Schlagwort: Kinderbuch

Wutsch - Der InnerirdischeAngela Bernhardt hat mit „Wutsch – Der Innerirdische“ ein etwas dickeres Kinderbuch (256 Seiten) für kleine Leser und Leserinnen ab 8 Jahren geschrieben. Darin begleiten wir Pauline, die eine blühende Fantasie hat und für die der Umgang mit den anderen Kindern in der Schule gar nicht so leicht ist. Das Mädchen liebt alles zum Thema Weltraum und fast könnte man den Eindruck gewinnen, es lebt selbst in einer anderen Welt. So redet es beispielsweise häufig mit einem imaginären, außerirdischen Freund. Die anderen Kinder bekommen dieses für sie merkwürdige Verhalten mit und scheuen den Umgang mit Pauline oder zeigen gar offensichtliche Abneigung.

Das klingt zunächst nach einem recht ernsten Thema, doch dann kommt Wutsch ins Spiel – ein echter Außerirdischer mit Knoten im Bauch, der Pepp und Humor in die Geschichte bringt. Zugleich sorgt er für völlig neuen Schwung in Paulines Leben, was sich wiederum positiv auf den Lesefluss dieses Kinderomans auswirkt. Denn das Buchcover und der Klappentext lassen zunächst eine ganz andere Geschichte vermuten, als sie junge Leser zu Beginn dieses Buches erwarten dürfen. Der Einstieg ist für Kinder in diesem Alter, selbst wenn sie schon gut lesen können, nicht leicht. Für sie ist erstmal nicht offensichtlich, dass Pauline eigentlich Selbstgespräche mit einer Figur führt, die nur in ihrer Vorstellung existiert. Hinzu kommt, dass die Illustrationen Edda Skibbe nicht ganz so stimmungsvoll sind, wie das hübsche Cover vermuten lässt. Das Hineinversetzen in die Figuren fällt ebenfalls erstmal schwer.

Positiv ist aber, dass es der Autorin nach und nach immer besser gelingt, eine einfallsreiche Geschichte mit viel Fantasie sowie einer amüsanten Spache zu stricken und diese durch nachdenkliche Aspekte anzureichern. Wirkt das Buch anfangs fast zu ernst, ja nahezu etwas negativ gestimmt, wird das im weiteren Verlauf viel besser. Es ist wichtig, dass in Kinderbüchern Probleme thematisiert werden, mit denen Kinder gerade in der Schule konfrontiert werden. Diese mit einer spannenden Geschichte zu verweben und dabei nicht zu ernsthaft zu sein, das ist eine Kunst, die Angela Bernhardt alles in allem gut gelungen ist. Dennoch sprang bei uns der letzte Funke nicht über, auch wenn uns die Idee zu „Wutsch – Der Innerirdische“ sehr gefallen hat.

Baumhaus Verlag
Hardcover
256 Seiten
ab 8 Jahren
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-8339-0333-5
Ersterscheinung: 12.02.2015

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

Petronella Apfelmus - Zauberschlaf und KnallfroschchaosWie versprochen, gibt es hier nun immer wieder auch Buchtipps für Mädchen zwischen 8 und 10. Dieses Mal möchte ich euch in die zauberhafte Welt der Petronella Apfelmus entführen, deren zweites Abenteuer „Zauberschlaf und Knallfroschchaos“ am 12. März 2015 im Boje Verlag erschienen ist. Wenn ihr den Vorgänger „Verhext und festgeklebt“ noch nicht kennt, dann solltet ihr ihn besen- oder besser noch hirschkäferschnell lesen. Diese großartige Geschichte solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen!

Nun dürft ihr aber mehr über Band 2 erfahren, in dem die Zwillinge Lea und Luis, Petronella und ihre Freunde so einige erstaunliche Dinge erleben. Geht es noch ganz entspannt mit einem Markttag los für die kleine Apfelhexe und auch für die Zwillinge steht erstmal ein gewöhnlicher Schultag an, so geschehen plötzlich die erstaunlichsten Dinge. Lea und Luis entdecken auf dem Schulweg einen merkwürdigen schwarzen Zirkus. Doch welcher Zirkus ist schon schwarz? Und warum sind da auf einmal Kinder in ihrer Klasse, die aussehen wie echte Vampire und in der Pause trinken sie auch noch eine komische rote Flüssigkeit! Das und noch viel mehr steckt in dieser liebenswerten Fortsetzung!

