Kaffee trinken mitten in Rom

Ich bin Teetrinkerin, aber ich bin auch immer ganz offen für einen guten Kaffee, egal, ob echt italienisch oder modern mit allerlei Geschmacksrichtungen. Und so war ich ja auch sehr offen für eine Geschichte mit dem Titel „Der erste Kaffee am Morgen“ von einem italienischen Autor namens Diego Galdino.

Massimo ist ein Barista. Das zu sein ist nicht nur sein Beruf sondern auch seine Leidenschaft. Von morgens bis abends, von Montag bis Montag steht er hinter der Tresse und macht die Bewohner des schnuckeligen Römer Stadtteils Trastevere glücklich. Jeder von ihnen hat seine Macken und Massimo bereitet ihnen ihren ganz persönlichen Kaffee, der perfekt zu ihnen passt.
Bis eines Tages Geneviève auftaucht. Oh oh, eine Pariserin in Rom. Wunderschön, anmutig und mit elektrisierenden grünen Augen. Ab diesem Moment ändert sich vieles in Massimos Leben. Er verliebt sich Hals über Kopf in Geneviève. Und für sie macht er sogar unmögliche Dinge, wie zum Beispiel Tee zuzubereiten, denn die Französin trinkt (terribile!) keinen Kaffee.

Weiterlesen Der erste Kaffee am Morgen von Diego Galdino.

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la-felicidad-es-un-te-contigo_9788467021240Ein Buch, das glücklich macht!

Um glücklich zu sein, braucht man wirklich nicht viel. Ein Stück Schokolade, der überraschende Anruf eines lieben Menschen, von dem man lange nichts gehört hat, einen Tag, der sonnig wird, obwohl der Wetterbericht es anders vorhergesagt hat, oder ein schönes Buch. Ich habe so ein Buch entdeckt, die spanische Autorin Mamen Sánchez hat es geschrieben und es heißt „La felicidad es un té contigo“, unter dem deutschen Titel „Die schönste Art, sein Herz zu verlieren“ erschienen.
Es ist klar, dass, wenn man das Glück in Buchform in den Händen hält, man möchte, dass einen dieses Gefühl nicht so schnell verlässt. Also muss man lesen und lesen, während man hofft, dass man am Ende des Buches nie ankommt. Weiterlesen La felicidad es un té contigo von Mamen Sánchez

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51pbrvZzCbLDie ultimative Diät

Nie hätte ich gedacht, dass ein Buch mit dem Titel „Endlich Kokain“ eines meiner Highlights der letzten Monate werden könnte.
Die Geschichte von Stephan Braum, der sein Leben durch Kokain verändert hat, fand ich einfach mehr als nur gut!

Selbstverständlich ändert der Kokain-Konsum das Leben jedes Süchtigen. Allein die Tatsache, dass man für die Anschaffung des Stoffes einen Teil des Budgets reservieren muss, bedeutet, dass man in manchen Bereichen Abstriche machen muss, besonders dann, wenn man nicht gerade in Geld schwimmt.
Stephan Braum wollte vor allem sein Äußeres verändern. Der extrem Übergewichtige hat den für ihn entscheidenden Tipp bekommen: Kokain macht schlank. Das musste er am eigenen Körper testen, und am Geld sollte es nicht scheitern.

„Das Kokain, das er zuvor wohldosiert und verantwortungsvoll eingenommen hatte, garantierte ihm diese Stimmung“
Braum zieht seine (aus seiner Sicht) verantwortungsvolle Kokain-Diät durch und führt penibel Tagebuch. Von diesem von ihm genannten „wissenschaftlichen Tagebuch“ sind immer wieder Auszüge zu lesen. Gerade diese Tagebucheinträge sind nötig, um dieses verrückte Kokain-Projekt aus seiner Perspektive erfassen zu können. Nichts überlässt er dem Zufall. Denkt er. Er hat die Kontrolle über den Stoff. Glaubt er. Sogar die perfekte wissenschaftliche Literatur konsultiert er regelmäßig: „Schriften über Kokain“ von Sigmund Freud.

„An dir sieht man, wie man es richtig macht mit Drogen! Du schaust super aus. So soll es sein!“
Was mir am besten gefallen hat, sind die Ironie und der Spott, die den Schreibstil abzeichnen. Die Wiener Politik, zu der Braum durch seine journalistische Tätigkeit Kontakt aufnimmt und die Berliner Kunstszene, in die er kokainbedingt gerät, werden auch gnadenlos in die Mangel genommen.

