Schlagwort: Literatur

Die Sommerferien haben nun endlich in allen Bundesländern begonnen und mit der Ferien- und Urlaubszeit ist für viele auch die schönste Lesezeit des Jahres gekommen. An Buchtipps sieht man jetzt vielerorts die seichten, unterhaltsamen Sommerromane, die vor allem zum Entspannen und eher weniger zum Nachdenken anregen. Für mich bedeuten Urlaub und Sommer aber vor allem auch, dass ich mal wieder Ruhe und Zeit für anspruchsvolle Belletristik habe. Deshalb habe ich mir 9 Bücher rausgesucht, die ich in meinem „Literarischen Lesesommer 2014“ gern lesen sowie sie euch als Buchtipps mitgeben möchte.

9 Buchtipps für den literarischen Lesesommer 2014

Ich habe durch die Verlagsprogramme 2014 gestöbert und folgende 9 Bücher für mich entdeckt, die mir sehr empfehlens- und lesenswert erscheinen. Nachfolgend möchte ich sie euch nicht nur zeigen, sondern von jedem der Bücher werden hier auch 3 Exemplare verlost. Mitmachen könnt ihr bei der Verlosung von nur einem Buch, ausgewählten Büchern oder auch allen Titeln. Dafür müsst ihr mir die Antwort(en) auf die zugehörigen Fragen einfach per Mail an Daniela.Moehrke@buchbegegnungen.de mit dem Betreff „Literarischer Lesesommer“ schicken. Teilnehmen könnt ihr bis einschließlich 16. August 2014 und für die Beantwortung der Fragen müsst ihr die jeweilige Leseprobe lesen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß!

Der Allesforscher - Heinrich Steinfest
Sixten Brauns vollkommen normales Managerleben implodiert, als in Taiwan ein Wal explodiert und Sixten von irgendeinem Teil des Wal-Innenlebens k.o. geschlagen wird. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, stürzt er mit dem nächstbesten Flugzeug ab – und überlebt abermals. Doch nicht ohne zwischendurch die große Liebe erlebt zu haben. Und so kommt er Jahre später – Sixten hat sich längst vom Manager zum Bademeister gewandelt – zu einem Kind, das auf gar keinen Fall sein eigenes sein kann, es dann aber plötzlich doch ist: ein frisch verwaister Junge namens Simon, der nicht spricht, außer in seiner eigenen, nur ihm selbst verständlichen Sprache. Ein Junge, der sich als ganz ungewöhnlich talentiert in ganz ungewöhnlichen Bereichen erweist: Er kann klettern wie eine Gämse und zeichnen wie Leonardo da Vinci. Auch liegt es an Simon, dass sich so manche Gerade in Sixtens Leben zum Kreis schließt … >>Leseprobe

Frage: Welche Nationalität hat die Krankenschwester?

Aktuell Gewinnspiele

Die liebe Crini hatte kürzlich eine tolle Idee – wer kennt das nicht, dass man gern zu allen gelesenen Büchern eine Rezension schreiben möchte, aber irgendwie nicht dazu kommt oder es immer vor sich her schiebt. Mir geht es auch so, dass ich besonders zwischen Montag und Freitag selten zum Schreiben komme. Dann bleibt alles fürs Wochenende liegen und wenn man dann sieht, was sich da gesammelt hat, kann man sich nicht so recht aufraffen.

Eine Lösung könnte jetzt Crinis regelmäßiger Rezensionen-Schreib-Marathon sein, bei dem unterschiedliche Blogger versuchen, an einem bestimmten Tag möglichst viele Bücher zu rezensieren. Ich habe mich jetzt entschlossen, das heute auch mal zu probieren und bin gespannt, was zusammen kommt. Das Ergebnis werdet ihr dann sowieso bald hier sehen. Bei mir wird es aber zeitlich immer nur am Sonntag gehen.

Hier sind zunächst die Bücher, die ich unbedingt noch besprechen möchte:

1. Urlaub mit Esel von Michael Gantenberg
2. Die Wolke von Gudrun Pausewang (Hörbuch)
3. Du oder das ganze Leben von Simone Elkeles
4. Numbers – Den Tod vor Augen von Rachel Ward
5. Das also ist mein Leben von Stephen Chbosky (Rezension darf erst am 26.09. veröffentlicht werden)

Ich werde mal mit „Du oder das ganze Leben“ anfangen und dann schauen, wonach mir danach ist. Außerdem möchte ich zwischendurch noch bei den anderen stöbern & gucken, was sich dort tut.

17.24 Uhr: So, Rezension Nr. 1 ist geschafft. War doch gar nicht so schwer 🙂 –> Rezension zu „Du oder das ganze Leben“

Jetzt lese ich erstmal ein paar Seiten in „Ich. darf. nicht. schlafen“ von S.J. Watson, bevor es weitergeht.

