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Maletas_perdidas_Jordi_PuntiVier Söhne und kein Vater

Jordi Puntí, der in Barcelona lebende katalanische Schriftsteller, ist mittlerweile nicht nur in Spanien sondern in ganz Europa bekannt. Seine Bücher, ursprünglich in Katalanisch geschrieben, werden in mehreren Sprachen übersetzt.
Einer seiner bekanntesten Romane erschien in der spanischen Übersetzung unter dem Titel „Maletas perdidas“ (deutsche Ausgabe: „Die irren Fahrten des Gabriel Delacruz“). „Maletas perdidas“ bedeutet „vermisste Koffer“. Und diese vermissten Koffer spielen eine wichtige Rolle in diesem Buch.
Aber bevor Puntí uns bis zu diesen vermissten Koffern führt, erzählt er uns eine verrückte Geschichte, die aber – wer weiß – vielleicht im echten Leben hätte passieren können: Ein Mann hat vier Söhne, in ganz Europa verstreut, und sie wissen nichts von der Existenz der anderen.

„Maletas perdidas“ ist die Geschichte dieses Mannes. Die Geschichte konnte nur dann erzählt werden, als sich diese Brüder kennenlernten und sich auf die Suche ihres Vaters begaben, eines Fremden, denn dieser Vater verschwand gleichzeitig aus dem Leben seiner Söhne, Jahrzehnte vorher.

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7038-01-Retrum.inddAls Christian seinen Zwillingsbruder bei einem Motorradunfall verlor, erlosch gleichzeitig sein Lebenswille. Die Schule, seine Klassenkameraden, seine Eltern, die nun geschieden sind – nichts ist mehr von Bedeutung für ihn. Der einzige Ort an dem er sich wohlfühlt ist der Friedhof.

Genau dort trifft er auch auf Retrum, eine Gruppe von drei Jugendlichen, die nichts geringeres als den Tod verehren! Chris ist von ihnen – vor allem von der hübschen Alexia – so sehr fasziniert, dass er die Aufnahmeprüfung auf sich nimmt, um zu ihnen zu gehören.

Doch die vier Jugendlichen lassen außer Acht, dass man mit dem Tod nicht spielen sollte…

Dieses Buch hat mich eindeutig unentschieden zurückgelassen. Einerseits gab es tolle Elemente, die mich wirklich gefesselt haben und deren Auflösung ich sehnsüchtig erwartet habe. Vor allem das Mysterium um Alexia konnte meine Neugier erwecken.

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