Schlagwort: Kurzgeschichten

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„Wisst ihr, dass ich schon mal Mastodon gegessen habe?“, fragt mein Großvater.

„Hilf mir, Jaques Cousteau“ von der mit zahl- reichen internationalen Preisen ausgezeichneten kanadischen Autorin Gil Adamson ist eine Geschichtensammlung, deren Mittelpunkt eine ganz merkwürdige -und vielleicht sogar verrückte- Familie ist.
In etwas mehr als ein Dutzend kurzen Geschichten erzählt Hazel über ihre Familie, die aus einem Haufen Exzentrikern besteht. Und wie es bei Exzentrikern normalerweise ist, leben sie kein gewöhnliches Leben und sorgen oft für ein abwechslungsreiches Umfeld, manchmal in- teressant, aber nicht selten anstrengend.

Durch Hazels Augen sehen wir ihre Familie und ihre Nachbarn, die auch einen gewissen Einfluss auf sie haben (nicht immer in bewusster Form… aber wer hat nicht schon mal heimlich seine Nachbarn beobachtet?). Durch Hazel erfahren wir über deren Geheimnisse, denn Hazels besondere auditive Wahrnehmung lässt sie sogar durch Wände hören. So ist sie in der Lage, das Bild ihrer Familie für sich zu vervollständigen, und Erklärungen für das Verhalten mancher Menschen oder für bestimmte Situationen zu finden, die zunächst nur als rätselhaft, unbegreiflich oder gar mystisch einzustufen wären.

2012 Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman

meine_erste_bis_neunundneunzigste_liebe

„Aufwühlfaktor“

Wie oft habe ich geliebt? Wen habe ich geliebt? Waren es wenige, waren es viele? Aber… wie viele haben mich geliebt? Und was waren das für Lieben?
Solche Fragen (und viele mehr) habe ich mir während der Lektüre von „Meine erste bis neunundneunzigste Liebe“ von Jasna Mittler immer wieder gestellt.

In neunundneunzig kurzen Geschichten erzählt uns Jasna Mittlers Heldin über ihr Liebesleben, über die Suche nach dem „Richtigen“. Daher erlebt der Leser immer wieder schöne aber auch mehr oder weniger böse Überraschungen. Es sind, je nach Art von Liebe -die hängt wiederum von den Erfahrungen ab, die die Protagonistin mit ihrem jeweiligen Objekt der Begierde macht-, lustige, traurige, tiefsinnige, beständige oder flüchtige Geschichten. Dadurch, vor allem wenn der Leser Ähnliches erlebt hat, werden Erinnerungen wach. Ereignisse (nicht nur romantischer Art), von denen man dachte, wären längst vergessen, sind plötzlich wieder präsent.

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