Diesen Roman habe ich mit Begeisterung gelesen. Dabei habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie es mit Braum enden würde. Und tatsächlich wurde ich überrascht. Selten habe ich so gelacht beim Lesen einer letzten Seite!

Mehr werde ich über „Endlich Kokain“ nicht sagen. Schließlich möchte ich nicht den Eindruck vermitteln, ich würde mich im „Laberflash“ befinden. Das sagt übrigens Braum über diejenigen, die sich im Kokainrausch befinden und nicht aufhören können zu reden…

KiWi
Taschenbuch
256 Seiten
Erscheinungsdatum: 10. April 2014
Preis: EUR 9,99
ISBN: 978-3462046359

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Tea Time bei Mrs Morland von Angela ThirkellMrs. Morlands Gedanken

Mrs. Morland als Freundin müsste man haben. Sie ist kultiviert, emanzipiert, intelligent, ehrlich und hilfsbereit. Ein Teenachmittag bei ihr könnte damit enden, dass man weniger Probleme hat, mehr Freunde oder sogar einen neuen Job, und wenn es passt, könnte unter den Gästen die Liebe des Lebens sein, dafür würde Mrs. Morland sorgen.

Angela Thirkell hat ihren Roman „Tea Time bei Mrs. Morland“ im Jahr 1933 geschrieben. Er wurde 2012 in England wiederveröffentlicht und 2014 vom Manhattan Verlag ins Deutsche übersetzt. Dieses Buch ist der erste Teil einer Reihe von Romanen über Mrs. Morland, ihre Familie und Freunde, die sogar Bestseller wurden. Weiterlesen Tea Time bei Mrs. Morland von Angela Thirkell

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Tödliche OlivenEin guter alter Freund

Um die Olivenöle in meiner Küche „mit allen Sinnen“ zu verkosten, habe ich meine Lektüre von „Tödliche Oliven“, dem vierten Fall um den luxemburgischen Koch Xavier Kieffer, unterbrochen. So neugierig war ich zu erfahren, ob meine Öle so schmecken, wie sie schmecken müssen: pfeffrig, fruchtig, bitter.

Natürlich habe ich immer gewusst, dass Olivenöl nicht gleich Olivenöl ist, aber dass Xavier darüber so wenig wusste wie ich, hat mich begeistert!
Aber nicht nur das hat mich begeistert, auch der spannende Fall, in den Tom Hillenbrand Xavier noch einmal verwickelt hat. Diesmal muss der in Sachen Olivenöl unerfahrene Koch – er ist ja in erster Linie ein Experte in der regionalen Küche seines Landes – mehr in diesem Gebiet lernen, als es ihm lieb ist. Weiterlesen Tödliche Oliven von Tom Hillenbrand

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41k42xJKttLEinfach nur Menschen…

Dass große Schriftsteller auch nur Menschen sind, vergessen Verehrer oft. Dass ihr Leben nicht immer glamourös und sorglos ist, kann man sich kaum vorstellen.
Viele Schriftsteller, die in den 30er Jahren im deutschen Sprachraum lebten, sahen sich gezwungen, diesen aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer Ideologien zu verlassen.
Stefan Zweig und Joseph Roth haben trotzdem versucht, während ihres Exils das Leben zu genießen und die Erinnerungen an die Heimat auszublenden. In dem atmosphärischen kleinen Badeort Ostende haben sie sich mit anderen heimatlosen Kollegen getroffen und bei einem flüchtigen Urlaubsgefühl auf die Rückkehr in die Heimat gehofft.

In seinem Buch „Ostende: 1936, Sommer der Freundschaft“ erzählt Volker Weidermann über einen Sommer im Leben von Stefan Zweig und Joseph Roth, von zwei Freunden, die nicht unterschiedlicher sein konnten. Weiterlesen Ostende: 1936, Sommer der Freundschaft von Volker Weidermann

Aktuell Rezensionen Sachbuch

517dXWKau2LSehr geehrter Herr Kommissar Bröhmann,

ich möchte mich an dieser Stelle als absoluter Fan von Ihnen outen. Ich habe alle Bücher gelesen, in denen Sie als Hauptfigur glänzen (und leiden) und war jedes Mal begeistert.