An dieser Geschichte begeistert, dass Petronella mit ihren Zaubertricks zwar etwas Besonderes ist, doch auch ganz ohne solche Tricks hat sie immer eine gute Idee parat und mit ihrem detektivischen Gespür sowie allerlei grandioser Ideen ist sie nicht zu schlagen. Dabei ist sie durch ihre Hilsbereitschaft und Gutmütigkeit, eine tolle Freundin und Buchheldin, die immer mit Rat und Tat zur Seite steht.

Wirklich lobenswert ist zudem, dass es der Autorin Sabine Städing gelingt, in eine so magische und kindgerechte Geschichte auch Stoff zum Nachdenken einzubinden, ohne dabei die Leichtigkeit zu verlieren. So nimmt sie sich dem Thema Obdachlosigkeit an und zeigt auf, wie schnell man aus seinem Leben mit Beruf und festem Wohnsitz herausgerissen werden kann. Oder sie zeigt, dass man trotz großer Unterschiede in Äußerlichkeiten und Herkunft gut befreundet sein kann. Das sind nur zwei aus vielen anderen Beispielen, die ich hätte nennen können. Die Reihe um Petronella Apfelmus ist also nicht nur spannend, witzig bis zum Umfallen und liebenswert, sondern vermittelt dabei wichtige Werte, die jedes Kind früh genug kennen und verstehen lernen sollte.

Wer auf der Suche nach Kinderbüchern ist, deren Hauptfigur das Herz am rechten Fleck hat und die kleine Leserinnen und Leser garantiert begeistern, der liegt hier goldrichtig. Zudem sind diese Geschichten wunderschön von SaBine Büchern illustriert und laden dadurch umso mehr zum Eintauchen in eine zauberhafte Welt ein. Zu Petronella und ihrem Apfelhaus sowie zum Müllerhaus kommt man immer gern zurück, denn hier darf man sich einfach mal wohlfühlen!

Und wer nicht genug bekommen kann, der kann sich schon vorfreuen! Am 12. November 2015 erscheint ein Winterabenteuer mit der kleinen großen Apfelhexe: „Petronella Apfelmus – Schneeballschlacht und Wichtelstreiche“. Wir freuen uns schon drauf!

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

61B2qYJFZNLKinder und ihre Sorgen

„¿Y entonces? Und nun?“ ist ein illustriertes Kinderbuch von dem Amiguitos Verlag (Spanisch für „kleine Freunde“), der seit 2004 sowohl mehrsprachige Kinder- und Jugendbücher als auch pädagogische Begleitmaterialien für den Sprachunterricht verlegt.

„¿Y entonces? Und nun?“ ist ein Buch in zwei Sprachen: Spanisch und Deutsch.

Der deutsche Kinderbuchautor Finn-Ole Heinrich und der argentinische Schriftsteller Carlos Rodrigues Gesualdi haben jeweils in ihren Muttersprachen eine Geschichte zum Thema „Trennung der Eltern“ geschrieben. Diese zwei Geschichten samt Übersetzung sind Teil des Buches „¿Y entonces? Und nun?“. Illustriert wurden sie von der Ecuadorianerin Eulalia Cornejo.
Auf jeder Seite steht der Text in der Originalsprache neben der Übersetzung. Diese Art simultaner Übertragung des Sinns der Geschichte sowie Glossar und Arbeitsblätter im hinteren Teil des Buches gehören zum Konzept vom Amiguitos Verlag.

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket

Spätestens mit „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ hat es John Boyne für mich geschafft. Seine Bücher haben das Potential Klassiker zu werden, deren besondere Wirkung niemals nachlassen wird. Beim Lesen dieser wundervollen kleinen Geschichte musste ich sehr oft an Roald Dahls „Matilda“ denken. Zwar erzählt der Autor auf den ersten Blick eine ganz andere Geschichte, aber er hat mir ein genauso außergewöhnliches Lesegefühl geschenkt. Und blickt man unter die Oberfläche der Geschichte, so findet man sehr schnell Themen, die sich ähneln und die diesem Buch seine ganz besondere Bedeutsamkeit geben.

