Schlagwort: Tagebuch

Bridgets und Joans Tagebuch Verrueckt nach dem Toyboy von Bridget GolightlyLieber Bridget und Joan als Bridget Jones

Schon beim Öffnen dieses Buches liest man eine Warnung, eigentlich eine Klarstellung des Verlags: „Bridgets und Joans Tagebuch – Verrückt nach dem Toyboy“ ist ein eigenständiges Werk, das nichts mit den Bridget-Jones-Romanen der Autorin Helen Fielding zu tun hat.
Bridget Jones? Helen Fielding? Nie gelesen. Das kann ich aber nicht über das Werk von Bridget und Joan sagen. Ihr Tagebuch habe ich gelesen und bin dadurch reicher an Erkenntnissen geworden. Die beiden Autorinnen sind ja Damen, die mehr als 80 Jahre Lebenserfahrung (nicht zusammen, sondern jede von ihnen) vorweisen können.
Während Joan so viel Zeit wie möglich an ihrem 50.000-Teile-Serienkiller-Riesenpuzzle verbringen möchte, hat ihre Freundin Bridget schon längst vergessen, wie alt sie ist und führt ein heißes und abenteuerreiches Leben. Zumindest glaubt sie das…

Aktuell Rezensionen Unterhaltungsliteratur

Tamara Goodwin ist ihr Leben lang von ihren reichen Eltern verwöhnt worden. Sie ist den Luxus gewöhnt, mit dem sie von kleinauf überhäuft worden ist: Mit ihren Eltern wohnte sie in einer Villa in Dublin mit sechs Schlafzimmern, einem Privatstrand, einem Tennisplatz, einem Swimmingpool und noch vielem mehr. Doch Tamara nahm alles für selbstverständlich hin, schließlich waren alle ihre Freunde und Bekannten genauso reich. Anstatt dankbar zu sein, war sie unfreundlich, oberflächlich und widersetzte sich ihren Eltern. Nie dachte sie an morgen oder an die Konsequenzen ihrer Handlungen und wen sie mit ihren Worten verletzen könnte – bis ihr Vater unerwartet Selbstmord begeht und ans Licht kommt, dass er bankrott war, sodass das Haus nun der Bank gehört und Tamara und ihre Mutter zu ihren Verwandten aufs Land ziehen müssen.

Dort fühlt sie sich mehr als unwohl: Ihr Onkel Arthur bevorzugt Schnauben statt Worten zur Kommunikation, und ihre Tante Rosaleen lässt sie keine Minute aus den Augen und hält sie von ihrer Mutter fern, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, Tamara rund um die Uhr füttern zu wollen. Was ihre Mutter anbetrifft – diese sitzt lediglich im Schaukelstuhl am Fenster in ihrem Zimmer und antwortet auf Fragen, wenn überhaupt, mit einem ewigen Lächeln und wiederholt mechanisch, dass alles gut werde. Außer Tamara nimmt allerdings niemand den Zustand ihrer Mutter zu Notiz; sie trauere, sagen sie lakonisch. Die meiste Zeit über schläft Tamaras Mutter einfach und Tamara kann nur darüber rätseln, was mit ihr los ist.

Aktuell Jugendbuch Rezensionen

Ab und zu entdeckt man sie, diese Bücher, die einen beim Lesen verzaubern, die gar nicht mal großartig spannend und aufregend sein müssen, sondern durch eine wunderschöne Sprache und liebenswerte Hauptfiguren überzeugen. Das soll jetzt aber nicht heißen, das dieses Buch langweilig war, nein, das war es überhaupt nicht. Ein solches Buch ist für mich auf jeden Fall „Das als ist mein Leben“ von Stephen Chbosky, das eine Neuauflage des vor über 10 Jahren erschienenen Romans „Vielleicht wieder morgen“ ist. Ich bin sehr froh, dass dieses Buch – mit neuem Titel und in neuer Aufmachung – nun einmal mehr an die Leser gebracht wird, ich bin wirklich hin und weg davon und kann es nur jedem ans Herz legen, der sich gern von Büchern berühren lässt.

Charlie ist 16 Jahre alt und zu einer meiner liebsten Buchfiguren geworden. Man hat immer das Gefühl, dass er ein bisschen ehrlicher und höflicher als die meisten ist, ohne dabei aufgesetzt zu wirken oder künstlich. Nein, Charlie ist so wie er ist und ich finde ihn ganz fantastisch. Er liebt Bücher, seine besten Freunde, liebt es über die Geschehnisse in der Welt nachzudenken und liefert dem Leser genau dadurch einen ganz besonderen, für viele sicher neuen Blickwinkel aufs Leben. Trotz aller Niederlangen, Ängste und Sorgen sieht er doch das Gute und strahlt eine unbändige Hoffnung aus. Und egal, was auch geschehen mag, irgendwie wird doch wieder alles gut, wenn man es nur versucht und fest daran glaubt. Charlie ist stark!

Aktuell Gegenwartsliteratur Jugendbuch Jungsecke Rezensionen