Klar, nur als Leserin war ich begeistert, aber als Mensch leide ich mit Ihnen und Sie tun mir richtig leid, es ist ja alles kein Zuckerschlecken, was Sie erleben müssen, als Familienvater und als Kriminalhauptkommissar. Ihr Schöpfer, Herr Dietrich Faber, macht es Ihnen aber auch nicht leicht! Zu viel Verantwortung auf einmal, und nicht mal etwas Ruhe und Entspannung gönnt er Ihnen während eines kurzen – und zweifellos wohlverdienten – Urlaubes. Weiterlesen Tote Hunde beißen nicht von Dietrich Faber

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7223Das Zeitreise-Abenteuer geht weiter!

Nach einem sehr turbulenten Schuljahr in der angesagten Modeschule freuen sich die Schwestern Hanna und Lucy auf die wohlverdienten Sommerferien mit Oma an der Ostsee.
Da die Großmutter eine ehemalige Zeitreisende ist – ihre Zeitreise-Fähigkeit verlor sie, als sie die Liebe ihres Lebens geküsst hat, also den Opa -, können sich Hanna und Lucy mit ihr ganz entspannt über die Zeitreisen unterhalten und sich von ihr Tipps geben lassen.
Oma erzählt an diesen sorglosen Urlaubstagen selbstverständlich auch viel über ihre Jugend , die sie in den 60er Jahren verbracht hat… und plötzlich ohne es richtig zu merken, befinden sich die Schwestern zum ersten Mal mitten in einem der bewegtesten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts!
Mondlandung, The Beatles, die Anfänge der Hippie-Ära, das alles haben die 60er den beiden Schwestern zu bieten. Außerdem, was für sie am interessantesten ist, eine unglaublich vielfältige und wandelbare Mode. Und das kommt gerade mehr als passend, denn das neue Schuljahr beginnt genau mit diesem Thema: das Leben und die Mode in den 60er Jahren. Weiterlesen we love Fashion – Minirock und Flower-Power von Maya Seidensticker

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Bridgets und Joans Tagebuch Verrueckt nach dem Toyboy von Bridget GolightlyLieber Bridget und Joan als Bridget Jones

Schon beim Öffnen dieses Buches liest man eine Warnung, eigentlich eine Klarstellung des Verlags: „Bridgets und Joans Tagebuch – Verrückt nach dem Toyboy“ ist ein eigenständiges Werk, das nichts mit den Bridget-Jones-Romanen der Autorin Helen Fielding zu tun hat.
Bridget Jones? Helen Fielding? Nie gelesen. Das kann ich aber nicht über das Werk von Bridget und Joan sagen. Ihr Tagebuch habe ich gelesen und bin dadurch reicher an Erkenntnissen geworden. Die beiden Autorinnen sind ja Damen, die mehr als 80 Jahre Lebenserfahrung (nicht zusammen, sondern jede von ihnen) vorweisen können.
Während Joan so viel Zeit wie möglich an ihrem 50.000-Teile-Serienkiller-Riesenpuzzle verbringen möchte, hat ihre Freundin Bridget schon längst vergessen, wie alt sie ist und führt ein heißes und abenteuerreiches Leben. Zumindest glaubt sie das… Weiterlesen Bridgets und Joans Tagebuch – Verrückt nach dem Toyboy von Bridget Golightly und Joan Hardcastle

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81XS1YO8tCLLeider nicht der Richtige für mich…

Lange habe ich mich auf die Erscheinung von Tom Rachmans neuem Roman „Aufstieg und Fall großer Mächte“ gefreut. Als ich endlich dieses Buch mein Eigen nennen durfte, konnte ich kaum erwarten, mit dem Lesen anzufangen. Ich wollte unbedingt alles über Tooly und ihre Buchhandlung in einem kleinen walisischen Dorf erfahren.

Für mich war es eine Überraschung, sehr früh feststellen zu müssen, dass diese Buchhandlung nur eine Phase in Toolys Leben war. Was für eine rastlose Existenz sie davor geführt hatte, konnte ich mir kaum vorstellen.

Tom Rachman erzählt uns auf drei unterschiedlichen Zeitebenen über Toolys Leben: als Kind, als junge Frau und als 33-jährige Eigentümerin eines Buchladens. Weiterlesen Aufstieg und Fall großer Mächte von Tom Rachman

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