Schlagwort: Schullektüre

Hanni erlebt mit 15 Jahren den Beginn des zweiten Weltkriegs – ihre Welt und ihr Leben wird sich für immer ändern: Bald wird ihr großer Bruder Jürgen knapp zwanzigjährig eingezogen, danach Hannis Vater und ihr kleiner Bruder Alfred würde auch so gern gegen den Feind kämpfen.

Die zurückgebliebene Familie besteht aus Oma, Mutti, Hanni und Alfred, und natürlich Bobby, dem Hund. Sie wursteln sich so einigermaßen durch, doch sind heilfroh, als sie einen französischen Kriegsgefangenen bekommen können. Der soll ihnen so manch schwere Arbeit abnehmen. Statt eines großen starken Mannes kommt aber Philippe zu ihnen, ein schmächtiger junger Mann, der gern Musik studieren möchte.

Er ist ausgehungert und erst gar nicht in der Lage, einen Kartoffelacker anzulegen. Aber Oma und Mutti füttern ihn heraus und pflegen ihn auch gut, als er krank wird. Nach und nach entwickelt sich ein sehr gutes Verhältnis zwischen Philippe und Hannis Familie. Sogar der 12-jährige Alfred, der ja in der Hitlerjugend reichlich mit Vorurteilen gegen Ausländer im allgemeinen und Franzosen im Besonderen versorgt wird, beginnt Philippe zu mögen. Schließlich kann der auf Blättern pfeifen, bringt ihm das Schwimmen bei und kann sogar die französische Gebrauchsanweisung für Alfreds neue Kamera lesen! Alfred macht die Erfahrung, dass alle, auch Franzosen, Menschen sind, mit Müttern, mit Talenten, mit Humor und mit Persönlichkeit.

Aktuell historischer Roman Jugendbuch Liebesroman Rezensionen

Shelley und Ihre Mutter Elizabeth sind Mäuse – nicht so wie Minnie Mouse, die Freundin von Mickey Mouse. Nein, sie sind eigentlich Menschen, die sich aber so benehmen wie Mäuse: Sie huschen unauffällig durch ihr Leben. Wenn jemand sie grob behandelt, verschwinden sie schnell in ihrem Mauseloch und sie haben immer Angst.

Shelley war ein normaler Teenager, bis ihre einstigen Freundinnen sie nach allen Regeln der Kunst quälen: Mit Worten, mit kleinen Schubsern, und mit arger Gewalt, bis sie ihr Gesicht anzünden.

Zutiefst verletzt ziehen sich Shelley und ihre Mutter noch mehr zurück. Sie siedeln aufs Land um, weit weg von den Quälgeistern. Endlich ist das Leben wieder schön für die beiden. Sie lesen, musizieren und kochen leckere Sachen. Alles ist gut.

Bis ein Einbrecher ihre Idylle zerstört, just an Shelleys 16. Geburtstag. Als er sogar Shelleys Geschenk von ihrer Mutter mitnehmen will, reißt Shelleys Geduldsfaden. Ihr Leben und das ihrer Mutter ändert sich von Grund auf und für immer. Mehr kann ich leider nicht erzählen oder ich würde den grenzenlosen Lesegenuss an „Mucksmäuschentot“ verderben.

Aktuell Jugendbuch Jungsecke Krimi und Thriller Rezensionen

Es gibt nur ganz wenige Bücher, die ich auch Jahre nach dem Lesen immer wieder und wieder empfehle. Ein solches Buch, mit dem es mir in Zukunft sicher so gehen wird, möchte ich euch heute vorstellen: „The Fault in our Stars“ von John Green.

John Green ist ein extrem beliebter US-amerikanischer Autor. Mit seinen Jugendromanen begeistert er weltweit jugendliche aber auch erwachsene Leser. Er hat eine Gabe, seine Leser zu berühren und förmlich in seine Bücher hinein zu ziehen. „The Fault in our Stars“ beispielsweise hat mich von der ersten Seite an komplett gepackt. Kein langwieriger Einsteig, keine Probleme sich mit den Figuren zu identifizieren, viele Emotionen, Spannung und Humor – all das bietet dieses Buch von der ersten Seite an. Es ist so bezaubernd und hat mich sowohl zum Lachen als auch zum Weinen gebracht. Solche Bücher gibt es selten, ihr solltet es euch auf keinen Fall entgehen lassen. Wirklich!

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