„One Moment In Time“

Wunderbare, regelrecht märchenhafte vierundzwanzig Stunden hat Miss Pettigrew erlebt. Zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt sie am eigenen Leib, was es bedeutet, geschätzt und bewundert zu werden, und das alles in einer glamourösen und traumhaften Umgebung.
Aber jetzt von vorne. Miss Pettigrew ist eine steife, nicht mehr junge, arbeitslose Gouvernante, die durch ein Missverständnis bei der jungen, charmanten, wunderschönen und äußerst liebenswerten Miss LaFosse landet. Das ist der Beginn von Miss Pettigrews größtem Abenteuer!

Diese märchenhafte und leichte (auf keinen Fall seichte) Komödie hat die Engländerin Winifred Watson Ende der 30er Jahre geschrieben und damit einen Hit gelandet, der 80 Jahre später nicht an Aktualität verloren hat. Denn welche Frau möchte nicht, auch wenn nur für einen Tag, ein Star sein.
Meine Sympathien hatten Miss Pettigrew und Miss LaFosse. Miss Pettigrew, weil sie trotz Steifheit bereit war, ihren Tag zu genießen, ganz nach dem Motto „One Moment In Time“, etwas, was den meisten Menschen bestimmt nicht so leicht fallen würde. Meine Favoritin war aber die mondäne Miss LaFosse, die feenhafte und fast kindliche Sängerin mit viel Charisma, die mit ihrer Großzügigkeit und Offenheit punktet.

„Miss Pettigrews großer Tag“ wurde 2008 erfolgreich verfilmt. In den Hauptrollen die Oscar-Gewinnerin Frances McDormand als Miss Pettigrew und die anmutige Amy Adams als Miss LaFosse, die aus meiner Sicht die Rolle perfekt verkörpert.

Ab und zu muss man so eine Geschichte lesen, die Sorgen vergessen lässt und bei der man ein bisschen träumen kann…

Manhattan
Gebundene Ausgabe
256 Seiten
Erscheinungsdatum: 19. Oktober 2009
Preis: EUR 22,90
ISBN: 978-3442546619

Liebesroman Rezensionen Roman Unterhaltungsliteratur

Anleitung zum UnglücklichseinIch bin nicht nur ein großer Fan von Büchern, sondern komme auch an Buchverfilmungen nur schwer vorbei. Am 4. Juli 2013 erschien „Anleitung zum Unglücklichsein“ basierend auf der gleichnamigen Buchvorlage von Paul Watzlawick, auf DVD und Blue-ray. Der Film erzählt – unter der Regie von Sherry Hormann – eine verträumte Geschichte über die Liebe und das Leben.

Johanna Wokalek ist dabei eine großartige Besetzung der Hauptfigur Tiffany Blechschmid. Allein durch ihr schauspielerisches Talent gibt sie dem Film eine ganz besondere Atmosphäre – so ganz anders, als sonst für Filme mit deutschen Schauspielern üblich. Dank ihr und der wunderbar gewählten Drehorte und Kulissen entfaltet der Film seine ganz eigene Magie.

Die Stimmung, die Bilder und die Schauspieler konnten mich folglich durchweg überzeugen und in eine andere Welt entführen. Leider gelang es ihnen aber dennoch nicht, mir die eigentliche Handlung wirklich nahe zu bringen und mich mitfühlen zu lassen. Hier oftmals der rote Faden in der Handlung, weshalb ich gedanklich fast schon abschweifte und mich nur von den schönen Bildern berauschen ließ. Inhaltlich überzeugt der Film nicht ganz, was aber auch der Tatsache geschuldet sein kann, dass es eben nicht so einfach ist, aus einem Sachbuch ein gut durchdachtes Drehbuch zu machen. Hier hätte ich mir vorab mehr erwartet. Weiterlesen Buchverfilmung: Anleitung zum Unglücklichsein

Aktuell Liebesroman Rezensionen

3-596-17303-5Nicht so gut wie sein Ruf

Mit hohen Erwartungen habe ich angefangen, den hochgelobten Roman „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda zu lesen.
Diese Erwartungen wurden anfangs nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Aber nur bis zur Hälfte des Buches… leider.
Nach und nach dachte ich mir, der Spruch „weniger ist mehr“ wäre etwas, was Madame Gavalda hätte beherzigen sollen, um die Qualität ihres Romans bis zur letzten Seite gewährleisten zu können.

