Schlagwort: Krankheit

spenderkindLina hat ein wunderbares Leben: Eltern, die sie mindestens genauso sehr lieben, wie sich gegenseitig. Zudem hat sie noch ihre beste Freundin Hanna und ihren festen Freund, Julian, den beliebtesten Jungen an der Schule. Alle Mädchen beneiden sie furchtbar und Lina selbst kann ihr Glück kaum fassen.

Bis ein Tag alles verändert.

Der Tag an dem sie erfährt, dass ihr Vater nicht ihr leiblicher Vater ist. Dass Hanna und sie sich immer mehr verfremdet haben. Und dass der Außenseiter Nick angefangen hat, Julian aus ihrem Herzen zu verdrängen…

Dieser Roman hat irgendwie etwas Magisches an sich. Vor allem deswegen, weil es hier um eine Selbstfindung geht und Lina sich entscheiden muss, ob sie nun dem weißen Kaninchen folgt und in eine neue Welt stolpert, oder für immer in einer dunklen Höhle bleibt. In Spenderkind wird sehr einfühlsam die Frage behandelt, was einen Menschen letztendlich definiert, die Gene oder die Umgebung in der jemand aufwächst? Ist Lina nun die Tochter ihres Vaters? Und lieben ihre Eltern sie eigentlich wirklich? Wer ist Lina eigentlich? Am magischsten sind natürlich die Begegnungen mit Nick, dem absoluten Außenseiter in der Schule, der eigentlich so gar nicht in Linas Welt passt, aber dennoch die merkwürdigsten Seiten an ihr zum Vorschein bringt. Und dem sie mehr anvertrauen kann, als Julian, ihrem Freund.

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Sie hatte sieben Knochenbrüche, bevor sie einen einzigen Atemzug tat; achtundsechzig, als sie sechs Jahre alt ist. Denn Willow O’Keefe hat die Glasknochenkrankheit, Osteogenesis imperfecta, und ihre Knochen können beim kleinsten Stoß brechen, sogar wenn sie sich im Schlaf umdreht oder niest. Ihr Leben besteht aus unermüdlich aufeinanderfolgenden Genesungsprozessen, Rückschlägen, Therapien und Operationen, unter denen nicht nur sie leidet, sondern auch ihre Eltern und ihre sieben Jahre ältere Schwester Amelia. Zusätzlich kommt noch die enorme finanzielle Belastung hinzu, die die Familie allmählich nicht mehr tragen kann. Eine Anwältin rät ihnen, ihre Frauenärztin zu verklagen, denn diese hätte schon in der achtzehnten statt in der siebenundzwanzigsten Schwangerschaftswoche Anzeichen der Krankheit auf dem Ultraschallbild erkennen müssen, sodass Charlotte darüber informiert worden wäre. Gewinnen sie den Prozess, bekommen sie Schadensersatz zugesprochen.

Die Klage stürzt jedoch vor allem Willows Mutter Charlotte in einen Gewissenskonflikt: Nicht nur, dass ihre Frauenärztin ihre beste Freundin Piper ist, sondern sie muss vor Gericht aussagen, dass Willow eine ungewollte Geburt war und sie sie abgetrieben hätte, hätte sie von der Krankheit gewusst. Kann sie die Klage tatsächlich bis zum Ende durchziehen, ohne dass die Familie daran zerbricht?

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