Barnaby Brocket wird in eine „ganz normale Familie“ geboren. Das Problem ist nur, dass diese so „normal“ ist, dass sie nichts akzeptieren kann, was über ihren Horizont hinausgeht. In Wahrheit trifft es also vielmehr die Aussage, dass sie glauben normal zu sein, doch eigentlich sind sie langweilig und intolerant. Wäre Barnaby genauso, hätte das auch alles ganz gut funktionieren können, doch er ist etwas Besonderes. Im Laufe des Buches abeitet der Autor auf dieser Grundlage ganz wunderbar heraus, dass jeder Mensch seine Besonderheiten hat, worin auch immer diese liegen. Bei Barnaby äußert sich das in einer für Menschen wirklich ungewöhnlichen Fähigkeit: er fliegt und das nicht nur, wenn er Lust dazu hat, sondern er kann sich tatsächlich nicht auf dem Boden halten.

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

811Feex4wPL._SL1500_Eine kleine Cinderella

Zweisprachige Bücher sind in Deutschland eine Seltenheit.
Seit 2004 gibt es den Amiguitos Verlag (Spanisch für „kleine Freunde“) mit einem sich stets erweiternden Programm, das unter anderem mehrsprachige Kinderbücher und pädagogische Materialen beinhaltet.
„La Modelo Top / Das Topmodel“ von dem argentinischen Autor Carlos Rodrigues Gesualdi und von der Ecuadorianerin Eulalia Cornejo illustriert ist ein Bilderbuch, das zum Programm des Amiguitos Verlages gehört.
Zum Konzept des Verlages gehört die simultane Übersetzung des Textes: Auf der selben Seite steht der in spanischer Sprache verfasste Text neben der deutschen Übersetzung. Dadurch wird eine korrekte und logische Übertragung des Sinns der Geschichte von einer Sprache zur anderen möglich gemacht, statt einer simplen Wort-zu-Wort-Übersetzung.

Aktuell Kinderbuch Rezensionen

Seit der Elfenkönig Auberon den Gebrauch von Magie verboten hat, herrscht Aufruhr im Land. Eine Gruppe von Aufständischen öffnet als Zeichen ihrer Rebellion überall im Reich Dämonentore, die eine große Gefahr darstellen.

Nachdem Alanas Tante und ihr Mann als Verräter verurteilt wurden, kommt ihr Cousin Ivaylo zu ihnen an den Hof. Zuerst findet sie ihn unausstehlich, doch als ihr Hauslehrer sich dazu entscheidet ihnen heimlich Unterricht in den verbotenen Künsten zu geben, schweißt sie das Geheimnis zusammen.

Aber dann fängt Ivaylo an, sich merkwürdig zu verhalten und Alana sieht in ihren Vision einen furchtbaren Anschlag auf dem kommenden Winterfest im Königspalast. Sie musst dieses Unheil unbedingt verhindern, aber gleichzeitig macht sie sich Sorgen um Ivaylo…

Aktuell Fantasy Jugendbuch Kinderbuch

Heute bin ich endlich mal dazu gekommen, mir die Vorschau vom Arena Verlag anzusehen und auch das Leseprobenbuch „Lesezeichen“, das immer mit dabei liegt. Und ich muss sagen: Super, was uns da im Herbst erwartet! Es sind gleich etliche Bücher dabei, die mich interessieren würden und so habe ich die heutige Fahrt mit der U-Bahn mal genutzt um mir die einzelnen Leseproben durchzulesen. Wenn ich mir Vorschauen ansehe, mache ich mir zunächst erst mal Knicke bei den Seiten, auf denen mich das jeweils vorgestellte Buch eventuell interessieren könnte. Das habe ich auch dieses Mal so gemacht. Anders als sonst, ist die Vorauswahl nach dem Lesen der Leseproben aber bestehen geblieben. Wirklich alle der Bücher haben mich nicht nur äußerlich und vom ersten Blick her begeistert, sondern auch der zweite Eindruck war durchweg positiv.

