Schlagwort: Alpen

91cRDtnXjILBurgi ist wieder da!

Wenn der Sommer kommt, spüre ich das Bedürfnis, etwas Schönes zu erleben und meine Sorgen zu vergessen. Natürlich wäre ein Urlaub das Beste, aber wenn es schnell, unkompliziert und günstig gehen soll, dann nehme ich mir ein Buch, am besten von einer Autorin, die ich schon kenne und von der ich weiß, dass sie schon mal dafür gesorgt hat, dass es mir gut ging: Franziska Weidinger.

Wie habe ich mich gefreut, als ich erfahren habe, dass Burgi wieder da ist! Burgi, die Metzgerin in einem kleinen Ort in den bayrischen Bergen. Burgi, die als Expertin in Sachen Fleisch Männer mit Leberkäse vergleicht, und die am Ende die große Liebe findet, und zwar als sie es am wenigsten erwartet und in einem Mann, von dem sie nie gedacht hätte, dass er das beste Stück Leberkäse in ganz Bayern ist. Nachdem mich Burgi in „Keine Sau hat mich lieb“, dem ersten Roman Franziska Weidingers, berührt hat, und nachdem ich auch zusammen mit ihr gelacht und von besseren Zeiten geträumt hatte, habe ich mich sehr auf eine neue Geschichte mit ihr gefreut. In „Auch Hühner träumen von der Liebe“ liefert Burgi wieder ein schönes bayrisches Abenteuer… auf einer Alm.

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45663_371699859627786_1812083867_nHerzallerliebst!

Franziska Weidinger hat eine bayrische Heldin geschaffen, die ich so gerne als Freundin hätte. Sie wird Burgi genannt und vergleicht Männer mit Leberkäse. Kein Wunder, ihre philosophische Inspiration liefern ihr die männlichen Kunden, die bei ihr täglich Leberkäsebrote verspeisen. Burgi besitzt eine Metzgerei.

Man könnte meinen, bei Burgi läuft alles paletti. Sie ist selbstständig, teilt sich ein Haus mit Vater und Bruder, hat eine treue Freundin und genießt ein gewisses Ansehen im Dorf.
Aber der Schein trügt… nicht alles ist rosig in ihrem Leben. Einiges läuft schief in ihrer Familie und das Geschäft funktioniert nicht wie gewünscht. Und in Sachen Liebe kann man es so zusammenfassen wie einst „U2“: But I still haven’t found what Iˈm looking for.

In „Keine Sau hat mich lieb“ erzählt Franziska Weidinger über ein paar Tage in Burgis Leben, über Katastrophen, die sich in dieser kurzen Zeit ereignen und über die Suche nach Lösungen.

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blasmusikpopBergbarbaren versus Alpenrepublik

Mit der Zeit entwickelt ein erfahrener Leser ein gutes und zuverlässiges Gespür dafür, welches Buch „das richtige“ ist. Cover, Klappentext, Autor können ein Hinweis dafür sein, aber oft erlebt man Enttäuschungen, wenn man sich immer nur darauf verlässt.
Das Gespür aber lässt sich selten täuschen.
Der erfahrene Leser weiß auch, ob ein Buch mit Liebe und Hingabe geschrieben wurde. Das sind Gefühle und Eigenschaften, die sich auf den Leser übertragen.
„Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“ ist genau so ein Buch: Es ist das richtige für mich, und dass Vea Kaiser es mit viel Liebe geschrieben hat, habe ich deutlich gespürt.

Vea Kaiser hat mit „Blasmusikpop oder Wie die Wissenschaft in die Berge kam“ ein Epos geschrieben, ein Alpen-Epos. Durch die Augen zweier außergewöhnlicher Männer sehen wir das Leben eines kleinen alpinen Dorfes in einer Alpenrepublik (der aufmerksame Leser wird sofort Ähnlichkeiten zu einem bestimmten europäischen Staat feststellen), das sich seit dem Mittelalter heldenhaft gegen die Wirkung und den Einfluss der Außenwelt wehrt. Das ist größtenteils durch die schwer erreichbare alpine Lage möglich. Aber auch die Charaktereigenschaften der Bewohner dieses Dorfes, das sehr stark dem einen berühmten „kleinen gallischen Dorf“ ähnelt, tragen dazu bei, dass diese alpine Gemeinschaft eine Art Mini-Nation bildet, die das Schicksal und die Geschichte der Alpenrepublik nicht teilt, zu der es offiziell gehört. Das bringt große und kleine Vorteile mit sich, aber auch manche Nachteile. Und von diesen Vorteilen und Nachteilen lässt uns Vea Kaiser wissen, und meistens aus der Sicht ihrer Hauptfiguren.

2012 Aktuell Gegenwartsliteratur Rezensionen

36891078z„Anrufbeantworter von Alfred Firneis. Bitte hinterlassen Sie keine Nachricht. Ich rufe nicht zurück.“

Diesen Spruch muss Susanne Beckmann mehrmals am Tag hören, jedes Mal wenn sie versucht, ihren Star-Schriftsteller Alfred Firneis zu kontaktieren. Sie braucht ihn, damit er weitere Best-Seller für ihren Verlag schreibt.
Susanne Beckmann ist aber eine hartnäckige Verlegerin und sie schafft es sogar, dem ausgebrannten Firneis zur Zwangs-Kur in den Alpen zu schicken. Da macht Firneis Bekanntschaft mit zwei außergewöhnlichen Menschen: August, dem Förster und Mara, der slowenischen Biologin.
Die Fische in dem Bergsee sind die einzigen Zeugen des Anfangs einer zarten Liebe zwischen Firneis und Mara. Firneis ist verändert, er ist nicht mehr der selbe… und auch Mara muss zugeben, dass „sie nicht sie“ ist.

René Freund liefert mit „Liebe unter Fischen“ ein bezauberndes Quartett an literarischen Figuren, die für Wirbel in dieser absolut schönen Liebesgeschichte sorgen.

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