Schlagwort: Jugendbuch

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Charismatisch und charmant

„Kismet“ ist das türkische Wort für Schicksal. Gegen das türkische „Kismet“ kann man aber nichts machen, man akzeptiert es, denn am Ende wird alles gut. Alles hat einen Sinn.
Leider zweifelt Jannah gerade am Kismet. Zurück aus dem Urlaub stellt sie sich die Frage, wie ernst die Sache zwischen ihr und Ken ist. Bald muss sie feststellen, dass alles sehr kompliziert ist, wenn man in den Stiefbruder verliebt ist. Da hilft kein bisschen zu hoffen und darauf zu warten, was Kismet mit einem vorhat.

„Kismet – Couscous mit Herzklopfen“ von der sympathischen Autorin Deniz Selek ist der Abschluss der Trilogie um Jannah, Ken und deren bunte und multikulturelle Familie, die bereits unter dem Titel „Heartbreak Family“ erschienen ist.

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Die wichtigste Frage

Jeder Mensch hat das Recht zu wissen, woher er kommt.
Die 15-jährige Eve ist ohne Vater aufgewachsen. Ihre Mutter hat ihr dieses Recht, ihre Herkunft zu kennen, aberkannt. Aber Eve spürt, dass die Zeit gekommen ist, um endlich eine Antwort auf die wichtigste Frage ihres Lebens zu finden: Wer ist ihr Vater.

Deniz Seleks neuer Jugendroman „Aprikosensommer“ erzählt die Geschichte eines Mädchens, das beschließt, seinen Vater zu suchen.

Auf die Erscheinung von „Aprikosensommer“ habe ich sehnsüchtig gewartet. Deniz Seleks Bücher liebe ich! Ihre jungen Protagonistinnen befinden sich oft in schwierigen Situationen, die sie meistern müssen, aus ihrer eigenen Sicht meistens ohne die Unterstützung ihrer relativ unreifen Mütter.

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Zeitreisen bildet

Unter dem Pseudonym Maya Seidensticker hat Heike Abidi den dritten Band der Serie „we love Fashion“ geschrieben. Diesmal nimmt sie uns auf eine Zeitreise in die aufregenden 20er Jahre mit.

Auf „we love Fashion – Paillenttenkleid und Federboa“ habe ich sehnsüchtig gewartet. Nachdem ich die ersten zwei Teile um die zeitreisenden Schwestern Hanna und Lucy genüsslich gelesen habe, wusste ich, dass der dritte Band dieser Serie alle meine Erwartungen erfüllen würde. Und genau so war es auch!

Ah… die 20er Jahre! Nicht umsonst sind sie als die „goldenen Zwanziger“ oder „roaring twenties“ bekannt.
Nach dem Ersten Weltkrieg ging ein Ruck durch den ganzen Planeten, es schien so, als hätten die Menschen auf etwas gewartet, etwas Neues, große Veränderungen, sie wollten etwas erleben. Und das spiegelt sich auch in der Mode der Zeit wider. Und in Mode sind Hanna und Lucy die Expertinnen!

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7223Das Zeitreise-Abenteuer geht weiter!

Nach einem sehr turbulenten Schuljahr in der angesagten Modeschule freuen sich die Schwestern Hanna und Lucy auf die wohlverdienten Sommerferien mit Oma an der Ostsee.
Da die Großmutter eine ehemalige Zeitreisende ist – ihre Zeitreise-Fähigkeit verlor sie, als sie die Liebe ihres Lebens geküsst hat, also den Opa -, können sich Hanna und Lucy mit ihr ganz entspannt über die Zeitreisen unterhalten und sich von ihr Tipps geben lassen.
Oma erzählt an diesen sorglosen Urlaubstagen selbstverständlich auch viel über ihre Jugend , die sie in den 60er Jahren verbracht hat… und plötzlich ohne es richtig zu merken, befinden sich die Schwestern zum ersten Mal mitten in einem der bewegtesten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts!
Mondlandung, The Beatles, die Anfänge der Hippie-Ära, das alles haben die 60er den beiden Schwestern zu bieten. Außerdem, was für sie am interessantesten ist, eine unglaublich vielfältige und wandelbare Mode. Und das kommt gerade mehr als passend, denn das neue Schuljahr beginnt genau mit diesem Thema: das Leben und die Mode in den 60er Jahren.

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Anders (1)Vor zwei Wochen hatte ich bereits angekündigt, dass ich euch in den kommenden Wochen das komplette Programm des Königskinder Verlags – einem Imprint des Carlsen Verlags – vorstellen möchte. Als zweites Buch hierfür habe ich mich für „Anders“ von Andreas Steinhöfel entschieden. Dieser tiefgründige Roman ist ebenfalls toll aufgemacht und kann nicht nur durch seinen ungewöhnlichen Inhalt, sondern auch die stimmungsvollen Illustrationen von Peter Schössow überzeugen. Diese unterstützen die besondere Atmosphäre des Buches auf wunderbare Weise.

