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Das Labyrinth erwachtImmer auf der Suche nach spannenden Jugendthrillern und Dystopien, die nicht kitschig sind, habe ich vor einer Weile Rainer Wekwerths aktuellen Jugendroman „Das Labyrinth erwacht“ entdeckt. Der Titel und das aufregende Cover machten mich neugierig, denn Geschichten, in denen Labyrinthe eine Rolle spielen, haben eine magische Anziehung auf mich. Scheinbar ausweglose Situationen und Spannung sind da vorprogrammiert!

Der Autor wirft seine Leser dann auch direkt ins Geschehen und in ein aufregendes Abenteuer. Für die jugendlichen Protagonisten geht es dabei um nicht weniger als Leben oder Tod. Besonders gefiel mir, dass wir es mit sehr unterschiedlichen Figuren zu tun haben, die nun plötzlich aufeinander angewiesen sind und zugleich auch eine Gefahr darstellen. Manche sind sympathisch, andere total nervig und wieder andere kann man sehr schwer einschätzen. Schnell wird klar, dass diese Geschichte wohl keinen guten Ausgang nehmen wird. Die Jugendlichen können nur weiterkommen und einen Ausweg aus ihrer gefährlichen Lage finden, indem nach und nach einer von ihnen zurückbleibt und es nicht schafft.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Rezensionen

Bei „Grischa“ hat mir besonders der erste Teil des Buches sehr gefallen. Die Stimmung, die direkt zu Beginn entsteht, war ganz besonders und hat mich richtig in das Buch hinein gezogen. Leigh Bardugo versetzt den Leser hier in eine andere Welt; innerhalb von nur wenigen Minuten ist man in einem magischen Russland angekommen und freut sich auf ein spannendes Abenteuer.

Die Hauptfiguren in „Grischa – Goldene Flammen“, dem ersten Band einer Trilogie, sind Alina und Maljen. Beide gefielen mir direkt sehr gut und machten Lust darauf mehr über sie zu erfahren. Man begeleitet sie zunächst im Kindesalter – die beiden sind Waisen und wachsen zusammen auf. Mit zunehmendem Alter stellt sich für Alina heraus, dass sie mehr für Maljen empfindet als nur tiefe Freundschaft, doch erwidert er ihre Liebe? Sein gutes Aussehen sorgt vielmehr dafür, dass er von allzu vielen Frauen umschwärmt wird, sogar die magisch begabten Grischa werfen ein Auge auf ihn. 

Aktuell Fantasy Jugendbuch Rezensionen

Die junge Bretonin Ismae hat schon als junges Mädchen ein schweres Schicksal zu tragen: Als Baby im Mutterleib sollte sie abgetrieben werden, doch überlebt mit schweren Narben übersät. Ihre Mutter stirbt früh und ihr gewalttätiger Vater ist ihre einzige Familie. Als er sie für ein paar Münzen an einen ebenso brutalen Mann verheiratet, ist Ismae entsetzt.

Ihr gelingt die Flucht ins Kloster. Doch es ist nicht irgendein katholischer Orden, sondern der Orden des Heiligen Mortain. Er war im alten Glauben der Gott des Todes und gilt nun als Heiliger des Todes. Die Schwestern des Ordens werden in der Kunst des Tötens ausgebildet. Ismaes Gabe ist, gegen jedes Gift immun zu sein, und so darf sie der kräuterkundigen Schwester des Klosters beim Anmischen von Giften helfen.

Gleich bei ihrem ersten Auftrag lernt Ismae den bretonischen Adeligen Duval kennen. Er übt eine geheimnisvolle Anziehungskraft auf sie aus. Außerdem scheint er als Einziger ihre Tarnung zu durchschauen. Schade nur, dass Ismae die Klosterstunden über den Einsatz weiblicher Reize versäumt hat, als sie Tränke gemischt hat. Bei Duval kämen sie ihr sicher gut zu Pass. Ismae wird an den bretonischen Hof zu der jungen Herzogin der Bretagne, Anne, geschickt. Es gibt zahlreiche Personen, die auch Interesse am bretonischen Thron haben oder sogar gegen die Unabhängigkeit der Bretagne von Frankreich intrigieren. Dort trifft Ismae Duval wieder, der in die Ränke um den Thron verstrickt zu sein scheint. Als das Kloster Ismae den Befehl gibt, Duval zu töten, muss Ismae sich entscheiden…

Aktuell Fantasy historischer Roman Jugendbuch Rezensionen

Normalerweise würde ich euch heute hier von all den neuen Büchern berichten, die ich in dieser Woche bekommen habe. Doch gestern wurde ich unerwartet vom DHL-Boten mit einem Paket geweckt und da dachte ich mir, ich erzähle euch lieber davon und alle anderen Bücher bekommt ihr dann in einer Woche zu sehen.

