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Gestern fand ich es bei uns im Haus so fürchterlich kalt, dass ich mir zum Lesen „Kälte“ ausgesucht habe. Ich dachte mir, das würde gut zu meiner Stimmung und den kalten Füßen passen. Ich kochte mir eine heiße Tasse Kaffee und fing an.

Die Tattawa Highschool liegt auf einer Art Acker weitab am Rande einer Stadt in Neuengland, das für seine starken Schneefälle und gefürchtete Nor’easter – Schneestürme bekannt ist, entlässt die Schüler früher als vorgesehen. Der Grund: Es schneit so stark, dass Schüler und Lehrer später gar nicht mehr nach Hause gelangen können. Alle steigen also schon mittags in die Schulbusse oder ihre Autos, manch einer lässt sich von den Eltern abholen. Alle? Nein, ein kleines Grüppchen von sieben Neunt- und Zehntklässlern bleibt mit dem Lehrer und Footballtrainer Mr. Gossell allein zurück. Sie haben entweder aus Versehen den Bus verpasst, hätten abgeholt werden sollen oder haben einfach aus Unachtsamkeit verpennt, die Schule rechtzeitig zu verlassen. Als Mr. Gossell sich todesmutig in den Schneesturm stürzt, um Hilfe zu holen, sind die Schüler allein.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Rezensionen

In der heutigen Gesellschaft haben Viele immer häufiger das Gefühl, dass nach Arbeit und anderen Verpflichtungen kaum noch Freizeit übrig bleibt. Man hört und liest sogar den Wunsch nach mehr Stunden am Tag. Wie verbringen wir unsere Zeit und verbringen wir sie eigentlich sinnvoll? Zeit ist ein immer wichtigeres Thema, alles soll schneller, besser und perfekter sein – doch ist das am Ende wirklich das Beste für die Menschheit?

Eine durchaus glaubwürige Zukunftsvision zum Thema Lebenszeit hat Gerd Ruebenstrunk mit seinem Jugendroman „Rebellen der Ewigkeit“ geschrieben. Darin hat der Konzern Tempus Fugit eine Möglichkeit gefunden Menschen Lebenszeit abzukaufen und sie anderen – reicheren – Menschen zu verkaufen. Zwischen Arm und Reich tut sich eine immer größere Schlucht auf und das Sozialsystem ist längst nicht so gut, wie wir es heute haben. Wer nicht zahlen kann und krank ist, muss eben im Zweifel früher sterben.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Rezensionen

Ich bin eigentlich keine typische Thrillerleserin. In der Regel nehme ich einen Thriller nur in die Hand, wenn dieser sich wirklich außergewöhnlich anhört. Kürzlich hatte ich das Glück mal wieder genau so einen Thriller zu finden. Vorweg sei gesagt: für mich gibt es maximal eine Handvoll Thriller, die auf dem Niveau von „Unsichtbare Blicke“ geschrieben ist und inhaltlich mit dem Buch mithalten kann.

Frank M. Reifenberg hat mit seinem Jugendthriller etwas wirklich Besonderes geschafft. Er verbindet eine spannende Handlung, die sicher nicht nur die eigentliche Zielgruppe sondern auch erwachsene Leser überzeugt, mit einem Thema, das aufgrund der immer intensiveren Nutzung des Internets, von stetig wachsender Bedeutung ist. Gerade Jugendliche verbringen zunehmend Zeit am PC und tun das häufig sehr unbekümmert, ohne Angst vor möglichen Gefahren. In „Unsichtbare Blicke“ führt der Autor dem Leser genau dieses Problem vor Augen und lässt ihn nicht mehr los. Fließend bringt er zudem Themen wie erste Liebe, Freundschaft und Familie ein.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Krimi und Thriller Rezensionen

In allen Bereichen von Magelis Leben läuft es nicht so richtig rund: In ihrer Familie mit den 3 kleinen Brüdern fühlt sie sich eigenartig fremd. In der Schule ist es auch ganz grauslig, denn die Jungs ärgern die hübsche große Blondine, wohl weil sie bei ihr nicht landen können. Selbst gefällt Mageli ihr Aussehen aber auch nicht, vor allem ihre etwas spitz geformten Ohren versucht sie immer zu verstecken, indem sie ihre Haare darüber fallen lässt. Wenn nicht ihre beste Freundin, die superschlaue Rosann, ihr Vater Jost und die schöne Musik wären, die sie einfach so auf ihrer Flöte entstehen lassen kann, wäre alles schrecklich.

