Schlagwort: realistisches Jugendbuch

Alles dreht sich„Alles dreht sich“ ist der Debütroman der Wiener Autorin Rosemarie Eichinger.  Ihr ist hiermit ein nachdenkliches und wichtiges Jugendbuch gelungen, bei dem Titel, Cover und Inhalt sehr stimmig sind. Spätestens seit John Greens „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ sind realistische Jugendromane – durchaus auch mit ernsteren Themen – im Trend und das finde ich gut so! Denn ich vermute, dass ich unter anderem dadurch diesen tollen Roman entdecken und lesen durfte.

Im Buch geht es um Krebs, doch es ist nicht die typische Mitleidsgeschichte. Die Hauptfiguren – eine mit Gehirntumor, der andere psychisch labil – beschließen, dass sie etwas aus ihren Leben machen sollten, egal wie lange sie überhaupt noch zu leben haben. Denn mal ehrlich, wozu braucht jeder von uns billig produzierte Klamotten und Ähnliches? Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, haben sicher die meisten von uns viel zu viel davon. So überlegen sich Linda, Max und ihre Freunde eine spannende Aktion, mit der sie Aufsehen erregen und ihre Mitmenschen zum Nachdenken anregen wollen. Das gelingt nicht nur im Buch, sondern auch beim Leser und so rückt das anfängliche Thema über die Erkrankung von Linda eher in den Hintergrund und man gewinnt einen Blick dafür, dass man jederzeit etwas Wichtiges tun kann. Selbst wenn man nur einen kleinen Teil der Mitmenschen erreicht, so ist es doch besser als gar nichts zu tun.

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