Jedes Kapitel beginnt mit einer solchen Zeichnung und leitet damit in einen neuen Abschnitt des Lebens von Anders ein, genauer gesagt in Lebensabschnitte, nachdem der Junge mehr als 200 Tage im Koma lag, sich den neuen Namen „Anders“ ausgewählt und auch von seiner Persönlichkeit her einen kompletten Wandel durchlebt hat.

Anders (2)Andreas Steinhöfel stellt bei diesem Jugendroman unter Beweis, dass er sprachlich gekonnt über eine tragische Situation in einem Leben erzählen kann. Anders ist nach seinem Koma – wie sein Name schon verrät – völlig verrändert. Ihn umgibt etwas nahezu Mystisches! Der Autor erschafft mit seinem Erzählstil und der ganz eigenen Charakterisierung des Anders eine Stimmung, die unter die Haut geht. Dabei ist dieses Buch so außergewöhnlich, dass man es mit Worten kaum beschreiben kann. Es ist kein Buch, das man einfach mag oder gern hat, sondern es rüttelt am Leser, bringt ihn zum Nachdenken und lässt ihn nicht mehr los. Teils ist es sehr düster und immer erreicht einen der Autor mit dieser Spannung!

Was mich außerdem an „Anders“ überzeugt hat, ist, dass es keiner dieser typischen Schicksalsromane ist. Wie es den Eltern und der Familie von Anders nach dessen Unfall und Koma ergeht, wird zwar angerissen, aber nicht in aller Detailliertheit ausgekostet und beschrieben. Vielmehr geht Andreas Steinhöfel auf die Veränderungen ein, die ein solcher Schaden des Körpers für die Persönlichkeit des Menschen bedeuten kann, die davon betroffen ist. Das alles geschieht ohne auf die Tränendrüse zu drücken – teilweise nahezu distanziert -, die Emotionen seiner Leser erreicht der Autor auf viel tieferer Ebene!

Ihr seht, ich bin begeistert und irgendwie auch sprachlos, wenn es darum geht zu erklären, weshalb genau dieses Buch so gut ist! Mich hat es in seiner Unangepasstheit überzeugt!

Anders (3)

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7222Zeitreisen sind toll!

Es wundert niemanden, dass Literatur und Filme über Zeitreisen oft sehr erfolgreich sind. Fast jeder hat sich schon mal gewünscht, die Uhr zurückdrehen zu können, um noch einmal Schönes erleben zu dürfen oder Fehler ungeschehen zu machen. Manchen Menschen gelingt das auch. Entweder arbeiten sie hart an einer Maschine, die sie durch die Zeit transportiert oder sie haben einfach das Glück, diese Fähigkeit zu besitzen.
Lucy und ihre Schwester gehören zu dieser Art Menschen, die eines Tages entdecken, dass sie durch die Zeit reisen können. Es ist wie Magie: Plötzlich befinden sich die Schwestern im Berlin der 80er Jahre, und auch wenn sie nicht wissen, wie sie dahin gekommen sind, erkennen sie sofort, dass sie aus dieser Situation Vorteile ziehen können: Lucy möchte in eine renommierte Mode-Schule aufgenommen werden und dafür muss sie eine Prüfung bestehen. Ausgerechnet die Mode der 80er Jahre ist das Thema dieser Prüfung! Zufall? Schicksal? Oder steckt ein Plan hinter dem Ganzen?

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Pfefferminze, Zimt, Granatapfel…

Ein Buch, dessen Äußeres an ferne Länder erinnert, das allein durch den Titel romantische Gefühle erweckt, und dessen Autorin Heike Abidi ist, musste ich lesen! „Marrakesh Nights“ heißt dieses Buch, und das Beste von allem ist: der Inhalt ist sogar noch schöner!

„Marrakesh Nights“ ist ein Jugendbuch von Heike Abidi und mein erstes von dieser Autorin, die ich seit ihrem Debütroman „Zimtzuckerherz“ sehr schätze, in dieser Kategorie.
Nachdem ich alle ihre Frauenromane gelesen hatte, war ich sehr neugierig auf dieses ihr Jugendbuch. Handlung und Schauplätze entsprechen genau meinem Geschmack: Ein deutsches Mädchen zu Besuch in Marokko bei seiner Familie väterlicherseits. Leonie, so heißt dieses Mädchen, ist 17 Jahre alt und ein ganz normales Mädchen in dem Alter, das sich schnell verliebt und die Eltern für die größten Spielverderber auf Erden hält. Letzteres wird dadurch bestätigt, indem sie Leonie in den Sommerferien nach Marokko zu ihren Verwandten schicken, statt zum spanischen Partyparadies Lloret de Mar, wo sie ununterbrochen mit Freunden Spaß haben könnte.
Was Leonie in Marokko erlebt, kann man natürlich in „Marrakesh Nights“ lesen.

