Schlagwort: Nachkriegszeit

9783862200511_coverDie Geschichte eines Mikrokosmos

Wenn in einem Buch erst auf den letzten Seiten ein Geheimnis gelüftet wird, ein wichtiges Geheimnis, von dessen Existenz der Leser nicht mal ahnte… ein Geheimnis, das nicht nur überrascht, sondern auch erschüttert, und auch vieles erklärt, was ohne dieses Wissen einfach unerklärlich war… Wenn ich so ein Buch lese, bleibt bei mir ein befriedigendes Gefühl zurück, komplett überlistet worden zu sein. Und so hat mich Paola Cereda in die Irre geführt. In „Agata verzaubert eine Insel“ erzählt sie eine ungewöhnliche Geschichte, die bestimmt auch jeden Leser verzaubert. Und auch ich muss zugeben, dass ich den Zauber spürte, der von diesem Buch ausging.

Aktuell Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman

061973027-das-gruene-zeltLeben zwischen Stalins Tod und Perestroika

Bücher können gute Freunde sein. Das wissen alle, die nicht nur aus Vergnügen lesen, oder nur um die Langeweile zu vertreiben. Bücher können sogar wichtige Bestandteile eines Lebens sein, können Menschen verändern. Aber Bücher können auch eine Gefahr darstellen, vor allem für diejenigen, die bereit sind, das eigene Leben zu riskieren, damit Literatur verbreitet wird.
In der Sowjetunion, wie in allen Ländern, in denen ein totalitäres Regime das Sagen hat, könnte die Lektüre oder das Besitzen eines einzigen Buches die Verbannung in ein Arbeitslager bedeuten.

Die Liebe zu Büchern und das Verlangen nach Freiheit haben Ilja und Olga zusammen gebracht. Ihre Jugend verbrachten sie in den 60er Jahren, der post-stalinistischen Zeit. Beide Idealisten, aus unterschiedlicher Herkunft, deren einzige Gemeinsamkeit der Hass auf die Sowjetische Union war.
In „Das grüne Zelt“ erzählt Ljudmila Ulitzkaja über das Leben Iljas und Olgas, und was sie dazu gebracht hat, die russische Literatur zu lieben, vor allem verbotene russische Literatur.

2012 Aktuell Gegenwartsliteratur Rezensionen Roman