Schlagwort: Klassiker

Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket

Spätestens mit „Die unglaublichen Abenteuer des Barnaby Brocket“ hat es John Boyne für mich geschafft. Seine Bücher haben das Potential Klassiker zu werden, deren besondere Wirkung niemals nachlassen wird. Beim Lesen dieser wundervollen kleinen Geschichte musste ich sehr oft an Roald Dahls „Matilda“ denken. Zwar erzählt der Autor auf den ersten Blick eine ganz andere Geschichte, aber er hat mir ein genauso außergewöhnliches Lesegefühl geschenkt. Und blickt man unter die Oberfläche der Geschichte, so findet man sehr schnell Themen, die sich ähneln und die diesem Buch seine ganz besondere Bedeutsamkeit geben.

Barnaby Brocket wird in eine „ganz normale Familie“ geboren. Das Problem ist nur, dass diese so „normal“ ist, dass sie nichts akzeptieren kann, was über ihren Horizont hinausgeht. In Wahrheit trifft es also vielmehr die Aussage, dass sie glauben normal zu sein, doch eigentlich sind sie langweilig und intolerant. Wäre Barnaby genauso, hätte das auch alles ganz gut funktionieren können, doch er ist etwas Besonderes. Im Laufe des Buches abeitet der Autor auf dieser Grundlage ganz wunderbar heraus, dass jeder Mensch seine Besonderheiten hat, worin auch immer diese liegen. Bei Barnaby äußert sich das in einer für Menschen wirklich ungewöhnlichen Fähigkeit: er fliegt und das nicht nur, wenn er Lust dazu hat, sondern er kann sich tatsächlich nicht auf dem Boden halten.

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MatildaEs gibt einige wenige Filme, die ich seit meiner Kindheit wirklich liebe und die mir auch heute noch wunderbar gefallen. Sie entführen mich immer wieder erneut in eine magische Welt, in der alles möglich zu sein scheint. Ein solcher Film war für mich von jeher „Matilda“. Er ist wirklich fantastisch! Doch nun fragte ich mich, wieso ich eigentlich bisher nur den Film kannte, wo ich doch so gern lese und der Film natürlich auf dem Buchstoff beruht. Daran musste ich schleunigst etwas ändern.

Ich habe mir also sofort die englische Ausgabe von „Matilda“ bestellt. Das nur zwischendurch: die Bücher von Roald Dahl eignen sich super, wenn man sich mit englischen Büchern etwas schwer tut. Beim Stöbern habe ich eine Ausgabe entdeckt, die mir aufgrund ihres Covers besonders gut gefiel. Die Bücher von Roald Dahl haben in der Regel sehr kindliche Cover, doch diese Ausgabe nicht. Es ist jene Ausgabe, die passend zum Broadway-Musical gestaltet wurde. Ein Musical von „Matilda“??? Wieso bitte ist Amerika nur so weit weg…?

So machte ich es mir dann also mit dem Buch, einem leckeren Tee und Kerzen gemütlich und durfte für einen Abend erneut in der wunderbaren bzw. manchmal auch nicht ganz so wunderbaren Welt des außergewöhnlichen, kleinen Mädchens Matilda versinken. In ihrer Familie hat sie es wirklich nicht leicht. Während Matilda hochbegabt ist und sich bereits mit 4 Jahren selbst das Lesen beigebracht hat, ist ihre Familie das komplette Gegenteil. Die sitzt nämlich am liebsten mit Lieferessen vor dem Fernseher und ist froh, wenn Matilda einfach ruhig ist.

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