19.12 Uhr: Nun mache ich mal weiter mit Rezension Nr. 2 – jetzt will ich endlich etwas zu „Numbers – Den Tod vor Augen“ schreiben. Es ist so ein tolles Buch und die Rezension steht jetzt schon seit Juni oder Juli aus. Wird also echt Zeit.

19.50 Uhr: Rezension Nr. 2 ist online. Das ist doch schon mal was –> Rezension zu „Numbers – Den Tod vor Augen“

Aktuell

Abel Tannatek, von allen nur Tannatek genannt, ist in seiner Schule und auch sonst ein Außenseiter. Er fehlt ständig im Unterricht, rennt in eigenartigen Klamotten rum und hat zudem den Ruf mit Drogen zu handeln. Abel ist ein Junge ohne richtige Freunde und mit wenig Hoffnung für die Zukunft. Aber dieser Abel kann auch anders sein als der Tannatek, den alle in ihm sehen. Nur seine Mitschülerin Anna erfährt wirklich, was es es mit ihm auf sich hat. Denn Abel ist eigentlich sehr sanft und feinfühlig, hat es nicht leicht im Leben und kümmert sich zudem rührend um seine kleine Schwester Micha.

Aber was ist dran an den Gerüchten um die Drogengeschichten, und wieso ist er nachts oder auch zu Unterrichtszeiten so häufig unterwegs? Den Jungen umgibt ein dunkles Geheimnis und in den Märchen, die er seiner kleinen Schwester und später auch Anna erzählt, steckt viel mehr Wahres als Abel, Micha, Anna und dem Leser lieb ist.

Dieser Roman der Autorin von Antonia Michaelis hat eine unglaubliche Sogwirkung. Man ist gefangen im Leben von Abel und Micha, durch die immer größere Nähe, die Anna zu den beiden aufbaut. Wie Anna fühlt man sich zunächst fast als ein Fremdkörper in der kleinen Welt, die sich die beiden Geschwister aufgebaut haben. Und genauso langsam, wie Anna ihnen immer näher kommt, tut es auch der Leser. Geheimnisse werden nach und nach aufgedeckt und durch die Märchenabschnitte, die Abel Micha teils zur Beruhigung, teils aber auch als Warnung erzählt, kommt man ihnen Stück für Stück näher. Doch mit jedem dieser Stücke wird man sich auch der Wahrheit bewusster, die man andererseits am liebsten gar nicht kennen würde.

Das Buch ist zugleich eine Geschichte über Freundschaft, zerüttete Familienverhältnisse und das Erwachsenwerden. Außerdem enthält es Thrillerelemente, die die sowieso schon immense Spannung durch die schwierige Situation von Abel und Micha noch zusätzlich steigert. Zudem ist es kein wirkliches Jugendbuch, ich würde es eher erst ab 16 – frühestens aber ab 14 Jahren – empfehlen, aufgrund der brisanten Thematik. Die Geschichte geht extrem nahe und konfrontiert mit Situationen, die zutiefst schockieren oder auch berühren. Dank des sprachlichen Feingefühls der Autorin und der Rückzugsmöglichkeit in den Märchenabschnitten, wird es aber nicht zu dramatisch. Durch die stets hoffnungsvolle Micha gibt es immer mal wieder Auflockerung – sie ist so stark und verliert nie den Blick für das Gute, dass sie schnell zu meiner Lieblingsfigur wurde.

Der Märchenerzähler ist ein Buch, das auch lange nach dem Lesen noch nachwirkt und zum Nachdenken anregt. Diese Geschichte kann man einfach nicht vergessen, sie bleibt im Gedächtnis und ich finde, das ist es, was wirklich gute Bücher bewirken sollten. Ich habe vorher noch nie etwas in der Art gelesen. Es handelt sich hier um ein absolutes Ausnahmebuch von einer Ausnahmeautorin! Unbedingt zu empfehlen, aber nur, wenn man starke Nerven hat und sich intensiv mit einem Buch auseinander setzen möchte.

Jetzt bin ich schon gespannt auf das im August erscheinende, neue Buch von Antonia Michaelis mit dem Titel  Die Worte der weißen Königin. Hierbei handelt es sich aber noch weniger um ein Jugendbuch. Es ist eher eines für Kinder oder Erwachsene. Zudem steht es in keinem Bezug zu „Der Märchenerzähler“, was man aufgrund der Covergestaltung doch leicht vermuten könnte.

Oetinger Verlag
448 Seiten · gebunden
15.0 x 21.0 cm
ab 14 Jahren
EUR 16,95 · SFR 25,90 · EUA 17,50
ISBN-13: 978-3-7891-4289-5
EAN: 9783789142895
Erschienen im Februar 2011

Aktuell Jugendbuch Krimi und Thriller Rezensionen