Schlagwort: Kanada

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„Wisst ihr, dass ich schon mal Mastodon gegessen habe?“, fragt mein Großvater.

„Hilf mir, Jaques Cousteau“ von der mit zahl- reichen internationalen Preisen ausgezeichneten kanadischen Autorin Gil Adamson ist eine Geschichtensammlung, deren Mittelpunkt eine ganz merkwürdige -und vielleicht sogar verrückte- Familie ist.
In etwas mehr als ein Dutzend kurzen Geschichten erzählt Hazel über ihre Familie, die aus einem Haufen Exzentrikern besteht. Und wie es bei Exzentrikern normalerweise ist, leben sie kein gewöhnliches Leben und sorgen oft für ein abwechslungsreiches Umfeld, manchmal in- teressant, aber nicht selten anstrengend.

Durch Hazels Augen sehen wir ihre Familie und ihre Nachbarn, die auch einen gewissen Einfluss auf sie haben (nicht immer in bewusster Form… aber wer hat nicht schon mal heimlich seine Nachbarn beobachtet?). Durch Hazel erfahren wir über deren Geheimnisse, denn Hazels besondere auditive Wahrnehmung lässt sie sogar durch Wände hören. So ist sie in der Lage, das Bild ihrer Familie für sich zu vervollständigen, und Erklärungen für das Verhalten mancher Menschen oder für bestimmte Situationen zu finden, die zunächst nur als rätselhaft, unbegreiflich oder gar mystisch einzustufen wären.

2012 Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman