Schlagwort: Junge Belletristik

021_10072_121478_xxl

„Wisst ihr, dass ich schon mal Mastodon gegessen habe?“, fragt mein Großvater.

„Hilf mir, Jaques Cousteau“ von der mit zahl- reichen internationalen Preisen ausgezeichneten kanadischen Autorin Gil Adamson ist eine Geschichtensammlung, deren Mittelpunkt eine ganz merkwürdige -und vielleicht sogar verrückte- Familie ist.
In etwas mehr als ein Dutzend kurzen Geschichten erzählt Hazel über ihre Familie, die aus einem Haufen Exzentrikern besteht. Und wie es bei Exzentrikern normalerweise ist, leben sie kein gewöhnliches Leben und sorgen oft für ein abwechslungsreiches Umfeld, manchmal in- teressant, aber nicht selten anstrengend.

Durch Hazels Augen sehen wir ihre Familie und ihre Nachbarn, die auch einen gewissen Einfluss auf sie haben (nicht immer in bewusster Form… aber wer hat nicht schon mal heimlich seine Nachbarn beobachtet?). Durch Hazel erfahren wir über deren Geheimnisse, denn Hazels besondere auditive Wahrnehmung lässt sie sogar durch Wände hören. So ist sie in der Lage, das Bild ihrer Familie für sich zu vervollständigen, und Erklärungen für das Verhalten mancher Menschen oder für bestimmte Situationen zu finden, die zunächst nur als rätselhaft, unbegreiflich oder gar mystisch einzustufen wären.

2012 Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman

Jennifer ist Studentin der Biomathematik. Sie jobbt bei einem launischen Professor, der über Risikoforschung schreibt. Jennifers Vater ist vor kurzem an einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gestorben. Da die Krankheit erblich ist, hat auch Jennifer keine hohe Lebenserwartung. Der Arzt prognostiziert ihr noch rund sechs Monate Lebenszeit. Sie macht sich also Gedanken darüber, wie sie dieses halbe Jahr noch verbringen könnte.

Doch durch reinen Zufall erregt Jennifer die Aufmerksamkeit eines Sicherheitsdienstes. Jemand hat es plötzlich auf sie abgesehen, doch sie weiß gar nicht warum. Als sie neugierig nachforscht, findet sie überraschend eine Formel, mit der man das Ende der Menschheit berechnen kann. Es liegt nur 52 Jahre in der Zukunft. Man könnte es noch abwenden, indem man eine Variable verändert. Doch das ist nicht im Interesse des Sicherheitsdienstes und dessen Auftraggeber. Eine atemlose Jagd beginnt, mit Jennifer im Mittelpunkt.

Sie ist pfiffig und weiß ja, dass sie sowieso nicht viel zu verlieren hat: Wenn man nur noch sechs Monate Zeit zu leben hat, kann man wahrscheinlich so manches Risiko bedenkenlos eingehen.

Aktuell Jungsecke Krimi und Thriller Rezensionen