Schlagwort: Rezension

Tamara Goodwin ist ihr Leben lang von ihren reichen Eltern verwöhnt worden. Sie ist den Luxus gewöhnt, mit dem sie von kleinauf überhäuft worden ist: Mit ihren Eltern wohnte sie in einer Villa in Dublin mit sechs Schlafzimmern, einem Privatstrand, einem Tennisplatz, einem Swimmingpool und noch vielem mehr. Doch Tamara nahm alles für selbstverständlich hin, schließlich waren alle ihre Freunde und Bekannten genauso reich. Anstatt dankbar zu sein, war sie unfreundlich, oberflächlich und widersetzte sich ihren Eltern. Nie dachte sie an morgen oder an die Konsequenzen ihrer Handlungen und wen sie mit ihren Worten verletzen könnte – bis ihr Vater unerwartet Selbstmord begeht und ans Licht kommt, dass er bankrott war, sodass das Haus nun der Bank gehört und Tamara und ihre Mutter zu ihren Verwandten aufs Land ziehen müssen.

Dort fühlt sie sich mehr als unwohl: Ihr Onkel Arthur bevorzugt Schnauben statt Worten zur Kommunikation, und ihre Tante Rosaleen lässt sie keine Minute aus den Augen und hält sie von ihrer Mutter fern, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, Tamara rund um die Uhr füttern zu wollen. Was ihre Mutter anbetrifft – diese sitzt lediglich im Schaukelstuhl am Fenster in ihrem Zimmer und antwortet auf Fragen, wenn überhaupt, mit einem ewigen Lächeln und wiederholt mechanisch, dass alles gut werde. Außer Tamara nimmt allerdings niemand den Zustand ihrer Mutter zu Notiz; sie trauere, sagen sie lakonisch. Die meiste Zeit über schläft Tamaras Mutter einfach und Tamara kann nur darüber rätseln, was mit ihr los ist.

Aktuell Jugendbuch Rezensionen

„Dash & Lilys Winterwunder“ vom Autorenduo David Levithan und Rachel Cohn ist ein wunderbares Wohlfühlbuch. Bereits mit dem ersten Satz hat mich dieser Roman, der jedes Leserherz erwärmen wird, vollkommen in seinen Bann gezogen. Für einen Bücherwurm könnte es auch nicht schöner anfangen, als in einer wirklich großen Buchhandlung:

Der Junge Dash ist gerade in seiner Lieblingsbuchhandlung Strand unterwegs und findet beim Stöbern ein rotes Notizbuch. Darin gibt ihm ein Mädchen namens Lily Anweisungen, die er befolgen soll. Er muss bestimmte Bücher im Laden finden und auf einen Lösungssatz für Lilys kleines Rätsel kommen. Und Dash schafft das Außergewöhnliche: er findet die Lösung und spielt Lilys Spiel mit.

Aktuell Jugendbuch Liebesroman Rezensionen

Auf den neuen Safier war ich schon lange Zeit sehr gespannt. Bisher haben mir alle Bücher des Autors gefallen, doch nach dem großartigen „Mieses Karma“ waren „Jesus liebt mich“ und „Plötzlich Shakespeare“ ein bisschen abgefallen. Dennoch sind beide Bücher sehr amüsant und lesenswert. „Happy Family“ hat mich wieder mehr überzeugt und mit einer spritzigen, abgedrehten Story überrascht.

Die Familie Wünschmann kommt nicht mehr so recht miteinander klar. Die Tochter Fee pubertiert ordentlich, der jüngere Bruder Max ist extrem ängstlich, Vater Frank steckt bis zum Scheitel in Arbeit und seine Frau Emma ist auch hauptsächlich genervt. Da kommt es ja passend, dass sie von der Hexe Baba Jaga auch noch in eine Mumie (Fee), einen Werwolf (Max), Frankensteins Monster (Frank) und einen Vampir (Emma) verwandelt werden. Nun müssen sie nicht nur mit den Familienmitgliedern, sondern auch mit der jeweils neuen Gestalt klarkommen. Und es beginnt eine Jagd nach der Hexe, die sie gefälligst wieder zurück verwandeln soll, auf der alle Wünschmanns viel über sich selbst und die anderen lernen werden.

Aktuell Rezensionen Unterhaltungsliteratur

SAFRAN WECKT HIRN.

Der zweite Thriller um Alexander Zorbach und Alina Gregoriev knüpft nahezu nahtlos an seinen Vorgänger „Der Augensammler“ an, weshalb es recht sinnvoll ist, dass Sebastian Fitzek gleich eine Warnung vorangestellt hat, in der er erklärt, dass es nicht nötig wäre, den „Augensammler“ vorher gelesen zu haben, doch wenn man vorhat, Letzteres zu lesen, sollte man den „Augenjäger“ am besten zunächst einmal wieder zur Seite legen. Schon auf den ersten Seiten danach findet man nämlich eine Zusammenfassung des „Augensammlers“ in Form eines Zeitungsartikels inklusive der Auflösung.

