Schlagwort: Frankreich

Mathilde ist Ende 20 und neu in dem kleinen Dorf in der Dordogne. Nachdem sie zunächst die Diplomatenlaufbahn eingeschlagen hatte, arbeitet sie nun als Buchbinderin. Dieses Handwerk hat sie von ihrem deutschstämmigen Großvater gelernt. Von ihm hat sie auch das Werkzeug, Prägestempel, Falzmesser und Blattgold übernommen. Geerbt von ihm hat sie zudem die Liebe zu dem Versdrama Cyrano du Bergerac von Edmond Rostand aus dem 19. Jahrhundert. Jedes Kapitel des aus Mathildes Sicht geschriebenen Romans „Mathilde und der Duft der Bücher“ endet daher mit einem Zitat Cyranos.

Eines Morgens klopft ein Fremder laut und dringlich an Mathildes Ateliertür: Er will dringend ein Buch eingebunden haben und hat sehr genaue Vorstellungen, wie die Arbeit erledigt werden soll – und bis wann. In einer Woche will er das Werk verschenken, denn es soll in „geordnete Verhältnisse“ kommen. Er bezahlt im Voraus und verschwindet zunächst auf Nimmerwiedersehen.

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Wir befinden uns im Frankreich des 18. Jahrhunderts und eine schreckliche Bestie versetzt die Bürger in Angst und Schrecken. Zahlreiche junge Mädchen und Kinder sind dem brutalen Tier schon zum Opfer gefallen. Natürlich schickt der König umgehend seine besten Jäger um das Tier – einen Wolf, so nimmt man an – zu töten. Doch dieses stellt sich als nahezu unverwundbar heraus und wütet weiterhin.

Da kommt der junge Zoologe Thomas ins Spiel, der sich an den Ermittlungen beteiligt. Doch der Wissenschaftler steht vor einem Rätsel. Wie kann ein Tier so animalisch und dennoch so listig wie ein Mensch zugleich sein? Gibt es eigentlich eine logische Erklärung für diese Übergriffe? Egal was für ein Wesen es ist – Thomas muss es aufhalten, denn er hat sich unsterblich in die Grafentochter Isabelle d’Apcher verliebt, die dem Angriff der Bestie nur knapp entkommen konnte und als einzige das wahre Gesicht des Monsters kennt…

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Les Anglais viennent!

Manchmal denke ich, es wäre alles so einfach, wenn das Leben ein Märchen wäre. Dann gäbe es Böse und Gut und die Lösung auf alle Probleme wäre so simpel, wie dem Bösen in der Geschichte einen Tritt in den Hintern zu verpassen.

Dieses schöne Gefühl hatte ich die ganze Zeit beim Lesen des erfrischenden und liebenswerten Romans „Monsieur Papon oder ein Dorf steht Kopf“ von der englischen Autorin Julia Stagg.

Das Thema von diesem Roman ist sicherlich nicht neu, aber gewiss etwas für mich. Denn solche Geschichten liebe ich.

Aber worum geht es? Um das Leben in dem kleinen Dorf Fogas in den französischen Pyrenäen, in dem der gewohnte Gang der Dinge durch ein unglaubliches Ereignis unterbrochen wird: Ein englisches Ehepaar kauft die Gaststätte „L’Auberge“, die sich mitten im Dorf befindet. Ausgerechnet Engländer möchten sich im Genussparadies Frankreich ihren Unterhalt mit der Gastronomie verdienen. Quelle horreur! Ein Skandal! Schließlich heißt es „leben wie Gott in Frankreich“ und nicht „leben wie Gott in England“!
Und diese gut verbreiteten Vorurteile „Engländer können nicht kochen“ oder „das englische Essen hat einen schlechten Ruf“ dienen dem Bürgermeister Serge Papon, einen Plan auszuhecken, um die Engländer zu vertreiben, denn bessere Pläne für die Gaststätte hatte er selber schon geschmiedet… und Monsieur Papon ist nicht daran gewöhnt, seinen Willen nicht durchsetzen zu können.

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„Eine Woche vergeht schnell. Aber mehr ist auch nicht nötig, um ein Leben zu ändern“

Kennen Sie noch die kleinen Außerirdischen aus der kleinen US-Stadt Roswell? Nein? Aber an E.T. können Sie sich bestimmt erinnern…
Alex meint, Gérard sieht aus wie E.T., aber der Name „Roswell“ passt besser zu ihm, also nennt sie ihn einfach Roswell. Roswell ist erwachsen, aber hilflos wie ein Baby, denn er ist schwer behindert. Langsam erobert er das Herz der Einzelgängerin Alex: mit seiner kindlichen Naivität, seiner ehrlichen Begeisterung für die einfachsten Dinge im Leben und mit seinen Gedichten.

Und da sind auch Cédric und Olivier (der „Zackenbarsch“), die ganz unzufrieden mit ihren Leben sind. Zwei Freunde, die am Liebsten gemeinsam rumgammeln, um alle Verantwortungen aus dem Weg zu gehen.

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