Schlagwort: Gehirntumor

Heller als ein SternSeit dem Erfolg von John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ erscheinen immer mehr Jugendbücher, die sich mit dem Thema Krebs bei Jugendlichen beschäftigen. Ein liebenswerter und berührender Roman hierzu ist auch „Heller als ein Stern“ von der britischen Autorin Celia Bryce. Doch ihr Debüt ist nicht nur ein Buch über die Krebserkrankung zweier Jugendlicher, sondern vor allem ein Roman über eine ganz besondere Freundschaft – die Freundschaft von Megan und Jackson.

Die beiden lernen sich auf der Krebsstation kennen, die eigentlich hauptsächlich für jüngere Kinder und Babys gedacht ist. Und so finden die beiden Jugendlichen aneinander Halt und verbringen, trotz aller Sorgen, eine schöne Zeit zusammen. Jackson ist eine tolle Figur, die man einfach gern haben muss. Wie dem Leser ergeht es auch allen Figuren im Buch: Jackson ist eine Art Held und wird von allen geliebt, egal ob von den kleinen Patienten oder den Schwestern.

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Alles dreht sich„Alles dreht sich“ ist der Debütroman der Wiener Autorin Rosemarie Eichinger.  Ihr ist hiermit ein nachdenkliches und wichtiges Jugendbuch gelungen, bei dem Titel, Cover und Inhalt sehr stimmig sind. Spätestens seit John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sind realistische Jugendromane – durchaus auch mit ernsteren Themen – im Trend und das finde ich gut so! Denn ich vermute, dass ich unter anderem dadurch diesen tollen Roman entdecken und lesen durfte.

Im Buch geht es um Krebs, doch es ist nicht die typische Mitleidsgeschichte. Die Hauptfiguren – eine mit Gehirntumor, der andere psychisch labil – beschließen, dass sie etwas aus ihren Leben machen sollten, egal wie lange sie überhaupt noch zu leben haben. Denn mal ehrlich, wozu braucht jeder von uns billig produzierte Klamotten und Ähnliches? Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, haben sicher die meisten von uns viel zu viel davon. So überlegen sich Linda, Max und ihre Freunde eine spannende Aktion, mit der sie Aufsehen erregen und ihre Mitmenschen zum Nachdenken anregen wollen. Das gelingt nicht nur im Buch, sondern auch beim Leser und so rückt das anfängliche Thema über die Erkrankung von Linda eher in den Hintergrund und man gewinnt einen Blick dafür, dass man jederzeit etwas Wichtiges tun kann. Selbst wenn man nur einen kleinen Teil der Mitmenschen erreicht, so ist es doch besser als gar nichts zu tun.

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