Aber da begegnet sie immer wieder einem tollen Jungen. Er heißt Erin und sieht super aus. Er taucht an den unterschiedlichsten Orten auf: Im Wald oder in Magelis (von innen abgeschlossenen) Zimmer. Wenn Mageli wieder allein ist, wacht sie erst mal auf und muss sich fragen, ob sie Erin geträumt hat.

Aktuell Fantasy Jugendbuch Liebesroman Rezensionen

Nacht für Nacht hat die sechzehnjährige Francesca di Medici die fürchterlichsten Alpträume: Jemand jagt sie unerbittlich durch die Dunkelheit. Leider hilft keine Behandlung gegen diese Qual.

Als ihre italienische Großmutter Francesca aus Deutschland nach Venedig beordert, wundert sich Francesca. Doch folgsam macht sie sich auf den Weg zu ihrer italienischen Familie: Außer der „nonna“ sind da noch zwei Tanten, zwei Onkel, zwei Vettern und eine Cousine. Der Familie geht es nicht besonders gut – das Restaurant wirft nicht genügend Geld für alle ab, so dass man sich gezwungen sieht, einen Teil des Palazzos zu einer Pension umzubauen.

In Venedig sind Francescas Alpträume ohnehin immer schlimmer als sonst, doch diesmal scheinen sie regelrecht Wirklichkeit zu werden: Eine geheimnisvolle Statue taucht auf und ein brutaler Mord geschieht in Francescas Umfeld. Die nonna scheint mehr darüber zu wissen. Ein Fluch liege auf der Familie di Medici, und nur ein Mitglied ihrer Familie könne ihn bekämpfen. Einst suchte ihr verstorbener Mann die Lösung, doch kurz vor Vollendung seiner Aufgabe starb er, wie auch seine erstgeborene Tochter. Nun ist es an Francesca, den Fluch zu bekämpfen….

Aktuell Fantasy Jugendbuch Rezensionen

Sanfter Paris-Krimi

„Ruhe sanft, mein Herz“ ist der Folgeroman von „Madame ist leider verschieden“ des Schriftstellerduos mit dem Pseudonym Claude Izner um den Pariser Buchhändler Victor Legris, der kaum in seiner Buchhandlung arbeitet, aber gern die mysteriösen Kriminalfälle in seiner Umgebung löst. Es ist sicherlich von Vorteil, den Vorgängerroman zu kennen, da hier bereits viele Hintergründe erklärt und Personen eingeführt werden, so z.B. Victors Ex-Freundin Odette, seine Freundin Tasha sowie sein Kollege in der Buchhandlung, Kenji, mit dem Victor soviel mehr verbindet als nur die Arbeit in der Buchhandlung.

Überhaupt sieht man Victor kaum in seiner Buchhandlung. Er führt ein gutbürgerliches Leben voller Annehmlichkeiten im Paris des Jahres 1890 (der erste Krimi spielte während der Weltausstellung 1889, dieser fast ein Jahr nach der Weltausstellung), hat eine Künstlerin zur Freundin (Tasha) und bewegt sich in bester Gesellschaft in Paris. Er ist attraktiv und hält sich immer an die Etikette und kommt damit in seiner Umgebung gut an. Für den Leser ist Victor eine sympathische Figur mit Charme.

Aktuell Krimi und Thriller Rezensionen

Bereits der erste Band der Reihe um das Mädchen Gaia – Die Stadt der verschwundenen Kinder – hatte mich tief in seinen Bann gezogen. Gerade ist bei Heyne fliegt endlich der 2. Band „Das Land der verlorenen Träume“ erschienen und dieses Buch hat es wirklich in sich. Gleich von Beginn an war ich noch mehr von der Geschichte begeistert, als schon beim Vorgänger. Caragh O’Brien hat ein großartiges Talent, den Leser in eine für ihn neue Welt zu versetzen und sie dabei ganz real erscheinen zu lassen!

