Schlagwort: Buchkritik

BetaDemesne ist eine paradiesische Insel: Die Luft ist besonders rein, die Landschaft unbeschreiblich schön, das Wasser wirkt wie ein Jungbrunnen – genau wie im Schlaraffenland. Die Menschen können sich glücklich schätzen, dort leben zu dürfen. Allerdings macht diese Umgebung alle Leute schlapp und faul, sodass sie – ebenso wie die Schlaraffen – zur Faulheit neigen. Daher braucht man nun Diener, die alle Arbeit erledigen und nicht von der trägemachenden Luft beeinflusst werden. Die Lösung heißt „Klone“. In Dr. Lusardis Labor werden künstliche Menschen angefertigt, die je nach dem geplanten Verwendungszweck stark, duldsam oder sexy sind. Sie kommen als Sklaven für Gartenarbeit, Bauarbeiten oder zur Gesellschaft zum Einsatz.

Jeder Klon hat eine oder einen „First“, dessen Körper für die Neuerschaffung des Klons benötigt wird. Diese Firsts sind entweder bei Unfällen ums Leben gekommen oder haben ihren Körper der Wissenschaft gespendet, weil sie ihre bedürftigen Familien unterstützen wollten. Klons haben keine Seelen, keine Gefühle und keinen Geschmackssinn. Sie sollen quasi wie Roboter funktionieren.

Aktuell Jugendbuch Rezensionen

Die Teenager Day und June wohnen in demselben (utopischen) Amerika, aber es könnten auch zwei ganz unterschiedliche Welten sein: Während Day aus einem Armenviertel stammt, gehört June zu der priviligierten Elite der Republik. Während Days Familie aus seinen Eltern und zwei Brüdern besteht, hat June nur noch ihren großen Bruder Metias. Ihre Eltern sind vor vielen Jahren bei einem Unfall umgekommen. Allerdings haben beide Teenager eines gemeinsam: Bei dem „Großen Test“, den alle Kinder mit 10 Jahren durchlaufen, haben sie mit der sensationellen, nie erreichten Punktzahl 1500 bestanden.

Während June jedoch zum gefeierten Wunderkind der Republik wird, werden an Day grausame Experimente durchgeführt, an denen er scheinbar zugrundegeht. In Wirklichkeit aber überlebt er und wird zu einer Art Robin Hood, der die Wohlhabenden bestiehlt und seine arme Familie und andere Slumbewohner beschenkt. In den Armenvierteln brechen immer wieder „Seuchen“ aus, schreckliche tödlich verlaufende Krankheiten. Die Reichen jedoch werden jedes Jahr wirkungsvoll gegen diese Krankheiten geimpft.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Rezensionen

Bei „Grischa“ hat mir besonders der erste Teil des Buches sehr gefallen. Die Stimmung, die direkt zu Beginn entsteht, war ganz besonders und hat mich richtig in das Buch hinein gezogen. Leigh Bardugo versetzt den Leser hier in eine andere Welt; innerhalb von nur wenigen Minuten ist man in einem magischen Russland angekommen und freut sich auf ein spannendes Abenteuer.

Die Hauptfiguren in „Grischa – Goldene Flammen“, dem ersten Band einer Trilogie, sind Alina und Maljen. Beide gefielen mir direkt sehr gut und machten Lust darauf mehr über sie zu erfahren. Man begeleitet sie zunächst im Kindesalter – die beiden sind Waisen und wachsen zusammen auf. Mit zunehmendem Alter stellt sich für Alina heraus, dass sie mehr für Maljen empfindet als nur tiefe Freundschaft, doch erwidert er ihre Liebe? Sein gutes Aussehen sorgt vielmehr dafür, dass er von allzu vielen Frauen umschwärmt wird, sogar die magisch begabten Grischa werfen ein Auge auf ihn. 

Aktuell Fantasy Jugendbuch Rezensionen

Jennifer ist Studentin der Biomathematik. Sie jobbt bei einem launischen Professor, der über Risikoforschung schreibt. Jennifers Vater ist vor kurzem an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gestorben. Da die Krankheit erblich ist, hat auch Jennifer keine hohe Lebenserwartung. Der Arzt prognostiziert ihr noch rund sechs Monate Lebenszeit. Sie macht sich also Gedanken darüber, wie sie dieses halbe Jahr noch verbringen könnte.