Diese Geschichte hat mich bewegt. Ihre Figuren sind mir ans Herz gewachsen, aber bedauerlicherweise wurden sie gegen Ende gewöhnlicher und kitschiger, sie verloren ihre Reize und das, was sie so einzigartig gemacht hat. Die untypischen Dialoge, die ich so geliebt habe, wurden durch flache und teilweise sogar groteske Situationen ersetzt.

Gavaldas Geschichte um eine keineswegs alltägliche Wohngemeinschaft wurde 2004 verfilmt. In der Hauptrolle Audrey Tautou.

FISCHER Taschenbuch
Taschenbuch
560 Seiten
Erscheinungsdatum: 14. September 2006
Preis: EUR 9,95
ISBN: 978-3596173037

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Drei gegen die Welt

Was kann drei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, so vereinen, dass sie sogar bereit sind, vieles zu riskieren und sich möglichen Gefahren auszusetzen? Was könnte so wichtig sein, das von diesen drei Frauen geheim gehalten werden muss?

Für Skeeter, Aibileen und Minny heißt die Antwort auf diese Frage: ein Buchprojekt.

Sie leben in Jackson, Mississippi, US-Südstaat, in den bewegten 60er Jahren. Charakteristisch für diese Zeit in Mississippi: die so genannte Rassentrennung.

Skeeter (bürgerlicher Name: Eugenia) ist eine „weiße“ junge Frau mit abgeschlossenem Universitätsstudium, die, wieder zurück in ihrem Elternhaus, einen Traum hat: Schriftstellerin werden.

Aibileen und Minny sind „farbige“ Dienstmädchen. Aibileen ganz brav und konsequent, Minny sehr temperamentvoll und ungezügelt, Charakterzüge, die der Grund dafür sind, dass sie immer wieder ihre Arbeit verliert.

Skeeter, Aibileen und Minny haben etwas gemeinsam: Sie sind unzufrieden mit ihrem Leben in dieser Art von Gesellschaft im Süden der USA. Weiterlesen Gute Geister von Kathryn Stockett

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Ab und zu entdeckt man sie, diese Bücher, die einen beim Lesen verzaubern, die gar nicht mal großartig spannend und aufregend sein müssen, sondern durch eine wunderschöne Sprache und liebenswerte Hauptfiguren überzeugen. Das soll jetzt aber nicht heißen, das dieses Buch langweilig war, nein, das war es überhaupt nicht. Ein solches Buch ist für mich auf jeden Fall „Das als ist mein Leben“ von Stephen Chbosky, das eine Neuauflage des vor über 10 Jahren erschienenen Romans „Vielleicht wieder morgen“ ist. Ich bin sehr froh, dass dieses Buch – mit neuem Titel und in neuer Aufmachung – nun einmal mehr an die Leser gebracht wird, ich bin wirklich hin und weg davon und kann es nur jedem ans Herz legen, der sich gern von Büchern berühren lässt.

Charlie ist 16 Jahre alt und zu einer meiner liebsten Buchfiguren geworden. Man hat immer das Gefühl, dass er ein bisschen ehrlicher und höflicher als die meisten ist, ohne dabei aufgesetzt zu wirken oder künstlich. Nein, Charlie ist so wie er ist und ich finde ihn ganz fantastisch. Er liebt Bücher, seine besten Freunde, liebt es über die Geschehnisse in der Welt nachzudenken und liefert dem Leser genau dadurch einen ganz besonderen, für viele sicher neuen Blickwinkel aufs Leben. Trotz aller Niederlangen, Ängste und Sorgen sieht er doch das Gute und strahlt eine unbändige Hoffnung aus. Und egal, was auch geschehen mag, irgendwie wird doch wieder alles gut, wenn man es nur versucht und fest daran glaubt. Charlie ist stark! Weiterlesen Das also ist mein Leben von Stephen Chbosky

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