Kinder befreit. Täter gesteht. Aber das Morden geht weiter.

Wir werden Dr. Zarin Suker vorgestellt, einem der besten Augenchirurgen der Welt. Nachts jedoch kommt der Psychopath in ihm zum Vorschein, wenn er Frauen die Augenlider entfernt, sie vergewaltigt – und laufen lässt. Dass nur das jüngste seiner Opfer nicht Selbstmord begangen hat, liegt nur daran, dass man sie rechtzeitig gefunden hatte, bevor sie ihrem Leben ein Ende setzen konnte. Nun ist sie trotz psychischer Labilität die Kronzeugin in einer Anklage gegen Suker, die sich ansonsten auf nichts Handfestes stützen kann. Daher wird Alina Gregoriev, die blinde Physiotherapeutin, um Mithilfe gebeten: Sie soll Suker, der in Untersuchungshaft sitzt und keinerlei Zugang zu irgendwelchen Medien hat – sie daher auch nicht erkennen sollte – behandeln und dabei Informationen von ihm mithilfe ihrer unerklärlichen, übernatürlichen Fähigkeit, Visionen der Zukunft zu sehen, in Erfahrung bringen. Ob das gutgeht …?

Aktuell Krimi und Thriller Rezensionen

Ab und zu entdeckt man sie, diese Bücher, die einen beim Lesen verzaubern, die gar nicht mal großartig spannend und aufregend sein müssen, sondern durch eine wunderschöne Sprache und liebenswerte Hauptfiguren überzeugen. Das soll jetzt aber nicht heißen, das dieses Buch langweilig war, nein, das war es überhaupt nicht. Ein solches Buch ist für mich auf jeden Fall „Das als ist mein Leben“ von Stephen Chbosky, das eine Neuauflage des vor über 10 Jahren erschienenen Romans „Vielleicht wieder morgen“ ist. Ich bin sehr froh, dass dieses Buch – mit neuem Titel und in neuer Aufmachung – nun einmal mehr an die Leser gebracht wird, ich bin wirklich hin und weg davon und kann es nur jedem ans Herz legen, der sich gern von Büchern berühren lässt.

Charlie ist 16 Jahre alt und zu einer meiner liebsten Buchfiguren geworden. Man hat immer das Gefühl, dass er ein bisschen ehrlicher und höflicher als die meisten ist, ohne dabei aufgesetzt zu wirken oder künstlich. Nein, Charlie ist so wie er ist und ich finde ihn ganz fantastisch. Er liebt Bücher, seine besten Freunde, liebt es über die Geschehnisse in der Welt nachzudenken und liefert dem Leser genau dadurch einen ganz besonderen, für viele sicher neuen Blickwinkel aufs Leben. Trotz aller Niederlangen, Ängste und Sorgen sieht er doch das Gute und strahlt eine unbändige Hoffnung aus. Und egal, was auch geschehen mag, irgendwie wird doch wieder alles gut, wenn man es nur versucht und fest daran glaubt. Charlie ist stark!

Aktuell Gegenwartsliteratur Jugendbuch Jungsecke Rezensionen

„Ich. darf. nicht. schlafen.“ ist defintiv ein Thriller der anderen Art und gerade auch für Leser geeignet, die diesem Genre sonst eher nicht zugeneigt sind, Lesern wie mir. Ich lese nur sehr selten Thriller, mir fehlt bei diesen Büchern häufig der emotionale Bezug, der zum Buch aufgebaut wird und zu viel Brutales kann ich ebenfalls nicht en masse lesen.

Wer es spannend, bewegend und fast gar nicht blutig mag, der sollte sich „Ich. darf. nicht. schlafen.“ auf keinen Fall entgehen lassen. Das Buch erzählt die Geschichte der 47-jährigen Christine – hauptsächlich in Tagebuchform. Christine hat ihr Gedächtnis verloren, doch das außergewöhnliche und zugleich schlimme daran ist, dass sie jedes Mal, wenn sie einschläft, so ziemlich alles vergisst – auch die Erlebnisse des jeweiligen Vortages. Erst als sie beginnt Tagebuch zu schreiben und dieses auf Anraten des Arztes Dr. Nash jeden Tag nachzulesen, bekommt sie nach und nach Einblicke in ihre entfernte und gerade erst erlebte Vergangenheit.

Aktuell Krimi und Thriller Rezensionen

Die Vorstellung, das Todesdatum eines Menschen in dessen Augen zu sehen, ist wirklich gruselig. Wer möchte schon, dass das ganze eigene Leben durch so eine ‚Gabe‘ belastet wird? Manchmal ist es einfach besser, wenn man bestimmte Dinge nicht weiß. Doch Adam – wie schon zuvor seine Mutter Jem – kann genau das. Und es ist Fluch und Segen zugleich.