Nach ihrer schnellen Flucht im Band 1 ist Gaia zu Beginn dieses Romans an ihrem körperlichen Ende angelangt. Noch schlimmer steht es um ihre Schwester Maya, die mehr tot als lebendig ist. Ihre Suche nach dem toten Wald hätte sie beinahe beide umgebracht. Doch sie werden von Chardo Peter gefunden und nach Sylum gebracht. Tatsächlich lebte dort einst Gaias Großmutter.

Aktuell Fantasy Jugendbuch Rezensionen

Hier geht es um den Jungen Jonathan Vogel, der schon als Baby immer ganz laut furzt. Der Arzt Dr. Bum, zu dem Jo mit seiner Mutter geht, erklärt, Jo muss immer pupsen, wenn er soviel Klugscheiße hört.

Irgendwann muss Jonathan in die Schule, obwohl er bisher gut von seiner Mutter unterrichtet wurde. Das hat der Stadtrat beschlossen. Aber in der Schule erwarten ihn viele fiese Lehrer: Frau Gift und Frau Galle, der Sportlehrer Herr Würgel und Schuldirektor Eisenbart. Alle Lehrer sind böse zu Jo. Die drei Kinder vom Stadtrat ärgern Jo auch noch, weil der Stadtrat die Familie von Jo nicht mag. In der Schule lernt Jo aber zum Glück auch Scha Scha Zinsel kennen. Sie kann mit ihren Blähungen z.B. Hubschrauber und alle andern möglichen Sachen nachmachen. So spielen sie den Lehrern und den fiesen Kindern heimlich Streiche….

Werden Jo und Scha Scha Zinsel damit irgendwann auffliegen? Wie können die beiden sich gegen die viele Klugscheißerei von den Lehrern wehren?

Aktuell Jungsecke Kinderbuch Rezensionen

Die zweiundzwanzigjährige Anna Gudbergsen wird in einer Sommernacht in der beschaulichen dänischen Kleinstadt Ringkøbing ermordet. Als ihre Leiche am darauffolgenden Morgen aufgefunden wird, beginnt die Polizei zu ermitteln, allerdings scheint die Lösung des Falls für sie klar: Sie verdächtigt Alex Petersen, mit dem Anna an jenem Abend in der Diskothek geflirtet hat und dann doch abwies. Zumal Alex schon früher einmal aufgefallen ist, als er seiner damaligen Freundin gegenüber gewalttätig wurde – und jetzt ist er verschwunden.

Die Sonderermittlerin Rebekka Holm von der mobilen Spezialeinheit aus Kopenhagen – die übrigens auch in Ringkøbing aufwuchs, die Stadt jedoch mit neunzehn Jahren verließ und seitdem nicht mehr zurückgekehrt ist – ist hingegen der Meinung, dass Alex nicht der Täter war. Doch wer war es dann? Als ein zweijähriges Kind namens Anna in einem Supermarkt entführt wird, wird der Fall noch undurchsichtiger für Rebekka. Und wie hängt dieser Fall mit dem zwanzig Jahre zurückliegenden Mord an der jungen Lene Eriksen zusammen?

Aktuell Krimi und Thriller Rezensionen

Das Dorf Treviso liegt in Norditalien, in Venetien. Es ist nicht zu verwechseln mit der Stadt Treviso in Venetien, die der Verwaltungssitz der Provinz Treviso ist. Im Dorf Treviso ist nie etwas los: Es gibt einen kleinen Supermarkt; ein Lokal, in dem man nur Nudeln mit Tomatensoße essen kann; eine schlechte Weinhandlung; einen Friseur; einen Markt am Samstag; eine Kirche, eine Grundschule und eine öffentliche Toilette. Einen Blumenladen gab es auch mal, aber der hat zugemacht.

Will man Blumen kaufen, muss man nach Castello della Libertá. In Castello ist auch sonst mehr los als in Treviso. Denn dort war zumindest einmal der Duce auf der Durchreise an andere, wichtigere Orte und hat immerhin drei Gläser Milch getrunken. Kein Wunder, dass diese Tatsache in Castello kräftig vermarktet wird: mit einem Duce-Hotel und einem Duce-Kuchen. Leider ist der Nachbarort Treviso völlig unbekannt. Daran wird sich auch nie etwas ändern, das wissen alle dort. Außer vielleicht ein Wunder?

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