Schlagwort: DeLiA Literaturpreis 2012

Berlin 1874: Die junge Rika Hesse ist Mitte zwanzig und gerade verwitwet. Ihr sehr viel älterer Ehemann Conrad war Fabrikant in der Konfektionsbranche und sehr vermögend. Nun wohnt sie gemeinsam mit ihren beiden Stiefkindern Alexander und Anna in dem großen Haus am Hausvogteiplatz.

Rika ist kaum älter als Stiefsohn Alexander, ein gefühlskalter, machthungriger Manipulator. Er bewundert Rika schon lange und beginnt nach Ablauf der Trauerzeit, ihr geschickt den Hof zu machen. Unter anderem schenkt er der kunstinteressierten Rika ein faszinierendes Gemälde.

Auch für Anna, seine kleine Schwester, hat er schon Heiratspläne. Um den gesellschaftlichen Aufstieg seiner Firma zu sichern, müsste sie in eine adlige Familie einheiraten. Einen passenen Kandidaten hat Alexander schon ins Auge gefasst. Doch leider werden Alexanders wohlüberlegte Pläne durchkreuzt: Rika hat sich vorgenommen, als nächstes auf jeden Fall nur eine Liebesheirat zu machen, was eine Verbindung mit Alexander ausschließt. Anna hat sich, bevor sie den designierten Ehemann auch nur kennenlernt, bereits in den sympathischen David Löwenstein verliebt. Da aber die Stimmung in Alexanders Umfeld nun gerade antisemitisch ist, kommt ein jüdischer Ehemann für Anna gar nicht in Frage.

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