Gestern also schreckte ich morgens kurz vor 9 Uhr aus dem Bett – die Türklingel mal wieder 😉 Das bedeutet immer, dass unser DHL-Bote was für uns oder auch ab und zu die Nachbarn hat. In diesem Fall war es für mich und rein äußerlich konnte ich gleich mal gar nichts mit dem Paket anfangen. Es war weiß und schwer – also schon mal vielversprechend. Was konnte da drin sein? Schlafen war ab da natürlich vergessen und das Paket musste ausgepackt werden. Zunächst kamen mir einige Vorschauen entgegen und so wusste ich zumindest schon mal, dass das Paket vom Hanser Verlag ist. Unter den Vorschauen kamen dann ganze 7 Bücher zum Vorschein – alles Leseexemplare von Büchern aus dem Herbstprogramm 2012. Und ich muss sagen, dass wahnsinnig tolle Bücher dabei sind. Seht selbst:

Zum einen dürfen sich Fans von Henning Mankell freuen. Es erscheint seit langem mal wieder ein neues Buch von ihm: „Erinnerung an einen schmutzigen Engel“. Auch von Sibylle Berg gibt es Nachschub. Zwar habe ich noch nichts von ihr gelesen, bin aber schon lange neugierig und „Vielen Dank für das Leben“ klingt auch noch richtig gut. Ganz besonders habe ich mich gefreut, dass „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ mit im Paket war, der neue Jugendroman von John Green. Ich habe hier ja bereits über die englische Ausgabe „The Fault in Our Stars“ berichtet und kann einfach nur jedem dieses Buch ans Herz legen. Ich bin mir doch ziemlich sicher, dass kein anderes Buch mehr diesem den Rang als mein bestes Buch des Jahres (bisher) streitig machen kann. Den deutschen Titel finde ich zum Inhalt auch sehr passend und das Cover ist ebenfalls gelungen. Ganz besonders begeistert bin ich, weil der Autor im Herbst auch auf Lesereise in Deutschland sein wird und, was für ein Glück, sogar in München liest. Klar, dass ich auf jeden Fall hingehen werde.

Auch die anderen Bücher klingen wirklich vielversprechend und in den Vorschauen verstecken sich noch einige andere interessante Buchschätze! Hier auf dem Bild seht ihr noch: „Hoffnung ist Gift“, „Willkommen auf Skios“, „Das grüne Zelt“ und (noch verpackt) „Kanada“ von Richard Ford.

Das wird ein guter Leseherbst 🙂

2012 Aktuell

Bereits der erste Band der Reihe um das Mädchen Gaia – Die Stadt der verschwundenen Kinder – hatte mich tief in seinen Bann gezogen. Gerade ist bei Heyne fliegt endlich der 2. Band „Das Land der verlorenen Träume“ erschienen und dieses Buch hat es wirklich in sich. Gleich von Beginn an war ich noch mehr von der Geschichte begeistert, als schon beim Vorgänger. Caragh O’Brien hat ein großartiges Talent, den Leser in eine für ihn neue Welt zu versetzen und sie dabei ganz real erscheinen zu lassen!

Nach ihrer schnellen Flucht im Band 1 ist Gaia zu Beginn dieses Romans an ihrem körperlichen Ende angelangt. Noch schlimmer steht es um ihre Schwester Maya, die mehr tot als lebendig ist. Ihre Suche nach dem toten Wald hätte sie beinahe beide umgebracht. Doch sie werden von Chardo Peter gefunden und nach Sylum gebracht. Tatsächlich lebte dort einst Gaias Großmutter.

Aktuell Fantasy Jugendbuch Rezensionen

Dystopien sind zur Zeit wirklich in Trend. Dementsprechend skeptisch beginne ich mittlerweile Bücher dieses Genres, gerade wenn sie als Jugendbuch ausgewiesen werden. Von „Die Stadt der verschwundenen Kinder“ wurde ich durchweg positiv überrascht. Es ist eine Dystopie für Jugendliche und in diesem Fall kann man das Buch auch wirklich an Jugendliche empfehlen, denn anders als Panem und Co. ist es nicht übertrieben brutal, darunter leidet die Spannung aber kein bisschen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Mädchen Gaia. Seine Mutter ist Hebamme in einer ärmlichen Region außerhalb der sogenannten Enklave. Die Menschen in der Enklave haben ein gutes Leben, genug zu Essen und einen hohen Lebensstandard. Außerhalb sieht es anders aus: Kleidung, Nahrung und alles, was sonst lebensnotwendig ist, ist stark begrenzt. Nur durch harte Arbeit gibt es Zugeständnisse durch die Enklave. Im Falle von Gaia und ihrer Mutter heißt das, dass sie die ersten 3 Babys, die jeden Monat geboren werden, direkt nach der Geburt an die Enklave abgeben müssen. Weigern sie sich oder hintergehen sie die Enklave, werden sie mit dem Tod bestraft.

Aktuell Jugendbuch Rezensionen