

Aktuell Gegenwartsliteratur Rezensionen

36891078z„Anrufbeantworter von Alfred Firneis. Bitte hinterlassen Sie keine Nachricht. Ich rufe nicht zurück.“

Diesen Spruch muss Susanne Beckmann mehrmals am Tag hören, jedes Mal wenn sie versucht, ihren Star-Schriftsteller Alfred Firneis zu kontaktieren. Sie braucht ihn, damit er weitere Best-Seller für ihren Verlag schreibt.
Susanne Beckmann ist aber eine hartnäckige Verlegerin und sie schafft es sogar, dem ausgebrannten Firneis zur Zwangs-Kur in den Alpen zu schicken. Da macht Firneis Bekanntschaft mit zwei außergewöhnlichen Menschen: August, dem Förster und Mara, der slowenischen Biologin.
Die Fische in dem Bergsee sind die einzigen Zeugen des Anfangs einer zarten Liebe zwischen Firneis und Mara. Firneis ist verändert, er ist nicht mehr der selbe… und auch Mara muss zugeben, dass „sie nicht sie“ ist.

René Freund liefert mit „Liebe unter Fischen“ ein bezauberndes Quartett an literarischen Figuren, die für Wirbel in dieser absolut schönen Liebesgeschichte sorgen.

Aktuell Gegenwartsliteratur Liebesroman Rezensionen Roman

20121127172658.2225..375x570Liebeserklärung an West-Berlin

Nachdem ich in letzter Zeit so viele Bücher über das Leben in der ehemaligen DDR gelesen habe, fragte ich mich immer wieder, wie das Leben in der einst berühmtesten „Insel“ im deutschen Sprachgebiet gewesen ist: West-Berlin. Ja, West-Berlin war, genau genommen, eine Insel.
Die Antworten auf meine Fragen stehen in Ulrike Sterblichs Buch „Die halbe Stadt, die es nicht mehr gibt“.

In ihrem Buch erzählt die West-Berlinerin in kurzen Kapiteln über ihr Leben auf der Insel, die von einer Mauer umgeben war, und vermittelt uns das Besondere daran, in so einer einmaligen Stadt groß geworden zu sein. Denn Berlin war in der Tat einmalig in der Welt. Aber auch in so einer einzigartigen Stadt wie Berlin gab es einen ganz normalen Alltag, und auch davon berichtet Ulrike Sterblich in ihrem Buch.
Wer das Glück hatte, West-Berlin in den 70er und 80er Jahren erleben zu dürfen, wird seinen Spaß haben beim Wiedererkennen der für die damalige Jugend angesagten Orte, Lokale und sonstige Treffpunkte.

2012 Aktuell Rezensionen Roman

Deutschland irgendwann in der Zukunft:

Seit der ‚großen Katastrophe‘ hat sich die Welt völlig verändert. Das Volk hungert, Terroristen lassen täglich Bomben in die Luft jagen, die Politiker spielen ihre Machtspiele, die Technologie ist vergessen worden und das Militär ist so gewalttätig wie eh und je. In dieser Welt lebt der vierzehnjährige Kjell, ein Soldat bei der Armee und das schon sein ganzes Leben lang. Kjell denkt nicht, zweifelt nicht, bereut nicht und vor allem hat er kein Mitleid. Er wurde dazu erzogen lediglich blind zu gehorchen und zuzuschlagen wo er nur kann.

Doch dann wird seine Einheit in die Hauptstadt, nach Berlin, versetzt und als er durch einen großen Zufall das Leben des Kanzlers Amandus rettet, wir er als Leibwächter für seine Tochter Leela berufen. Natürlich gefällt ihm das wenig, denn er kann die Senatorentochter nicht ausstehen und Wachhund will er sowieso nicht spielen. Dann erfährt Kjell jedoch, dass der große Cato, der von den Soldaten sehr verehrt wird, einen Umsturz geplant hat und dass er dabei Kjell opfern will. In letzter Sekunde kann Kjell seinem sicheren Tod entkommen, indem er Leela als Geisel mitnimmt.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Rezensionen

Die siebzehnjährige Lara Winter verbringt die Ferien bei ihren Großelterern in Berlin. Sie will dort versuchen eine unglückliche Beziehung zu vergessen und außerdem möchte sie ihre Großeltern näher kennenlernen.

Als sie eines Tages im Park überfallen wird, eilt der gut aussehende Damian ihr zu Hilfe und kurz darauf verliebt sie sich in ihren Retter.  Doch Damian scheint nicht nur geheimnisvoll und mysteriös, sondern auch unnahbar. Zudem ist er nicht der einzige, der etwas vor Lara verbirgt, denn auch ihre Großeltern teilen ein schreckliches Ereignis.

So versucht Lara nicht nur Damian zu verstehen, sondern auch etwas über ihre Vergangenheit herauszufinden. Allem voran interessiert sie, wer ihr leiblicher Vater ist und warum er am Tag ihrer Geburt ihre Mutter verließ.

Aktuell Fantasy Jugendbuch Liebesroman Rezensionen

Klappentext:

Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch im Himmel kreisen, so frei und glücklich. Bei ihm zu Hause in dem verfallenen Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Und eines Tages als sein Vater längst mehr als nur einen Schritt zu weit gegangen ist, flüchtet Lion in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart und einsam, und schließlich fasst Lion einen Entschluss: Er macht sich auf in Richtung Berlin, getrieben von der Sehnsucht nach der weißen Königin, der alten Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt…

In Lions Leben gibt es zwei entscheidende Personen: Den schwarzen König, der vom Körper seines Vaters Besitz ergriffen hat und Lion quält, und die weiße Königin, die als einzige Lion verstehen kann. Mit Hilfe seines geliebten Seeadlers und seiner nicht-ganz-wahren Schwester Olin nimmt er den weiten Weg nach Berlin auf sich, um die Worte der Königin zu finden.

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