Doch durch reinen Zufall erregt Jennifer die Aufmerksamkeit eines Sicherheitsdienstes. Jemand hat es plötzlich auf sie abgesehen, doch sie weiß gar nicht warum. Als sie neugierig nachforscht, findet sie überraschend eine Formel, mit der man das Ende der Menschheit berechnen kann. Es liegt nur 52 Jahre in der Zukunft. Man könnte es noch abwenden, indem man eine Variable verändert. Doch das ist nicht im Interesse des Sicherheitsdienstes und dessen Auftraggeber. Eine atemlose Jagd beginnt, mit Jennifer im Mittelpunkt.

Sie ist pfiffig und weiß ja, dass sie sowieso nicht viel zu verlieren hat: Wenn man nur noch sechs Monate Zeit zu leben hat, kann man wahrscheinlich so manches Risiko bedenkenlos eingehen.

Aktuell Jungsecke Krimi und Thriller Rezensionen

Von Frankenstein haben wir wohl schon alle gehört. Ein düsterer Typ, der versucht, in seinem Keller einen Menschen zu erschaffen: Frankensteins Monster.

In diesem Buch finden wir endlich heraus, welche Vorgeschichte Victor Frankenstein hat und was ihn antreibt. Victor, sein Zwillingsbruder Konrad und ihre Cousine Elizabeth leben zusammen im Schloss der Familie. Sie werden von Victors und Konrads Vater sowie ausgewählten Hauslehrern unterrichtet. Auch der in der Nähe lebende Henry Clerval gehört zu dieser Lerngruppe. Victor sieht sich im Schatten seines immerhin zwei Minuten älteren Bruders Konrad. Er hält ihn für besser, freundlicher, sanfter, schließlich lieben alle ihn. Victor selbst, ein impulsiver, leidenschaftlicher Typ, bringt die Leute eher gegen sich auf. Henry ist ein Feingeist, er profitiert von seiner großen Phantasie, schreibt sogar Theaterstücke. Alle drei lieben sie Elizabeth, die schöne, lebhafte und anziehende Ziehschwester der Brüder Frankenstein. Doch sie sieht Victor und Henry nur als „Brüder“ und liebt nur Konrad.

Aktuell Fantasy Jugendbuch Jungsecke Rezensionen

Berlin 1874: Die junge Rika Hesse ist Mitte zwanzig und gerade verwitwet. Ihr sehr viel älterer Ehemann Conrad war Fabrikant in der Konfektionsbranche und sehr vermögend. Nun wohnt sie gemeinsam mit ihren beiden Stiefkindern Alexander und Anna in dem großen Haus am Hausvogteiplatz.

Rika ist kaum älter als Stiefsohn Alexander, ein gefühlskalter, machthungriger Manipulator. Er bewundert Rika schon lange und beginnt nach Ablauf der Trauerzeit, ihr geschickt den Hof zu machen. Unter anderem schenkt er der kunstinteressierten Rika ein faszinierendes Gemälde.

Auch für Anna, seine kleine Schwester, hat er schon Heiratspläne. Um den gesellschaftlichen Aufstieg seiner Firma zu sichern, müsste sie in eine adlige Familie einheiraten. Einen passenen Kandidaten hat Alexander schon ins Auge gefasst. Doch leider werden Alexanders wohlüberlegte Pläne durchkreuzt: Rika hat sich vorgenommen, als nächstes auf jeden Fall nur eine Liebesheirat zu machen, was eine Verbindung mit Alexander ausschließt. Anna hat sich, bevor sie den designierten Ehemann auch nur kennenlernt, bereits in den sympathischen David Löwenstein verliebt. Da aber die Stimmung in Alexanders Umfeld nun gerade antisemitisch ist, kommt ein jüdischer Ehemann für Anna gar nicht in Frage.

Aktuell historischer Roman Liebesroman Rezensionen