Bereits der erste Band der Reihe „Numbers – Den Tod im Blick“ konnte durch eine mitreißende und außergewöhnliche Thrillerhandlung begeistern. Jem sah sozusagen einen Anschlag auf das London Eye voraus, weil nahezu alle Menschen in der Schlange davor das gleiche Todesdatum hatten. Ihre plötzliche Flucht, erregte auch die Aufmerksamkeit der Polizei, was eine spannende Verfolgungsjagd zur Folge hatte.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Krimi und Thriller Rezensionen

Es kommt immer mal wieder vor, da redet so ziemlich jeder über ein bestimmtes Buch. Und ich frage mich die ganze Zeit, was daran wohl so besonders ist. Bei „Du oder das ganze Leben“ von Simone Elkeles war das genau der Fall. Das Cover sprach mich nicht richtig an und die Inhaltsbeschreibung klang im ersten Moment auch nicht außergewöhnlich. Trotzdem geriet dieses Buch wieder und wieder in meinen Blick. Nach dem Lesen kann ich nun sagen: zum Glück!

Bei diesem Jugendroman von Simone Elkeles handelt es sich um eine besonders feinfühlige und sehr dramatische Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen, die sich eigentlich nicht lieben dürften. Herkunft und Zugehörigkeiten machen eine Beziehung nahezu unmöglich. Trotzdem kommen sich die überall beliebte und stets perfekt zurechtgemachte Brittany und der zu einer gefährlichen Gang gehörende Alex immer näher. Anfangs sind sie nur Partner im Chemieunterricht und können sich nicht wirklich ausstehen. Doch wie das Leben eben manchmal spielt, ändert sich das mit der Zeit, weil beide immer mehr hinter die Fassade des jeweils anderen blicken können.

Aktuell Jugendbuch Liebesroman Rezensionen

Die liebe Crini hatte kürzlich eine tolle Idee – wer kennt das nicht, dass man gern zu allen gelesenen Büchern eine Rezension schreiben möchte, aber irgendwie nicht dazu kommt oder es immer vor sich her schiebt. Mir geht es auch so, dass ich besonders zwischen Montag und Freitag selten zum Schreiben komme. Dann bleibt alles fürs Wochenende liegen und wenn man dann sieht, was sich da gesammelt hat, kann man sich nicht so recht aufraffen.

Eine Lösung könnte jetzt Crinis regelmäßiger Rezensionen-Schreib-Marathon sein, bei dem unterschiedliche Blogger versuchen, an einem bestimmten Tag möglichst viele Bücher zu rezensieren. Ich habe mich jetzt entschlossen, das heute auch mal zu probieren und bin gespannt, was zusammen kommt. Das Ergebnis werdet ihr dann sowieso bald hier sehen. Bei mir wird es aber zeitlich immer nur am Sonntag gehen.

Hier sind zunächst die Bücher, die ich unbedingt noch besprechen möchte:

1. Urlaub mit Esel von Michael Gantenberg
2. Die Wolke von Gudrun Pausewang (Hörbuch)
3. Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles
4. Numbers – Den Tod vor Augen von Rachel Ward
5. Das also ist mein Leben von Stephen Chbosky (Rezension darf erst am 26.09. veröffentlicht werden)

Ich werde mal mit „Du oder das ganze Leben“ anfangen und dann schauen, wonach mir danach ist. Außerdem möchte ich zwischendurch noch bei den anderen stöbern & gucken, was sich dort tut.

17.24 Uhr: So, Rezension Nr. 1 ist geschafft. War doch gar nicht so schwer 🙂 –> Rezension zu „Du oder das ganze Leben“

Jetzt lese ich erstmal ein paar Seiten in „Ich. darf. nicht. schlafen“ von S.J. Watson, bevor es weitergeht.

19.12 Uhr: Nun mache ich mal weiter mit Rezension Nr. 2 – jetzt will ich endlich etwas zu „Numbers – Den Tod vor Augen“ schreiben. Es ist so ein tolles Buch und die Rezension steht jetzt schon seit Juni oder Juli aus. Wird also echt Zeit.

19.50 Uhr: Rezension Nr. 2 ist online. Das ist doch schon mal was –> Rezension zu „Numbers – Den Tod vor Augen“

Aktuell

Seit „Bevor ich sterbe“ bin ich ein großer Fan der Autorin Jenny Downham. Nach mehreren Jahren Wartezeit ist nun endlich ihr zweiter deutschsprachiger Roman „Ich gegen dich“ im neuen carl’s books Verlag erschienen. Vorab habe ich mir vor allem eines erwartet: von der Geschichte und den Figuren berührt zu werden.

Der Roman erzählt die komplizierte Liebesgeschichte zwischen Mikey und Elli. Denn Ellis Bruder Tom steht unter Verdacht Mikeys Schwester Karyn vergewaltigt zu haben. Und eigentlich ist Mikey, als er erstmals auf Elli trifft, nur darauf aus möglichst viel über Tom herauszufinden, um ihm später eins auszuwischen. Dass er sich dabei erstmals ernsthaft in ein Mädchen verlieben würde, das war nicht geplant.

Aktuell Rezensionen Unterhaltungsliteratur