Cathys Museum

Eine Engländerin hat einen Roman geschrieben, den ich als außergewöhnlichen Berlin-Roman bezeichnen würde, und den ich bestimmt sehr lange in Erinnerung behalten werde.
„Museum der Erinnerung „ heißt dieses Buch, bei dem ich eine starke Sehnsucht nach Berlin gespürt habe. Als Kulisse für ihre Geschichte hat Anna Stothard das Berliner Museum für Naturkunde gewählt. Aus meiner Sicht eine geniale Entscheidung, denn diese monumentale Einrichtung bietet die perfekte Bühne für die dramatische Handlung in diesem Roman. Nicht nur die Dimensionen des Gebäudes sondern die Art von Exponaten, die darin ausgestellt werden und die Beschaffenheit der Räumlichkeiten – einer klassischen naturkundlichen Sammlung – bilden die perfekte Szenerie für eine spannende Entwicklung.

Weiterlesen „Museum der Erinnerung “ von Anna Stothard

Aktuell Gegenwartsliteratur Roman

Umschlag_Am_Schattenufer_080413.inddGeschichte einer nordirischen Liebe

Können Krieg und Terror in einem Land von dessen Bewohnern als Normalzustand empfunden werden? Kann man sich an die ständige Angst gewöhnen?

1973: Der nordirische protestantische Student John muss während eines einjährigen Aufenthaltes in Deutschland feststellen, dass Frieden, Ruhe und persönliche Sicherheit für ihn eine neue Erfahrung sind. In seiner Heimat hat er gelernt, mit der Angst zu leben, die die Bevölkerung Nordirlands geprägt hat, Folge der Gewalt, die durch den Nordirlandkonflikt ausgelöst wurde.
John erlebt sogar etwas, was in seiner Heimat unmöglich gewesen wäre: die Liebe zu einer katholischen Landsmännin.

In „Am Schattenufer“ erzählt Killen McNeill die Geschichte von John und Teresa, die sich im malerischen Frankenland lieben lernen.
Killen McNeill bringt uns mit seinem Buch den Nordirlandkonflikt näher, und das aus einer persönlichen Sicht. Seine Figuren sind fast alle Opfer der Gewalt, die in ihrem Land herrscht. Nur John erlebt das Paradies neben Teresa, weil sie weit weg von allem und allen sind. Weiterlesen Am Schattenufer von Killen McNeill

Aktuell Gegenwartsliteratur Liebesroman Rezensionen Roman

9783351050009Lyrik und Musik

„Die Ordnung der Sterne über Como“. Wer kann einem Buch mit so einem Titel widerstehen? Ich auf jeden Fall nicht.
So heißt das Debüt von Monika Zeiner, ein Buch, das ich mit großen Erwartungen gelesen habe.
Große Erwartungen aufgrund des Titels und der Handlung: Liebe, die trotz Enttäuschungen und Schwierigkeiten über Zeit und Grenzen bestehen bleibt.
Zwischen Berlin und Italien pendelt der Leser und begleitet die Protagonisten auf eine Reise in deren eigenen Erinnerungen, die meisten schmerzhafter Natur.
Ich war sicher, „Die Ordnung der Sterne über Como“ wäre ein Buch für mich.

Monika Zeiners Geschichte hat mir am Anfang gut gefallen.
Tom, die Hauptfigur, hat etwas Lässiges an sich, das mich angezogen hat. Diese Charaktereigenschaft war aber nichts anderes als ein Hang zur Depression, der den Ton im Buch vorgibt. Die Handlung wirkte später oft träge und apathisch. Alle drei Protagonisten schweben in dieser fast inerten Atmosphäre. Nie konnte ich ihr Handeln nachvollziehen, ihre Gefühle blieben für mich rätselhaft und die Distanz zwischen mir und ihnen wurde immer größer. Weiterlesen Die Ordnung der Sterne über Como von Monika Zeiner

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