Schlagwort: The Book of Tomorrow

Tamara Goodwin ist ihr Leben lang von ihren reichen Eltern verwöhnt worden. Sie ist den Luxus gewöhnt, mit dem sie von kleinauf überhäuft worden ist: Mit ihren Eltern wohnte sie in einer Villa in Dublin mit sechs Schlafzimmern, einem Privatstrand, einem Tennisplatz, einem Swimmingpool und noch vielem mehr. Doch Tamara nahm alles für selbstverständlich hin, schließlich waren alle ihre Freunde und Bekannten genauso reich. Anstatt dankbar zu sein, war sie unfreundlich, oberflächlich und widersetzte sich ihren Eltern. Nie dachte sie an morgen oder an die Konsequenzen ihrer Handlungen und wen sie mit ihren Worten verletzen könnte – bis ihr Vater unerwartet Selbstmord begeht und ans Licht kommt, dass er bankrott war, sodass das Haus nun der Bank gehört und Tamara und ihre Mutter zu ihren Verwandten aufs Land ziehen müssen.

Dort fühlt sie sich mehr als unwohl: Ihr Onkel Arthur bevorzugt Schnauben statt Worten zur Kommunikation, und ihre Tante Rosaleen lässt sie keine Minute aus den Augen und hält sie von ihrer Mutter fern, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, Tamara rund um die Uhr füttern zu wollen. Was ihre Mutter anbetrifft – diese sitzt lediglich im Schaukelstuhl am Fenster in ihrem Zimmer und antwortet auf Fragen, wenn überhaupt, mit einem ewigen Lächeln und wiederholt mechanisch, dass alles gut werde. Außer Tamara nimmt allerdings niemand den Zustand ihrer Mutter zu Notiz; sie trauere, sagen sie lakonisch. Die meiste Zeit über schläft Tamaras Mutter einfach und Tamara kann nur darüber rätseln, was mit ihr los ist.

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