Da wäre zum einen das Buch Seven Souls – Sieben Gründe, Mary Shane zu hassen von Barnabas Miller und Jordan Orlando und ich kann euch sagen, es ist wahnsinnig spannend. Ich habe die Leseprobe angefangen und war – so fühlte sich das an – in Sekundenschnelle fertig damit. Die Seiten sind nur so dahingeflogen, so spannend war es. Ich bin jetzt richtig nervös, weil ich am liebsten sofort erfahren möchte, wie es weitergeht. Zum Inhalt verrate ich mal noch nichts, denn mich hat schon der Anfang total verblüfft, was noch dadurch verstärkt wurde, dass ich absolut nicht wusste, worum es geht. Das Cover war übrigens auch Vorlage für das vom „Lesezeichen“ Leseprobenbuch.

Danach habe ich in Ein Kuss ist ein ferner Stern von Alexander Rösler reinglesen. Bei diesem Buch liebe ich das Cover – es ist so wunderschön. Aber was Buchcover angeht, bin ich ja sowieso ein großer Fan vom Arena Verlag. Bis Juli muss ich mich aber noch gedulden, um dieses Schmuckstück auch in echt in den Händen halten und weiterlesen zu dürfen. Nur ganz kurz, worum es im Buch geht: Hauptfigur ist der 17-jährige und er ist zum ersten Mal verliebt. Das hört sich vielleicht noch nicht so besonders spannend an, aber August ist Autist und wer sich ein bisschen damit auskennt, der weiß, wie schwierig es für die meisten Autisten ist, Gefühle und Berührungen zuzulassen. Seit ich „Supergute Tage“ von Mark Haddon gelesen habe, muss ich einfach jedes Buch lesen, das sich mit einem solchen oder ähnlichen Thema beschäftigt. Die Leseprobe, die aus Sicht von August erzählt, hat mich nur noch darin bestätigt, dass dieses Buch perfekt für mich ist.

Besonders angetan haben es mir dann noch folgende Bücher: Vision – Das Zeichen der Liebenden von Ana Alonso und Javier Pelegrín, weil es sprachlich einfach super gemacht scheint. Zumindest nach der Leseprobe würde ich das behaupten. Es liest sich nicht so wie der Standard an den unendlichen Massen an Vampir- und Engelromanen und was sonst noch alles zurzeit den Jugendbuchmarkt überschwemmt. Ein spanisches Autorenduo schreibt Urban Fantasy – allein das ist neu für mich. Ich freue mich auf das Buch!

Ganz überrascht und begeistert war ich, als ich entdeckt habe, dass es endlich ein neues Buch von Christoph Marzi gibt. Denn vor zwei Jahren – so lange ist es nun auch schon wieder her – hatte mich „Heaven – Stadt der Feen“ wirklich bezaubert. Es ist ein richtig schönes, magisches und fantasievolles Buch. Memory – Stadt der Träume hat ein sehr ähnliches Design, das Cover ist allerdings in Rottönen gehalten. Ich bin gespannt, ob es mit Christoph Marzis anderem Buch in Verbindung steht beziehungsweise, welche Gemeinsamkeiten es gibt.

 

 

 

 

 

 

Jana Freys neues Buch Wenn du mich brauchst klingt für mich nach einem richtig gelungenen Jugendroman, ohne Fantasy und dafür mit viel Liebe für die Figuren und die Geschichte. Von der Autorin habe ich bisher erst ein Buch gelesen, mir hat ihre Erzählgewalt damals aber sehr gefallen. In Jana Freys Texten kann man so richtig versinken und abtauchen, mitfühlen und miterleben. Ein Kinderbuch, auf das ich mich sehr freue, ist mit Wir werden nicht von Yaks gefressen auch dabei, das einfach nur herrlich schräg und komisch ist. Auf den ersten Seiten musste ich schon ordentlich schmunzeln und auch das Cover verspricht ein echt lustiges Leseerlebnis.

 

 

 

 

 

 

Ansonsten dürfen sich alle Fans der „Das Tal“-Reihe auf Season 2 freuen, es erscheint mit „City of fallen Angels“ der 4. Band in Cassandra Clares „Chroniken der Unterwelt“, für Nachschub an Arena Thrillern ist ebenfalls gesorgt, mit „Ariadne – Zeitreisende soll man nicht aufhalten“ erscheint ein toller Zeitreiseroman, wie der Titel schon verrät, und und und….

Ich würde mal sagen: Der Leseherbst ist schon gerettet & demnächst erzähle ich euch dann mal, was mich da noch alles so erwartet. Aber heute war mein Arena-Tag 🙂

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