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Hanser Herbst 2014

Kürzlich hatte ich euch schon meine am meisten ersehnten Neuerscheinungen des Herbstes verraten, bei denen die Hanser Literaturverlage gleich mit 4 Büchern vertreten waren. Umso begeisterter war ich dann, als sich eines dieser tollen Bücher im Paket mit den Herbstvorschauen und einigen Leseexemplaren befand, das ich kurze Zeit später vom Paketboten in die Hand gedrückt bekam. Selbstverständlich habe ich „Das Jahr, nachdem die Welt stehen blieb“ von Clare Furniss dann auch direkt gelesen. Ich darf dazu noch nichts verraten, aber dass es mir sehr gut gefallen hat und ihr euch vorfreuen dürft, ist sicher nicht zu viel gesagt!

Im Paket waren zudem gleich noch 4 weitere spannende Leseexemplare enthalten – eine schöne Mischung an Büchern, die das Leserherz höher schlagen lassen!

Mit Büchern aus den Hanser Literaturverlagen werde ich also auf jeden Fall schon mal einen schönen Leseherbst verbringen!

Aktuell

Nachdem ich bei den ersten Herbstvorschauen noch Angst hatte, dass dieses Jahr in der zweiten Jahreshälfte nur wenige Bücher erscheinen werden, die mir gefallen könnten, habe ich nun doch das ein oder andere mögliche Highlight entdeckt. Und diese Entdeckungen, die hoffentlich halten können, was sie für mich im ersten Moment versprechen, möchte ich euch heute mal vorstellen. Sind Bücher dabei, die auch direkt auf eurem Wunschzettel landen?

Fischer Jugendbücher / Krüger

Wo ein bisschen Zeit istWo ein bisschen Zeit ist… – Emil Ostrovski:

DREI TEENAGER UND EIN BABY: AUF DER FLUCHT VOR DER POLIZEI und auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Der 18-jährige Jack Polovsky entführt seinen neugeborenen und zur Adoption freigegebenen Sohn, um ihn seiner dementen Großmutter zu zeigen. Und so gerät alles aus den Fugen. Jack kauft ein Auto, holt seinen besten Freund Tommy und später auch die Mutter des Kindes dazu, und gemeinsam sind sie zwei Tage lang auf der Flucht vor der Polizei. Jack bespricht dabei schon mal die ganz großen Themen des Lebens mit seinem Sohn. Der heißt nämlich Sokrates – zumindest für Jack. Am Ende wird alles gut: Jack bekommt Besuchsrecht, das Baby Sokrates bekommt einen richtigen Namen und sie finden (fast) den Sinn des Lebens.

Die Unwahrscheinlichkeit von LiebeDie Unwahrscheinlichkeit von Liebe – A. J. Betts:

LIEBE IST STÄRKER ALS JEDE STATISTIK  Zwei Ich-Erzähler zum Verlieben erzählen ihre Geschichte einer unwahrscheinlichen Liebe  Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Alter: 16. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Und aus ersten Klopfzeichen erwächst eine Liebe, die unter normalen Umständen niemals möglich gewesen wäre …

Aktuell

91KcXVsVGvL._SL1500_Wieder einmal fünfzehn sein…

Genau das habe ich mir gewünscht, als ich Deniz Seleks „Heartbreak-Family: Als mir ein anderer den Kopf verdrehte“ gelesen habe, den zweiten Teil der Heartbreak-Family Trilogie um Jannahs Patchwork-Familie.

Jannah bleibt wirklich nichts erspart. Innerhalb kurzer Zeit muss sie umziehen, bekommt neue Mitbewohner, der Junge, der ihr „neuer Bruder“ werden soll, ist ihr heimlicher Schwarm, und, damit das ganze Chaos komplett ist, wird ihre Mutter schwanger. Kann es schlimmer werden? Kann es: Indem alle zusammen Urlaub machen.

Gibt es etwas Komplizierteres als der Kopf einer Fünfzehnjährigen? Ich glaube nicht. Die Gedanken in so einem Kopf haben die gleiche Geschwindigkeit wie Elektronen in einer Glühbirne.
Deniz Selek hat noch einmal gezeigt, dass sie genau weiß, wie es in so einem Kopf vorgeht. Die fünfzehnjährige Jannah hat nicht nur die ganz normalen alterstypischen Freuden und Sorgen, sie muss sich auch mit den familiären Veränderungen auseinandersetzen.

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